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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-08-08 · Heft 33 (8.8.1859) · p. Seite 478

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 33 (8.8.1859)
Date
1859-08-08
Page
Seite 478 (sequence 10)
Language
German
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men zur Thür chiüaüs. - Bei dem Stätthalter ist darauf eind'BeschMeMe /erhöben Worden; man verlangt läult^Desträsung 'dieser Ungebührlichkeiti —-'- ■r>Das 'Prvckama in der Tiesenhausen -Guttmann'- Mn Buöd ist nunmehr bereits weggenommen worden. ' Vor Kürzet üb^atzm der Baüske'sche Kaufmann Behr Herzfeld Vur der Riga - Dünabürger Eisenbahn eine kleine Strecke ErdÜrbeit im Rigäer Meise/ wozu er jüdische ÄÄciter verwandte/ bis endlich' neuerdings den- Landleuten - das Veto - des Ordnungsgerichts eröffnet und eingeschärft würde, bei' 50 Rubel Pön irgend einem Juden welchen Aufenthalt zu veistätten/^ deMzufolgesäMMtliche Ebräer aus dem liefländischen Gebiete verjagt wurden/ ^Herzfeld wandte ^stch Hierauf an Se. Durchlaucht den Herrn Generalgouverneur' von' Lief-, Esthünd/Kürlantz Mit dem Petitum um die Licenz, seine Arbeit' 'im Riga'schen Bezirke durch Juden verrichten lasten zu dürfen, welches ihm aüch/hüldreichst'erlaubt wurde.'^ Zahllos sind die Benesizien/ womit' UNS' ' dieser' Chef der'Ostseeprovinzen, Fürst'Jtalsiiski^ Grast Suworow^ Rimniks ki/ seit' seinem - Amtsantritte überhäuft hat, die in der Brüst 'eines - jeglichen Israeliten dieser Provinzen ' ihm ein unvergängliches Denkmal errichtend " .-.v! Nordamerika. su ' 9tetö0tleäii$l irri; Jüll/l (Nach den ÄrchJ isr. de Fr.);: Es scheint^ als wenn' in vielen Dingen die'neue Welt der Gegensatz zur alten sei. Amerika hat auch seine Mdrtara-Geschichte gehabt;:aber eine Mortara- Geschichte im' Entgegengesetzten Sinne, das heißt, in wWer eist Jeher'steine Schüldigkeit gethan,' und wodie Gerechtigkeit gesiegt hat. Die öffentliche Presse hat' darüber einige Worte - gesagt: man weiß/ daß das' besagte Kind Alice Levy heißt, und daß der Ort'des Geschehnisses New - Orleans ist; aber sie hat lange nrchd gcüug gesagt^ uüd wir wollen in die Details einer' Begebenheit eingehen, deren Losung eben so befriedigend für das Gewissenst alst ehrend für die/Get fützlbstder' ^parteilichen FreistnNlgkeit /ist) ' welche die frastzösischdRegierung in Oezüst nüf äste ReligwNst Parteien beseitest) die Rölle^ die sie'in dieser/Angeke^ genheii gespielt/ wird den Werth ' der folgenden Mit-' theiküngeN' ins Licht stellen; wir entlehnen diese der Rede 'des Präsidenten „her / Gefellschass für israelitische Mttwen stnst WÜlsin^New-Orleans"/ Rede," die bei der jährlichen' Sitzung dieser HsW i schaft gesprochen worden: Ich kann", sagie' der Hi renwerthd' Berichterstatter/ Herr' Bloch, „diesen^ Be-! richt nicht schließen, ohne Ihnen von einer Angelegenheit zu sprechen, die sich ünsirer 'schrecklichen Epss - demie' voy 1858 anreiht/ und welche folgende" Correspondenz Ihnen schildern wird.- Das schleunige ^Handeln der französischen'Negierung,' um nnem sei- . ner geringsten Staatsbürger'Gerechtigkeit widerfahrest l zu lasten, zeugt von einem weisen, unsercr'/Civilistr- -tion würdigen Geiste. Zwischen dieser und'der Mort tära-Angelegenheit liegt em greifbarer Contrast. „Am 16^ März 1859 'richtete der Herr Graf Me-' jon, französischer'Consül hier, folgenden Brief an üst-'?sere Gesellschaft: ' . r-; ] ,^Herr Präsident! Se. Ercell. der Herr Minister!des Auswärtigen Sr/ Majestät des Kaisers'Rap.pt leon hat mir die Ehre erwiesen, mir vom N Wkuar j zu schreiben, um meine Aufmerksamkeit"äüf/dss Änge-! legenheiten einer jüngen Wäise, AliceLevy/ /einest TöW ter französischer Ettern, zu richten, die bei einer barmher- \ zigen Dame in Ihrer Stadt ünstrgebrNchtlvördestist, um; durch sie in der katholischen ReligiosterzstgerW werdet,' j entgegen dem letzten Willen ihrer Mutter, die auf ihrem j Sterbebette den Wunsch ausgesprochen, daß ihr Kind! in der jüdischen Religion gleich ihren Eltern erzogen | werde. Dieser - Mitteilung; waren mehrere Papiere \ beigefügt , unter Anderm auch ein 'Bries der Großmutter dieses Kindes, der Wittwe Mayer' Lichtenberg , geborene Levy , welcher constätirte, daß mstw sich geweigert habe, dieses Kind der „israelitisches /HülfSgesellschast von New-OrteäNs"' zu' übergeben^ - unter dem Vorwände, daß es schon getauft worden , sei. Se. Ercellenz der -Herr Graf Walewsky hak mich beauftragt, meinen -Einfluß 'anzuwenden und' wenn es nöthig, durch die gesetzlichen Mittel einzuschreiten, um den Willen der verstörbeüenen MstdaüM Levy ausfllhren zu lassen.'0 Rach den Erkustdigungen, die ich eingezogen, ist wein Dazwischentretest weniger nothwendig, weil das Kind nach einigen Formalitäten der ,/israelitischen Gesellschaft'"" wirst übergeben Morden'ftint Nichts deststchemgedfühle' ich^ Mich noch nicht 'vollständig bessiedrgtst ich'glaube nichts Besseres 1 thüst zu können, als1 - Mich " äst Sie als ^Presidenten 'dest israelitischen Gemeinde ünd'ches WaWhäüses'zü''winden, indem ich^Sie'ersuch^ mich' von dem'Resultate Ihrer Istterventiön ^zü unterricht

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