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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-09-05 · Heft 37 (5.9.1859) · p. Seite 530

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 37 (5.9.1859)
Date
1859-09-05
Page
Seite 530 (sequence 4)
Language
German
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53K naturwissenschaftli.chen Werke sehr zu rühmen ist.Allerdings vermochte er: Ger, die vielfachen streitigen Punkte aus. der.Bibel -etwas. Entscheidendes . selten herbeizubringen; hingegen, hat. er das Verdienst, das Material aus dem Tqlmud, so weit es der allgemeinen wissenschaftlichen Welt^ zugänglich war, bedeutend bereichert und die 3nci* denzpunktp. ngchgewiefen zu. haben, worin sich mit den gegenwärtigen wissenschafüichen AnsichtenUebereinstimmungen wder Abweichungen finden., Wir hoffen auf eine baldige-Fortsetzung und Beendigung dieses tüchtigen Werkes. . M argdeb u rg, 24. August. Erwart ^iöö „A Choice of Pearls .embracing a collectiqn of the most genuine ethicah sentences;, -maxims, and salutary reflections, originally compiled from , th.e arabic, by the father of poets and renowned philosopher Rabbi Salomon Ibn Gabirol, and translated into hebrew by Rabbi Jehuda Ibn Tibbon, the hebrew text carefully revised and corrected by the aid of five Mss; Accompanied by a faithful englishtransjalion * , wilh explanatory no.tes. illustrative parallels, selected from aneient, medleval, and modern au- Ihprs. By the. ,Rev. R. H. A s c h e r. London 1859.“ Diese neue Ausgabe der Mibchar ha-Peninim. zeichnet sich durch die schönen und. großen Typen, namentlich deshebräischen Tertes, und durch die Sorgfalt aus, welche auf die ganze..Arbeit verwendetworden. Der Tert ist nach fünf guten Manuscripten. repidirt! und corrigirt, und die Varianten getreulich angegeben.. Die Uebersetzung,. die sich sehr gu.t,- lesen laßt, ist nach, derRditio princeps, (Sonciro 1.484) verfertigt und werthvolle Anmerkungen, welche Parallelstellen und analoge Sentenzen aus allen Literaturen beibringen, vervollständigen den Werth dieser Ausgabe. Der Herausgeber folgt der jetzt gangbaren Ansicht, daß diese treffliche Spruchsammlung von Gabirol herrühre. Für Diejenigen, welche das Werk nicht kennen, sei, bemerkt, daß es eine große Anzahl von Sentenzen über alle. Gegenstände der Moral, alle Momente des sittlichen Lebens,, in^ Capiteleingetheilt, enthält. — „Don Joseph 9!ast, Herzog von. Nar.os, seine Familie und zwei jüdische, Diplomaten seiner Zeit, Eine Biographie nach neuen Quellen dargestellt von vr. M. A. Levy. Breslau, 1859." Der Gegenstand dieser Monographie istin, der jüngsten Zeit, mehrfach, behandelt worden und unternahm es. Herr, vr., Hevi, das Bild , welches uns Cassel, Carmoly und Grätz von dem verkannten Don Joseph Nast^ stiye Ehre. wieder, herstellend, entworfen haben, nach neuen, oder nicht erschöpfende genug benutztm Quellen zu vervollständigen, wozu er.dann -einleitend ausführliche- Bemerkungen über. Mose Hamon und Rabbi. Salomo Nathan Aschkennst, als zwei jüdische- -Diplomaten derselben Zeit .einfügt. . Anmerkungen und - Belege, die noch viele interessante Notizen heranbringen^vervollständigen daö historische Gemälde, welches der Verfasser. .in scharf gezeichneten. Umrissen und. mit lebhaftem Colorit vor uns aufzustellen verstanden. - Magdeburg, 25. August. „traDiö. Sansinnim. Betrachtungen über die fünf Bücher Mösts nach .Ordnung der Mochenabschnitte. Ein Buch für -Schule, Haus und Tempel. Zur Verbreitung erhöhter Kunde und Würdigung des Judenthums, so wie zur Förderung religiöser Innigkeit und Begeisterung.. Von vr. A. Schmiedl, \ Rabbiner zu Proßnitz.. Prag, . 1859.1' Der Verfasser! giebt in einem sinnigen Gepichte die-Erklärung des Ti- I tels „Reiser", Reiser vom Gottesbaume,- der. auf Sinai i steht, der vor Abrahams. Zelte stand... Wir hätten aber dennoch einen andern Titel gewünscht., da dieses Wort, des Wohlklangs entbehrt. In dem Vorwort rühmt der. Verf. die wissenschaftlichen Fortschritte, welche die jü-! djfche Literatur seit vier Jahrzehenden gemacht, weist aber auf den Mangel von Volksschriften, die den Geist, der - Masse zu beleben und zu entzünden vermögen, .hin. Wir.! stimmen darin dem geschätzten College» vollständig bei, und haben überhaupt die Ansicht, daß viel eher zehn ge-, lehrte Schriften vermittelst einer tüchtigen Sprach- und Bücherkenntniß und einiges combinatorischen Talents verfaßt werden können, als eine gute Volksschrift, welche mit originellem Geiste, schöpferischer Kraft, tiefem Gefühle und Mächtigkeit der Sprache die Masse ergreifrund auf das Leben gestaltend einwirkt. Möchten daher unsere Gelehrten dies einsehen, einen geringeren Hochmuth auf ihre Bücherweisheit hegen, und mehr Beachtung den Bestrebungen auf Leben und Volk schenken. Wie viel; ist in der jüngsten Zeit über die jüdisch spanische/ Periode geschrieben und an ihren Dichtern und Philoso-. phen herumgearbeitet worden — und wie. wenig Werke haben wir aufzuzeigen, die den einflußreichen undtiefeingreifenden Produktionenjener Zeit an die Seite zu; setzen wären. Welche aber diese Ehre verdienen, werden-! sicherlich von jenen Literärhistorikern: ühex die.Achsel an-, gesehen, weil, sie aus schöpferischem Geiste--entsprungen find und nicht einen. Ballast gelehrter. Anmerkungen und Notizen wie auf einem Karren hinter sich her ziehen. Wir erkennen es daher als-ein Verdienst-des. Verfassers vor-

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