Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-10-17 · Heft 43 (17.10.1859) · p. Seite 626

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 43 (17.10.1859)
Date
1859-10-17
Page
Seite 626 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/3224737-3226147-3226191--18084-3247031
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

626 -r'ohentzen ÄstglÄck' erfolgen kann,' ufrb; Mrzü'imöge bfr histMische' Vater recht bald seinen Beistand-lüns Mleihen!'^ ' i,J Ich'; HM'Püti' ^ernMl' M Machen - ÄngefaüM','/ ststb so WM ich förtfähren, noch einesffochwichtitzen'Gegenständes Erivahnüng zst thun, an' dem wir Äder auch schon seht länge läborwen; ich meine bas Unterrichts ‘t und' Schulwesen. Bereits vor 20 Jahrest/'noch ustter der sonst so trefflichen Äättsführüstg des 'OberrabbinörS Salömön Eger Pligen Ästdenken^ tst schön der Plan! zur Grü'ndüttg' einer Ele^- mesttarschule angeregt Wörden, und Obgleich'das Bedükfniß nach einer solchen- Lehranstalt" vöstIähr zü Iaht ^äls; einimMer größeres sich herstusgWllt/ so ist bis zu dieses' Stünde noch 'nichts zu' Staiide gekommen, Und ist W dorribils Mtu hierbei beim pium äesiämiülst geblieben^ In neuester Zeit Päi> man zwar die Verwirklichung deS längst pröjectirtestMäneS M züstreben gesucht, und /möchten wir um st'weniger an dein endlichen ZüständekoÄmen einer tüchtigen'Lehranstalt für die Jugend zweifeln,! als: einerseits die betreffende Behörde diesem Unternehmen güiistig zu sein scheint; üstd andeterftits^ unser würdiger und Wchtbä^- m; ÜberÄMner Herr Auerbach von der iNöthwendigkeit eines solchen Instituts genügend überzeugt sein dürften I ch schließe für heute,' indem ich mir Vorbehaltes Ihnen weitere Berichte zugehen zu lassen, und werde ich Ihnen nächstens diejenigen Männer namhaft machen, welche mit Rath und Thät an dem Zustandekommen eines so edlen und frommen Werkes theilzunehcken sich nicht gescheuet haben. ' —q. Belgtäd ^: im September. Daß es dein Fürsten Milosch Ernst ist um die bürgerliche Gleichberechtigung, ersteht man auch äuS seiner Eröffnungsrede der Skupschtinä, indem er unter Anderm sagte : Machet keinen Unterschied mehr zwischen den serbischen Bürgern, welche einer anderen Religion angehören, als der unsrigen. Es' sei unser Stolz, Brüder, daß Diejenigenwelche einen änderen Glaüben als wir haben, die volle Freiheit genießen' Und alle die Rechte, welche wir um den Preis unseres Bruders erobert haben. \ Hierdurch werdest wir der Welt beweisen, daß wir nicht in den mittelalterlichen Zuständen leben, welche uns Viele ünge'rechstr Weise votsterftw ' - ' Belgrad, 26. September. Der ,, Köfn. Ztg." schreibt man': Der Befehl des Fürsten Milosch, daß die' hiesigen Juden aus " ihrer Mitte drei Dep'Utirte zur Skupschiinä schicken'' stllen,' ist ' nicht öhste Jnürr effe. Es ist ein Zeichen von Duldsamkeit, das man in best übrigen Ländern EutopaS selten 'findet.' Die Juden werden durch diest VerfüguNg des Fürsten Milöstff nicht nur den' übrigen Dürgerst' Setbiens gleichgestetli, sondern haben' selbst mehr Rechte als diese erlang^ denn sie habest Mit den übrigen Bürgerst an der'Wähl'der städtischen Vertreter Theil genommen üstd Üußerffem auf 200' Steuer-Cösttribuenlen 3 ^Depurkte-'gewählt ^^^w'ä'h'restd^ die ^Werdest nur auf 500 Köpfe: einest Äüpschtinarest wählen dürftest. Zu erwähnen ist übrigens, daß diese Verfügung des Fürstest keinerlei Opposition gefunden hat.;- Corrofpondenz. Ein Jom Kippur in Ä. Motto : •>«. «wn nn« 2« nibm -,Ndr (Maleachi 2, 10.) Wer zählt die Gnadenacte alle, die seit der Thronbesteigung Sr. kaiserlichen Majestät unseres hochherzigen Kaisers aus dem Füllhorns der kaiserlichen Huld auf unsere Gläubensbrüder im weiten Czarenreiche geflossen? Mit jedem neuen Tage verkünden die öffentlichen Blätter bald wohlthätige Gesetze, die die Gesümmtheit betrefftn, die von dev größten Tragweite find, bald Gnadenbezeugüngen gegen einzelne Individuen unseres'Volkes, welche die schlagendsten Belege seiner Gerechtigkeitsliebe und Änadenfülle auch gegen das arme Vdlk Israel ablegen. — Wer schildert die neue Geistesrichtung, die aus diesem Ursprung alles Edlen und Guten in alle Regionen des russischen Volkes gedrungen? — Wenn hochgestellte Staatsmänner , und in der Literatur hervorragende Persönlichkeiten, die Rechte der Humanität vertheidigend, ihre Stimmen zu unserem Schutze und zur Abwehr infamer Verleumdungen und zur Verfechtung unserer heiligen Sache erheben, wenn ein neuer Geist der Toleranz und Menschenliebe über alle Zweige der Verwaltung sich 'ergossen : wem müssen wir dafür Dank wissen? — Nur ihur allein,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.