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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-10-10 · Heft 42 (10.10.1859) · p. Seite 610

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 42 (10.10.1859)
Date
1859-10-10
Page
Seite 610 (sequence 8)
Language
German
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610 samkeit die -d esiin it i-v e iAnstellung erlangen. Esist s -dieseo. sichte- Punkt nicht! nur: im Interesse der -Lehrer! mit Freuden zw begrüßen, sondernauch von Wichtig- .keit. hinsichtlich der Ausführung der auf den Cultus! sich beziehenden^,Anordnungen.., .Ha. die Keröffentli- 1 chung sälÄnäsic^er' Besthlüffe,' wie'sHon'erchähnt, nahe j bevorsteht, so be^hrauksn-nsir uns hier nur auf Mit- [ theilung der erwähnten Punkte und' sprechen schließlich r dtzn Wunsch aus, ldäßidch jüdische Landesgemeinderath J bei Regelungder fynagogalen und Schul-Verhältniffe : immer den Fortschritten der Cwilisation - und den veränderten Zeitverhältnissen Mechnung. tragen möge. Alsheim sin Rheinhessen im September. - (Ginge- ' -sandt.--Verspätet.)-- In Nr. 36udieftß Zeitung findet -sich eine-Correspondenzaus -Büdingen-über die am - 25. Juli d. I. .zu. Darmstadt abgehaltene Versamm-; lung,israelitischer Lehrer dcö Großherzogthums Hessen.; Außer:, der Mittheilung der stattgefundenen - Verhand-? lungen findet.sich am Schluß-dieser Mittheilung der -von -dieser Versammlung angenommene Statutenentwurf zur - Bildung! eines Lehrervereinsim Großh. Hessen. - Es. sind.von - dem geehrten Herrn Redacteur d.:iZ^.zu einigen: §§.- der-:Statuten Bemerkungen gemacht: worden,- die > den Jnhald lvollständig charakterisiren. Es hätte der Unterzeichnete nicht nöthig, darüber noch rin Wort zu verlieren, -da auch die- Leser dieses Blattes sich wohl ihr Urtheil -über bewußte Beschluß^ nahmen gebildet, , und wollte er deswegen jenen Beschlüssen umso., eher. Schweigen: entgegen setzen, als er .-die Hoffnung - hat ,. daß > unsere . .StaätSregiexung jene. Statuten-.nicht genehmigen werde.' Da er aber von yielen seinrr rheinhessischen Eollegen ersucht wurde, öffentlich:. zu: erklären-, daß sie - mit den in 1 Darmstadt gefaßten' Beschlüssemdurchaus nicht einverstanden seien, sy i thut er-dies s hiermit; underlaubt, sich zugleich ,-im Interesse-unseres:: gesammten; sisräel.hessischen^ Lehrerstandes,/- etwas- -.näher > auf: die; Sacheeinzugehen. - — i/-Bm^rshnerlautzer-ich mir,, wenn auch -nur. nebenbeizu bemerken,, daß::meiner-achttägige Abwesenheit:von hier;.nicht Ursache .war,- daß die Einladungsschreiben nicht - sin. die: Häyde : meiner:rrheychessischeu Collegen gelangten). denm ersti am. Ta g..Uer-Eo uferemz > als ichj längst-wieder.hievrwar, erhielt,ich.genannte- Einladungen. — Ob überhaupt die Zeit von der Einladung chiö- .zur .Versammlung nicht zukurz -war, und ob nicht.ider- Beschlußunserer-sietzten rheinhessi 'Cön> -sirenzsiwelchetdurcheinenAbgeordnetenOberheffens - der - büdinger ConfereNz bekannt war)/värerst keine allgemeine' VerssimmlüNg abzühaltett/ nicht mehr Berücksichtigung verdient hätte, wollen wir hier nicht in ^Erwägung ziehen/ sondern'-Ws gegen -die' in 'Darmstadt angenommenen Statuten und die! Art der' Annahme derselben protestiren. ,. i Vor Allem halten; wir - es für einen großen- ^Fehler, daß - eine Versammlüng von 20—22 Letztem eines Landes , - die kaum das Dritttheil deffetben sein dürften-, einen Statutenentwurf für einen Lehrerverein, der von einem einzelnen Mitgliede entworfen, enbloo annimmt. . r-si-7' ii-.-x-H.' Und nun der Entwurf selbst : Wohl erkennen wir gern an, daß. ein allgemeiner Lehrerverein / die Bildung von Conferenzen, die Gründung einer Pensiotts!- und Wittwenkaffe-für Lehrer nicht allein sehr nützlich, sondern sogar sehr nothwendig sind, aber wenn durch eben diesen Lehrerverein, der so vieles Güte erstreben will, ein Denunciantenwesen, ein Lehrergericht (ein etwas bis jetzt noch nicht Dagewesenes) unter ünS und durch uns hervorgerufen werdensollen/ dann wollen wir lieber, so leid uns dies thut und so gern wir einem größeren Lehrerverein angehörten^ auch auf das Segenbringende dieses Vereins verzichten und vermögen wir nur dann uns einem" solchen änzüschließen, wenn jene Paragraphen / die der Denunciation Thür und Thor öffnen, vorher ausgemerzt werden. ---- 1 : : ' - 1; Ist es vielleicht nicht eine Anmaßung von'Oberherrschaft, ist es nicht eine Dentin ciationwenn (nach §. 24 der Statuten) „Beschwerden einzelner Eonferenzen untereinander oder einzelner- Mitglieder die Generalcommisston" (deren Name sigürirt säst in jedem Paragraphen) „entscheidet, so wie über das Betragen der'- einzelnen - Mitglieder wacht und vörkömmenden Falls eine - den Gesammtkehrerständ entwürdig'end'e Handlung der betreffenden Stättt'sbchorde^zür'Anzeige bringt"? ' - Oder nach §.27 nach * welchem 1 /durch dieses Institut (Lehrerv erein) - der' Gesämmtlehrerstand zu einem eng aneinandergeschlöffenen lebrnskräfiigett und lebensthätigen' - Gänzen - gebildet ' und ^die''Lehrer, zur Aneignung von Evllegialitat gezwungen (?) Melden sollen, 'jeder Verstoß-'dagegen von benVörstäüden, resp. der Commission gerügt undnach Befund der Sache zur- Kenntnißnähme der Regierung' gebrächt werden soll, damit der Unwürdige aus dem' L^rer-

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