Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 43 (17.10.1859)
- Date
- 1859-10-17
- Page
- Seite 624 (sequence 8)
- Language
- German
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die'Kröne' auf, und gerühen Sie / sich an die: hvhenMgiexüüg -iN-Wierk, an - den- Minister'^deS Äeu-? ßern,!^ an: die^ Gesandten Englands und Rußlands -'zu i wAdett^-hewiß- -wird'-auf^ Ihre Verwendung" die Lage j jener Unglücklichen) schmählich'Verleumdeten/schuldlos j Gemarterten verbessert, usie aüS ihrem Kerker befreit,! und. die Consuläte angewiesenwerden', gegen weitere; Barbarei'-und Terrorisirungen, denen sämmtliche jüi Vischel Einwohner von Galatz sortaw erponrrt sind, .bei^derdörtigett-provisorischen Regierung sich' zu verwenden. v .-j :ü>'•' .A\ ■ -1 i ■. j Indem- -ich' die Nachricht von der Gewährung mei-! nee Bitte erwärte/ habe'ich die Ehre, mit wahrer Hoch-! Sichtung - und Verehrung zu sein - '! Hochwohlgeboren ergebenster Diener* j M. W. Ettinger.! : - LeiNberg, deN %■' Juni 1859. n. _ -'0| Herrn-MäreüS Wolf Ettinger; ■;! in Lembergs -! :^!;S wüt,«;.-/-.- iWien) 12. Juni 1859^ i Ich hätte'die Ehre/'MreZuschrift' vom 2. d. M. j nebst einer Beilage des Herrn Rabbiners Landau in j Gälatz - zu; erhalten, und kann Ihnen nach genauer' Kenntnißnahme deren Inhalts die Versicherung geben, j daß i<$ Eeitte-gelt verloren hübeH nicht sowohl bei dein - hiesigen Ministerium der auswärtigen Angelegen-j hotten,- als auch in Paris und London bei den betref-' ssendär RetzierüNgen 'dühin zu wirken, daß durch die-in j -Galaß' accreditirten Consuln dieser -Mächte das Mög-! tichstv fürdie unglücklichen Israeliten nach allen Rich- | tungrn -tzefcheheN!möge^ Ihre eifrige und Menschenfreundliche Verwendung, welche Sie für unsre Glau-' 'bensgenöffen eintreten lassen, verdient die gebührendste Anerkennung, mit welcher Versicherung ich mich Ihnen achtungsvoll empfehle > ' S. M. v. Rothschild m. x. : .x.iiAhv a -:r. .-r; III. j Herstt M.> Wr Ettinger ' ' - ' - - >■■■'>' - rn'-Lemberg.! - IHM Brief vom ...habe erhalten. Wie 'Sie ‘ UNS mittheilteN-'so geschah'S; vergangene Woche langte' wöm' ki österr^ Ministerium an daS hiesige Eonfulät der Auftrag ein) alles Mögliche zu unserer Hülfe zu thun'^ auch der edle'Baron Rothschild sandte für-die . Beraubten 4000 Fl. und 1000 FU aus einer Sämm-? UmjjV 'Aus Paris °erlangten wir' vom Baron'Roth-. schild einen'eigenhändigen Brief des Herrn Mm'isterS WätewSki, den er an Koüfa^richtete/ mit demErfA chen, die Verbrecher,-:- die eine solche Unthat gewagt, zü bestrafen, worauf alle (15) Gefangene (Juden) m Freiheit gesetzt und der Anklageact dem betreffenden Gerichte: übergeben wurde. Die " Todesfurcht ist bereits von uns gewichen rc. (Das Andere istmehr persönlich.) , L. Landau. Preßburg, 10. October. (Privatmitth.) Es ist nicht uninteressant; und kann den Standesgenossen der Betreffenden zum Muster dienen, 'daß die k. k. H'ofschauspielerin. Frl. Regina Deli a eine ausgezeichnete Künstlerin, welche der - mosaischen Religion angehört, nicht allein (da dieselbe gegenwärtig hier auf Gastspiel ist) die - ihr von der -hiesigen - Theater- Direction gestellten b rill aut e n Anträge, Unter welchen sie an den Abenden des 7. und! 8. d. (Jom Kipur) gastiren sollte, refüstrt, sondern diesen heiligen Tag durch ein gänzliches Fasten und Anwohnen beim Gottesdienste gefeiert chat. 1 > Die Schweiz. Ober-Endingen, im September. (Privatmitth.) .Jüngster- Tage erhielt ich von dem erleuchteten,- literarisch rühmlich bekannten Professor Stochholz> in Aarau unter andern Notizen über Geschichte der Israeliten in der Schweiz folgende: „Ein Promemoria,- gefertigt von Keller, Procurator zu Baden im Aargau, '30. Heumonat 1802, liegt mir handschriftlich vor; darin heißt es im Eingang über die Judenschaft zu Endingen und Lengnau: Vor etwa 45 Jahren war ihre Anzahl noch sehr gering, selten kam ein Jud nach der Stadt Baden, ohne daß sich die Jugend zusammenrottete und ihn mit. Schlägen Und Sottisen zur Stadt hinaus begleitete. Seither haben sie sich erstaunlich vermehrt. Der Jud Wolf Dreifuß behauptet seinen Wohnsitz im Schloß zu Baden:, erhat guten Burgunder, Große und Kleine machen ihm Complimente; eS giebt Leute, die ihm nachschreiben, was er ihnen in die Feder dictirt. Sein Wort ist : j^Jch stehe euch gut dafür!" und ein Vorgesetzter hat in sein amtliches Copeienbuch (Hypothekenprotokoll) geschriebeü: Der Jud Wolf steht gut dafür." So weit Herr- Keller. Wolf Dreifuß war^ zur Zeit ein reicher Jude in Endingen, der'In großem Ansehen stand, selbst bei dett obersten helvetischen Be-