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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-09-19 · Heft 39 (19.9.1859) · p. Seite 561

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 39 (19.9.1859)
Date
1859-09-19
Page
Seite 561 (sequence 3)
Language
German
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. nd; Die' Schrittes welche die Gesttzgebüng in der Zudenftatze bist jetzt * gethän ■ hat/ wären' zunächst netzakiver Art, indem/fie einigeder. drückendstes Ausnahmegesetze, i z. B. hinstchtlich. der Necrlltirung, UUfhob. -In positiver Hinsicht'sind 'neuerdings'Maßnahmen getroffen, welche, wenn sie nicht als bloße Versuche angesehen werden, in ihren Folgenfürdie gesaMmte Zudenheit sehr zweifelhafter Natur sind. Den jüdischen Kaüfleuten erster Gilde ist unter gewissen Umständen die Freizügigkeit, selbst nach den Hauptstädten des Reiches, verliehen worden.' >; Als ein erster Anlauf,/ als eine/ Einleitung -zu weiteren Schritten ist dies höchst dankbar aufzunehmen, da 'hiermit der Freizügigkeit derJuven - überhaupt,eine erste.Pforte geöffnet wird, Sollte dies aber ein dauernder Zustand bleiben, so würde es nicht ohne traukige Wirkungen, sein. Wenn, die reicheren, die den Verkehr belebenden,-Jndipidnen -von der Masse getrennt und..,entfernt werden,, so kann diese nur immer tiefer sinken, und ihre Armuth. und ihr Elend sich nur vergrößern. Den jüdischen Kausieuten erster Gilde ist ferner die Schulpsiichtigkeit auferlegt, ihre Kinder sollen die christlichen Schulen besuchen und hinsichtlich des Religionsunterrichts ist ihnen völlig fteie/Kasid^gegeheM En sich höchst löbliche Grundsätze. Aber wie die erstere in materieller Beziehung, so trennt und entfernt diese zweite Maßnahme die reicheren Juden auch in geistiger Beziehung von ihren Glaubensgenossen, und stellt sie weit über diese hinaus. Dies kann nur sehr nachtheilig auf die Masse zurückwirken, die jüdischen!: Schulen werden dadurch' mehrfach herabgesetzt, und die Ungebündenheit im Religionsunterrichte wird diesen letzterem zur völligen Vernachlässigung bringen. Welche Meinung man auch hinsichtlich der bürgerlichen Gleichstellung haben mag., so wird man doch immer zu dem Schluffe kommen:, soll der materielle- und geistige Zustand der russischen und polnischen Juden gehoben, soll das materielle und geistige Elend, in welches die Mehrheit derselben versunken ist, entfernt werden, so sind die beiden unumgänglichen Bedingungen — die Freizügigkeit im ganzen russischen Reiche und ein immer weiter entwickeltes Schulwesen für dieselben. So lange die fast zwei Millionen Juden in die engen.Grenzen einiger-wenigen Provinzen, in eine Anzahl Landstädte, die zumeist von ihnen fast allein bewohnt werdengebannt find, kann weder der .geistige/noch materielle Zustand derselben sich bessern, vielmehr ist vorauszusehen, daß, je. weiter die übrige Bevölkerung Rußlands vorschreitet, je mehrvon jetzt, ab namentlich ein gesunder und freier Bauernstand sich bilden wird, desto mehr wird diejüdische Bevölkerung zurückgehen. Eben so bedarf düs jüdische ^Schulwesen immerwährender Sorgfalt und -energischer Fötve'ttirig/ - Intensiv und extensiv muß es gestärkt, unterstützt, über die Uebergangsperiode hinweggebracht werdest. - Aus diesen beiden Momenten allein heraus kann die russische Judenheit gedeihen. Die-Erfahrung aller Länder spricht hierfür. Es war dies immer unsere Ansicht, und jeder einsichtsvolle Russe, den wir darüber, sprechen, {; bestärkt uns darin. Wir werden darauf zurückkommen. Die israetttische Kibel - Anstatt., S p e n den zur Herstellung und Verbreitung wohlfeilster hebräischer und deutsch-hebräischer Bibeln: die Israel. Gemeinde zu Bl ei chero de durch Vorsteher H. Frühberg 5 Thlr.; Pred. P. Neustadt in Colberg 10 Ngr.; Landau in Mohilew 5 Thlr.; P. W. Heymann in Kopenhagen 10 Thlr.; Religionslehrer I. Lesser in Braunsberg nach einem Vortrage ges., von sich selbst 5 Ngr., Wolfheim 1 Thlr., H. A. Jacoby 1 Thlr., N. Rdsenheim, M. Ia c o b Y jeder ^2 Thlr., A: Aris> H. B. Schumann, B. Schmidt jeder ^/s Thlr., D. C. 5 Ngr., W. Marcuse 5 Ngr., Litten in Heiligenbeil i/i Thlr., Rosenberg, Schnallen das. jeder */* Thlr., Holz in Frauenburg '/» Thlr., zsm. 6 Thlr,; Lehrer Blumenfeld in Essen*) nachträglich von vr. Hirschland das. ^2 Thlr,, von N. N. Thlr.; Hauptlehrer Eins heim er in B ühl (Baden) ges. von sich selbst 26 Kr., I. Bielefeld-1 Fl. 45 Kr., A. Massenbach 2 Fl., W. Massenbach; 1 Fl. 45 Kr., M. Edesheimer 1 Fl., Mar EdeSheimer 1 Fb, zsm. 4 Thlr. 16 Ngr.; nach gehaltenem Vortrage des Herrn Rabbiner Di*. Joel in Krot 0 sch in durch die Herren M. Hoff und H. Goldschmidt dort gesammelt: 27 Thlr.; Sigismund S. Abraham in Grüneberg (Schlesien) 2 Thlr.; Ignaz Löwinger, prakt. Arzt in Bänk (Ungarn) 22.Ngr.; der Vorstand der Synagogengemeinde -zu G l atz, vr. Schlesinger und 3. Forell ges. daselbst von: vr. Schlesinger, I. Forell^ ^M. Bruck, B. Brieger, .S. Forell, L. N. Sachs, S,.Großmann, P. Schlesinger, S. Krauß-/W^Sachs jeder 1 ThM, B. Joachim so hn, S. B achwalsky, L. Brieger, I. Ber-- *) In der Beilage' zu No. 37. steht im Verzeichniß unter Paris irrthümlich: „Ritter Hinzburg^ statt: „Ritter Ginzburg". 39*

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