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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-09-26 · Heft 40 (26.9.1859) · p. Seite 583

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 40 (26.9.1859)
Date
1859-09-26
Page
Seite 583 (sequence 9)
Language
German
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m dusch die Pheilnahmf der Anwesenden sich noch steigert^ daß empfind^ der Gefühlvolle besser als man ■ heschrAen kann. , Gewiß ist aber, daß die Gemeinde hstrdstrch. .stch^ selbst .geehrt tzat.^ ' Janstower, }ffi September, (Privatmitth.) W freutmich,Jhnen.heute zwei Thgtsqchen aus uyses . xem KpnigreHe mjttheilen zu können, welche qls Fortschütte'auf dem Gebiete der Tolerqstz sn dieses Blättern erwähnt zu werden verdienen. Die eine betrifft den Dr. M Stern in Göttingen, welcher zum ordentlich e st Professor an der dortigen Universität ernannt wstdey. ist. Pkeft Dsörde^pg hat. asißemejne Freude erregt, da Stern eben, so ausgezeichnet ist als Gelehrter, wie tüchtig als Lehrer und liebenswürdig. als Mensch. Seit mehr als 20 Iah-: ren hat er sich uw den mathematischen Unterricht an der Göttinger Hochschule dje größten P^dsenste erworben, dennoch konnte er eS biszum Jahre lg.48 als Israelit nicht weiter als bis zum Privatdocenten bringen; im Jahre 1848 wurde er /Mich außerordentlicher Professor, Nicht allein ist er nuMehx ddr erste Israelit, welchem die Würde eines ordentlichen Professors an der Oeorgia Augusts erthei.lt ist,, sondern meines Wissens überhaupt der einzige Israelit' unter den ordentlichen Professoren der deutschen stniversitäten. — Die zweite Thatsache betrifft den Fellhändler Behrens Hierselbst, einen entschieden liberalen, gesinnungstreuen und', streng rechtlichen Wann, wel- - cher kürzlich mit großer Majorität zum Pürgervorsteh er erwählt wurde und gleichfalls der erste Jupe. ist, welcher in unserer.Residenz dieses Ehrenamt bekleidet. Von der Unparthejlichkeit und dem.Interesse,'welche Herr Behrens bei der Verwaltung öffentlicher Aemter bekundet, giebt seine mehrjährige Wirksamkeit' als 'Bezirksvorsteher und als Mitglied des Ausschusses .der hiesigen israelitischen Gemein.dß Aeugniß, und welcher Achtung er sich auch bei feinen nichtjüdischen Mitbürgern erfreut, geht sowohl aus dem Umstande, daß sofort, nachdem, seine Erwählung bekannt geworden, war, zum Zeichen seiner Freude hierüber' lein christlicher Wahlmann dem 'die Wahl leitenden Stadtdirector.eine Gabe für die Armen überreichte,^ wie auch darausIervor, haß Herr Pehrens glych bei der AonDuiruNg des neuen Kollegiums in dtsss Pfr-j ' schiedene Commissionen gewählt wurdx. V; Die Stistungs - Urkunde nebst dem Verwaltung^ Mglement für. hgS, Israel.HimoyMe WaiseyhauS zu Hannover lirgt nunmehr gedruckt vor. Das Wesentlichste hyxsus habe ich bereits.früher m diesen Blattern mitgetheilt uyd füge sch heute nur, noch ergänzend Hinzu, daß jn hie Anstalt regelmäßig -nur Wcuisenknabrn und zwar zunächst dir der Familie drß.KsifterS. angehörendkN, alsdann dir aus der hiestgeu HhnagogengeWinde. und endlich die aus pem grsMMtey Königreiche Wd hier zuvörderst solche,, die beide Mepn, hierauf die,welchenur den Vater, uyd dann die, welche nur jDieJupiter tytlpjw haben, ausgenommen werden sollen; wenn .indeß davon keine genügende Anzahl vorhanden ist, so können auch jüdische Knaben armer jüdischer Eltern vorzugsweise aus Orten, wo sie keinen jüdischen Religionsunterricht erhalten können, ausgenommen werden. Ausnahmsweise können auch arme jüdische Waisenmädchen, in so weit, es mit der jeweiligen Einrichtung verträglich ist, zugelassen werde^ Pie. aufzunehmenden Minder dürfen nicht , jünger als sechs uyd nicht alter als zehn Jahre seist, und bleiben in der Pegel bis zum vollendeten vierzehnten Lebensjahre in dem Waisenhause. Die .Anstalt-soll auf die Wahl des- Berufes bei ihren. Zöglingen möglichst einwirken, sie wo thuylich zu einem Handwerke oder bürgerlichen Gewerbe vorbereiten, für ihr nächstes Fortkommen förderlich sein und auch mit den Abgegangenen ein väterliches Verhältniß unterhalten. In wie weit Lehrgeld und dergleichen bewilligt werden soll, hängt von den Verhältnissen und besonderer Bestimmung ab. Tritt bei einem Zöglinge eine besondere Befähigung unperkennbar hervor, so soll der Vorstand der Anstalt nach Maßgabe der Mittel für eine bessere Ausbildung desselben sorgen. Die Eröffnung de.s Waisenhauses wird mit acht Knaben, deren Zahl jedoch später vergrößert'werden soll, am nächsten Sabbath Bereschith stattfinden. Wie sehr aber eine solche Anstalt in unserem Königreiche ein Bedürfniß ist,, beweist der Umstand, daß bis jetzt bereits 26 Anmeldungen eingegangen sind/ von denen fürs Erste mehr als zwei Dritttheile unberücksichtigt bleiben müssen. Rastatt,. Ende August. (Privatmitth.) Die hiesige lEinwohsterschafl beträgt ungefähr 12,000 Seelen, w.o.von dje Hälfte aus die Besatzung der Bundesfestung kommt; die israelitische Gemeinde besteht nur aus 15 Familien und befindet sich somit in d.er 40

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