Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 33 (8.8.1859)
- Date
- 1859-08-08
- Page
- Seite 479 (sequence 11)
- Language
- German
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ten, damit ich dasselbe meinerseits Sr- Erellenz dem Minister des Aeußerp übergeben kann. Genehmigen Sie rc., unterzeichnet: Graf Mejan.". - Am 19. Mäxz antwvrteteunser- Präsident dem Herrn Consul folgendermaßen: > „Mein Herr, ich,...habe die Ehre, Ihnen folgende Aufschlüsse in Erwiderung der. Mittheilung/ die Sie mir auf Befehl IhrerNegierung haben zukommen lassenzu. übersenden: „Madame Levy, Mutter des besagten Kindes, ist in den ersten. Tagen des letzten Septembers gestorben; während , ihrer Krankheit wurde sie von Israeliten .gepflegf; sie. ist nach israelitischem Ritus auf dem.Mischen Kirchhofe beerdigt worden. .Vor ihrem Tode hatte sie den.Wunsch ausgesprochen, daß ihr damals 16 Monate altes Kind in das Haus der israelitischen Wittwen und Waisen ausgenommen Würste. Die Amme, die das Kind in ihrer, Obhut hatte, bat darauf, indem sie sich auf ihre Anhänglichkeit an dasselbe, berief, um die Erlaubniß, das Kind noch eine Woche, behalten zu dürfen, ehe sie dasselbe, dem besagten Hause übergäbe. Nachdem sie diese erhalten, hielt sie ihr Versprechen nicht, und. da ihr Aufenthalt unbekannt war, verging einige Zeit, ehe man auf die Spur deS Kindes gelangen konnte. Man vernahm endlich, daß die Amme daS Kind einer Dame Capdeville übergeben habe, indem sie ihr sagte, daß biefeö eine völlig verlassene Waise sei. MadamerCapdeville .traf darauf Anstalten, das Kind zu behalten und ließ eö in der katholischen Religion taufen.. Es ist Grund vorhanden, anzunehmen, daß diese., .würdige ^Dame nur aus reinem Kitleiden - fo hanstelw. unst nur glaubte, eine Pflicht zu erfüllen; denn obgleich. sie sich .geweigert hatte,. das Kind auf daßsterß^e. Ansuchen.unseres Comites wieder herauszugeben., -hast sie. es doch auf die dringenden Vorstellungen 'des Unterzeichneten gethan, indem sie ihr Bedauern-ausdrückte', sich in dieser peinlichen Lage zu befinden. Die besagte Waise ist in unsere Anstalt am 29. December d. I.. eingetreten; sie wird hier der Gegenstand, ganz besonderer Sorg sein. .Das hier.beigesügte. Exemplar der.Statuten dieser..Anstalt wird Ihnen einen Begriff von deren Charakter und Zweck, gehen, : . u-, st ^Jndem. ich^ Ahnen diese Details mit.theileexlqu-- hen Sie.: mtz,,. Jhnerst - Herr Consul., auszusprechen,. W ^st^U^hierländischen. Israeliten- -zu:. hMr^M-. friedigung gereicht, -die prompte .Intervention.. Ihrer Regierung - in meinem der. italienischen. Moxtara-Angelegenheit so ähnlichen Fälle, zu,-, bestätigen - / bei welcher, letzteren, -den Eltern des Knaben - sich. nicht die geringste Aussicht , auf Wiedererstattung: eröffnet^ Dies ist das herrliche Beispiel einer.. aufgeklärten Regierung einer. großen- Nation, welche die; Klagen ihrer geringsten Kinder exhört, und ihnen das Recht, Gott nach den Vorschriften ihres eigenen Gewissens anzubeten, zuerkennt, Ich bin überzeugt, - .daß diese Handlung von Seiten, der Israeliten die innigsten -Gebete für das Gedeihen Frank^- reichs Hervorrufen wird, so wie: den; Ausdruck! der wohlgeneigtesten Gefühle - für Sie/ mein Herr Consul, dem ich. die Ehre habe zu-. sein rc. > - unterzeichnet: M.:M. Simpson." - Correfpovdenz. Dubnitz, Trentsiner Comitat, im Juli. ' st Jüdisches Schulwesen, in Ungarn, st. . Als vor bereits .5 Jahren Se. Maj. der Kaiser eine gänzliche Umgestaltung der Elementarschulen, der ganzen Monarchie, also auch Ungarns-anyrdnete,: gewährte dies, jedem wohlgesinnten ungarischen Juden die größte Freude, daß diese Maßregel auch , für die, israelitischen Anstalten Geltung, hatten. - Denn wenn.auch leider das - Volksschülwesen, allen Kronländern darniederlag, wenn--dies in? höherem Maße in Ungarn .der: Fall war /so boten, doch dem erhebenden-Beispiele Deutschlands gegenüber: die. jüdischen Schulen^ einen noch trauriger« Anblick. Unter den vielen Ursachen für -den Verfall: -derselben; kann j die mangelhafte Vorbildung der - Lehrer - -als die wesentlichste! angesprochen werden. -Mit Ausnahme einiger bedeutenden Gemeinden, wie Ofen, Preßburg, St. Miklos-Neüstadtl und - einigerandern wurden mit-jedem Jahre neue Lehrer, angestellt, wegen - unzureichender, Leistungen wieder entlassen und. durch andere ersetzt, umufo/das Spiel ttow v orn . wieder- - zu beginnen.. - Diese? schwankende^ - Existenz, die-- dM- Lehrerchevorstand^: hoch^mehr aber der Mangel, au -Lehrerbildungsanstalten. in:- unserem Kronlande, - machten,/daß-.dasLehxqmL'- meist in-die Hände unfähiger Per-.- sonen kam; gchildeje Individuen: suchten: einen-.-andern. Be-! ruf;- so.-mußte^d.qs Schulwesen verkommen.^ -Der Unter«. 33**,