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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-09-26 · Heft 40 (26.9.1859) · p. Seite 582

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 40 (26.9.1859)
Date
1859-09-26
Page
Seite 582 (sequence 8)
Language
German
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Kin-er lieb und v ertraub gemacht., DaK-Lesen des Hebräischen, die Uebersetzung vou Sprüchen-der hei? ligen Schrift und der Ritualgebete Mar selbst Dank einer;sehr glücklichen Methode! -- bei den.ganz jungen Kindern-über den sonstgewöhnlichen und nicht immer, nachhaltigen Mechanismus des Einlernens.weit hinausgerückt und zum Verständnisse des Satzbaues und der wichtigsten / Wortformen vorgedrungem Berichterstatter selbstnahm während - der mehrstündigen Prüfung Anlaß, sich durch eigens gestellte Fragen und Proben,, und Mar hei den fast längsten Kindern der Schule, von dieser erfreulichen Thatsache zu überzeugen. Schließlich darf nicht unerwähnt' bleiben, daß. Herr Rabbiner Dr. Schlenker diese schönen Ergebnisse seiner Schule, keineswegs etwa durch Zwang oder Strafen zu erkünsteln sucht. ES herrscht vielmehr zwischen. Lehrer und Zöglingen:dasliebenswürdige Verhältniß eines VaterS .zu den. Kindern in. Word und Thal. Wenn daher irgend etwas den, verehrungswürdigen Mayn in seinen. - außerordentlichen Mühen zu lohnen vermag, so.. wird; eS . dev Dank. und 'die. Liebe der Vielen sein, welche er auf. die mildeste und väterlichste Weise zu Kenntnissen und zu sittlich-religiösem. Leben im. Lause von mehr als zwei Ia h rz ehenden in hiesiger Gemeinde herangezogen und gebildet hat, Allerdings haben selbst auch die öffentlichen Organe des Schulwesens, der Magistrat der Stadt und dessen Schulcommission bei mehr als einem: Anlässe dem. verdienten Manne, unaufgefordert das Zeugniß ihrer Zufriedenheit und ihres VertrauM.s ausgesprochen; indessen schien es dem Berichterstatter, welcher,, wie schon gesagt, seiner Persönlichkeit, und sei-/ nem Stunde nach an den Hiesigen israelitischen Ge-, meindeverhältniffen keinen;- Antheil hat, eine Ehrenpflicht, auch in weitern Kreisen auf die Verdienste eines Mannes aufmerksam zu machen, welcher seinem vielseitigen Berufe in b.escheidener. Perborgen heit,, und mit nichts weniger als äußerlich sattsam belohntem! oder helohnbarem Eifer, sich Hingiebt. Es ist nicht, gewöhnlich und darum UM iso preis,würdiger, ..daß ein Mann, dessen^ gelehrte Ausbildung, wie Berichterstat^ ter wohl weißr,;.ihn zum-akabemifche-n Lehramte; hätten befähigen können,.-mit.solcher Ausdauer und- Ljebe den Unterricht, der KWen. und Kle.iil.sten -selbst besorgt-, während er zu gleicher Zeit die Obliegenheiten seines Rabbinates zu erfüllen hat Wd sie nicht minder treu und würdig erfüllt, W. R. Oldendmg, 14. SepWbev. (Pxivatmitth,)- Ge-. stery ist zum-ersteu Mqlei.Wf-.Mrupd.,.der,; NM» gesetzlichen - Bestimmungen- -/dM.jühLsche-MndeSgemei.nd.erath hier zusammengetreten.Die gesetzliche Regelung der Eultus- und Unterrichtsangelegenheit der Juden im hiesigen Herzogthume erfolgte im vorigen Jahre. Darnach besteht die jüdische ReligionSgenoffenschaft aus neun-Synagogengemeindenderen Vorsteher un- : ter der Leitung des Landrabbiners den LandeSgemein-; derath bilden, welcher die allgemeinen Angelegenheiten j zu besorgen hat. Im Uebrigen beruht die Regelung - auf dem Princip der. vollständigsten-Selbstverwaltung, nur beschränkt durch diejenige staatliche Aufsicht, welche durch. unabweisliche Rücksichten geboten - wird. Bühl (Baden)- 10. August. (Verspätet.) Zu den \ wichtigeren Mittheilungen der Allg^ Ztg. d.Judenth.; j gehören gewiß diejenigen, welche den Fortschritt im; Inneren constatiren. Dieser besteht; aber nichtbios j incher Verschönerung des CultuS, inder Hebung der! Schule und in der Ordnung des GemeindehauShal-, i tes, sondern auch und viel mehr darin, daß .die Begründer und Förderer solcher Fortschritte Anerkennung und Aufmunterung finden; w.rs den, wahren , moralischen Fortschritt bekundet. Einen solchen Act habe ich Ihnenheule von hier aus zu berichten, has Vergnügen. Der hiesige Vorsänger David Brandeis, ein - Mann der alten Schule und im. hohen Greisenalzer stehend, hat sich mit größter Selbstverläugnung und \ Hingebung der großen Bemühung unterzogen, welche j die seit einigen Jahren schon und namentlich zscil der? Aufnahmeeiner PhySharmonika bei dem hiesigen Got--! teSdienste eingeführte Ordnung und Vortragsweise f ihm auflegen; und da er überhaupt, allezeit sehr greu und dienstbeflissen war, so wurde sein jüngst gefeierf teS 25jährlges Dieystjubiläum. von der ganzen- Ge-? meinde mit Freuden begrüßt, und um ihm die allge- \ meine Theilnahme und Zufriedenheit . zu bezeugen,? witrde ihm ein schmier silberner Pokal und . ein . sol-/ \ cheS Besteck in feierlicher Versammlung-auß der israelitischen Gemeindestube überreicht^ wobei der BeziMrabbiner sehr -passend daxauf- -aufmerksam -machte, -wie l der Jubilar, welcher .auch ^Schächter ist-Mvchie-ger-^ | stige und -physische) Nahrung feiner;GemeiudF'Mit)glej-l e cher Hingebung gewirkt habe, und wie auf ErstereS ^de.r, Kelch, .auf Letzteres aber das, Besteck hiudeute. I Wie der überraschte Greis .gerührt war, wie. hier-

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