Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 39 (19.9.1859)
- Date
- 1859-09-19
- Page
- Seite 562 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3224737-3226147-3226187--18016-3246959- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
m ger jeder 20 Ngr., Bx e Sla u er.,^ Ec LedermaNM jeder 15. Ngr^ K r on e r, B., B e uth n e r-, R. M. ,S. achs, M.? Böhm jeder-10 - Ngr., >J.;B e,ck ie,r-S. freier IS jeder 5; Ngr., zusammen: :1L;LhlyzilO Ngr.. 7—- Gesammt--' summe: 2251 Thlr.. 5 Ngr. 9; , Frteranscher Wochenbericht. ' sMusikalisches j Magdeburg, im September. „Großer Chor, gedichtet von vr. Ludwig Philippson. Zur feierlichen Einweihung' des israelit. Tempels''eigens römponirt für Sopran , Alt,: Tenor und Baß? vowMnton K -n e i f e l, Inhaber einer öffentlichen Musikschule- ^Gesanglehrer an der israel. Normalhauptschule re. in.Pesth." Das in unserm „kl: ifraeti Gesangbuchs" (ohne: Melodie) abgedruckte, zur Einweihung der. Synagoge in Magdeburg gedichtete Lied tritt hier in einer würdigen Composition auf. Wir ersuchten einen sachkundigen Freund, uns ein wissenschaftliches Urtheil über diese Compofitionl zu geben. Hier folgt eö. . Die Auffassung des -Ganzen in, seinerkirchlichen Form, durch langsames Tempo und größtenteils lange Notenist der Erhabenheit des Gegenstandes vollkommen angemessen, und zeugt nicht nuw für, Studium des Textes, sondern — was Hier wohl am meisten wiegt — für Auffassung deS Bildes, das eine so seltene Feier notwendig Hervorbringen muß: -:T ■ 1 „Die Wahl der Tonart C-dur zum ersten Satze ist jedenfalls eine.glückliche zu nennen, denn sie . ist vielleicht mehr wie jede andere Tonart zum Ausdrucke des.' Erhabenen und Pathetischen geschickt. Überhaupt ist dieser Satz durch seine Steigerung in der Melodie, durch seine Harmonie, die.--- wenn auch mannigfaltig — sich doch in den Grenzen:der Tonart bewegt, so wie durch seine imitatorische Bearbeitung, vielleicht mit der schönste der ganzen Composition. Vorzugsweise möchte hier die Stelle: „Ihm bauten wir; ein Haus", wo die Oberstimmen ansangen, von besonders schöner Wirkung sein. Der zweite Vers enthält durch die Tonart As-dür eine etwas trübe Färbung, die sich durch. Modulationen, wie nach kis-dur und ves-woH. noch erhöhet. - Aber der Satz erhält durch die hinzugetretene Solostimme, die mit ihren langen, getragenen Tönen gleichsam über den Chorstimmen schwebt , einso eigenthümliches Colorit, daß er gewiß wicht ohne Nachhall, bei. den Zuhörern vorübergeht. % u 7,iPerstehej ich:>diesComposition .des dritten VirseSirecht, fOs!'ist-„-statt,-eines?. Rückschrittes zur Haupttonart 6--stur; die dunkle Tonart .ves?- äur? gewählt,; um - den Sinndes Textes: ,-Ein Haus fürmns, die wir m 1 Staube wohnen", noch bestimmter zu -charakterifirM: . Dies ist vollkommen gelungen. Desto -freudiger jauchzt das folgende C-dur auf, besonders bei den Worten:- „Ihm Lob und Preis?rc." > >0;- •. ::.rn;; p, tr -j:;; .0? : :L . „Die Composition des viertem Verses reihet sich dem Vorhergehenden! würdig an. Nur Einswill'ich hier noch hervorheben, den Ausdruck der Worte: 7,Da werde Recht rc.", wo das s in den Bässen, dann in den Oberstimmen so gewaltig zu uns. herüberklingt, als wäre eö ein Ruf von oben.' ■x/r..'.-,;'-.- j.::.; „Jedenfalls kann die ganze Composition bei guter Ausführung —- zu der jedoch nicht wenig gehört — ihre Wirkung nicht verfehlen^, wenn auch'gewünscht werden könnte^ daß der Hauptfchlüß nicht in k-, sondern in 6-dur geschehen wäre.' F. S eilner." ' Zeitungsnachrichten. Deutschland. Hamburgs im September. Der „N. Z." schreibt man von.hier: „Die neue H a u P t sy n a g o.g e der orthodoxen jüdischen Gemeinde in Hamburgdie am 22. d. eingeweiht werden soll, wird als ein architektonisches Meisterwerk betrachtet. Sie liegt auf den Kohlhöfen, nicht weit von dem neuen israelitischen Tempelist im maurischen Style erbaut und reich verziert. Die: Leitung des Baues hatte Herr Rosengarten, ein jüdischer talentvoller Architekt, der schon an dem Baue der Synagoge in Kassel Theil nahm, und nach dem großen Brande (Mai 1842) . nach Hamburg , kam, wo ihm einige Prachtbauten (unter Andern» der Bau deS Hauses des verst. Senators Jenisch) und der deS .Schröderstifts (Freiwohnungen :für achtbare verarmte christ-- liche Familien), übertragen wurde. .. Kassel, 6. September. (Zur Berichtigung.) In einer der früheren Nummern dieser Zeitung haben Sie, wenn ich nicht irre, bei der Nachricht von der Gründung eines jüdischen Seminars zu Berlin an Ihre Aufforderung im Jahre 1837 erinnert, und bei dieser Gelegenheit geäußert, daß damals außer dem Se-