Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 43 (17.10.1859)
- Date
- 1859-10-17
- Page
- Seite 621 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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62t schließen pflegt, so scheinen die diesfallsigeN Hoffnungen > nicht ganz unbegründet zu sein. Möge unS das jüdische, neue Jahr, an dessen Schwelle wir ‘ nun stehen, und an .welchem jeder fromme Israelit mit thränenden Aügen - betet : „Laß, o Herr, Dein Volk - zu Ehren kommen!" endlich daS bringen-, wonach wir unS schon sso -lange und so sehr sehnen.; eine solche N212 M2''N2 wünschen-wir aus vollem Herzen! der Gesammtjudenschaft Oesterreichs! :Dann würden kleinliche Neckereien, wie z. B. die, welche jüngst der. „-Presseaus Przemisl mitgetheilt wurde, daß nämlich -daselbst am Sanfluffe- Tafeln aufgestellt worden-seien, welche die Inschrift tragen: „Hier ist den Israeliten das Baden verbotene, oder das, was dieses Blatt als -Seitenstück hinzufügt,r daß an der Treppe eines Hauses in der Wollzeile in Wien der haus herrliche Ferman zu lesen ist: „Hier ist den Juden daö Hausiren verboten", Neckereien, die eher geeignet sind, die.Veranlasser als die Beleidigten zu brandmarkenentweder nicht mehr Vorkommen, oder von Seiten der Israeliten mitleidigst belächelt werden. 7-r Mit Vergnügen lasen wir neulichst zum ersten Male in einem Wiener Journale (Presse) eine der Aüg. Ztg. d. Judenth. entnommene Notiz mit namentlicher Angabe der Quelle. Zu den-Zeichen der Zeit,.gehört auch die Notiz, die wir der Leipz. illustr. Ztg. verdanken, daß nämlich daS staatswiffenschaftliche Lericon von dem bekannten Wagener, dem srühern Chefredacteur der N^ Pr. Ztg., für den Herausgeber finanzielle.Nachtheile gehabt habe. Bei dieser Unternehmung war nämlich auf die Betheiligung seiner Partei gerechnet, die sich aber lau erwies und ihren Führer im Stich gelassen hat. An die Überschrift: „L. A. Frankl's: Nach Jerusalem!" holländisch, knüpft die „Oesterr. Ztg." folgende Bemerkung: „Je seltener eS ist, daß einem österreichischen Schriftsteller die Ehre widerfährt, daß sein Werk in fremde Sprachen übersetzt wird, um sd angenehmer ist es uns, anzeigen zu können, daß das obengenannte Reisebuch nunmehr auch ins Holländische übersetzt, im Haag erschienen ist, nachdem dasselbe, wie wir bereits angezeigt haben, vor einigen Wochen in London englisch. auSgegeben worden ist. Auch Komperl'S treffliche Erzählungen sind in,.einer holländischen Uebersetzung erschienen; eine Uebertragung derselben ins Französische wird nächstens erscheinen." . Von Dr. tMoritz.Nappapord in^ Lemberg,; .Eorfasser des epischen Gedichtes „Mose" -und .der Canzonen „Goethe",. befinden sich, nach dem Berichte, d.epselhen Zeitungschwunghafte metrische Uebersetzungen der Psalmen., dann der DichtungenHalevi's, Gabirpl'.s unter der Presse. Ein satyrisches Gedicht „Pajazzo". spll diesen Publicationen folgen.. . . - . . Auch die hebräische Muse erfreut, sich.einer ayerken? nenswerthen Rührigkeit. Unter hem Titel ist/ daS - von M.. E, Stern, in Wien ins .Hebräische übersetzte Frankl'sche Reisebuch bereits-, erschienen z ist^ dies Buch 33; Bogen stark und recht, schön ausgestattet. , Die Stern'sche Uebersetzungsweise ist . den Fachkundigen bekannt; vielleicht kommen wir .spatex darauf zurück. < Am fruchtbarsten aber sind die.. Wilnaer hebräischen Officinen, so daß man selten einige Nummern deö „Hamagid" liest, ohne auf littrarischo.Hnkündif gungen zu stoßen. Wir wollen hier blos zwei/Werft hervorheben, und zwar ersteres des Interesses, wegen^ daS es bei.Freunden der jüdischen.Geschichte , und. der hebräischen Literatur zu erwecken geeignet, sem. dürfte, und letzteres, um zu zeigen, .daß die hebräische Sprache auch zur Reproduction profaner Pisciplinen geeignet ist. Es erschien nämlich im Lapse dieses Jahres.'.i.y Wilna: 1) Die Biographie des JosephuS Flavius von Kalman Schulmann, Myter.-em.Tftel.yv??' ferner,2) inv» '»isv ri2^» ,„Die einfache und doppelte Buchführung" in hebräischer Sprache von Chaskel J, Letable. in Slonim. . :; - Wir können es. nicht unterlassen, .zum Schluffe einen Wunsch auszusprechen, den noch so Mancher, mit uns beherzigenswerth finden dürfte. Es.pröge .nchnlich ein tüchtiger Hebräer es versuchen, das anerkannt gediegene Werk des geehrten Redacteurs dieser Zeitung „Die Entwickelung, der religiösen Idee u. s. w."„ das bereits ins Englische und Französische übersetzt wurde, ins Hebräische, zu. übertragen; es.würde unseres Erachtenssdftses Werk, besonders in Polen, Furore machen.. So eben kommt uns daS schon lange sehnsüchtig erwartete Wertheimer'sche Jahrbuch für Israeliten 5620 zu, das unsals mchrjährige Bekanntschaft recht-willf kommen-tft,.d^nn , .. / . Teilet Jedem eine Gabe,^ . , .Den;. Früchte, Jenem Blumen.aus; . , , , >, Der Jüngling, und der Greis;qm Stahe,......,... Ein Jeder, geht beschenkt nach Haus. ..