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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-08-08 · Heft 33 (8.8.1859) · p. Seite 473

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 33 (8.8.1859)
Date
1859-08-08
Page
Seite 473 (sequence 5)
Language
German
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u. dgl. u. dgl. stillschweigend und l gänzlich - Übergantzen werden.— Das ganze 4. Buch -Moses nimmt hier kaum 7 Seiten-Raum ein!! Zu welch einem winzigen Zwerglein wird da die riesenhafte Gestalt eines Simson zusammengeschrumpft! Ueberhaupt steht man, daß der Verfasser mehr den ejngestreuren Sittenlehren, Bibelsprüchen, Psalmen und 'Pröphetenstellen "Aufmerksämkeit' gewidmet hat, als den eigentlichen bibljschen ,Erzählungen, die selten vollständig därgestellt werden — und, eben deshalb ist das,Buch für die Volksschule)' Wh öhn^htn) ein brso'nderesWligionsbuch gesetzlich' eingeführt1 ist,/ abgesehen von Shrache und Styl , sehr wenig geeignet' und kaum brauchbar. ':i- Rabb. D. Oppenheim. Gäyä, im Juni. In dem dritten Bande „beschichte des Jüdenthums" vyn' Herrn vr. Jost verweist mich der hochgetehrte Herr Verfasser bezüglich meiner Bemerkung in der Ztg/' d. Jud. No. 10., daß er das' diametrale Gegentheil von der Mischna R. H^ 29. über Jamnia sagt, auf die Cornmentare und den Talmud. Obgleich ich es nimmer gewagt hatte, mit dieser meiner, wenn auch, wie Herr Dr. Jost sagt , in den Wohlwollendsten Ausdrücken eingewickelten Rüge an die Oessentlichkeit zu treten, ohne den Gegenstand früher genau zu prüfen , so.habe ich es dennoch nicht unterlassen, Talmud und Commentar noch einmal aufzuschlagen und zu prüfen, doch ich habe nicht Einen, sage dicht Einen Commentar gefunden, dessen Auslegung zu der Behauptung führte, daß Jamnia, oder nach R. Elieser jeder Ort, wo ein Gericht tagte, mit Jerusalem gleichgestellt wurde, so daß man an allen Orten rundum^ das Horn blasendurste , so weit man' den Drittelpunkt schauen und den Hörnrrschall vernehmen, ,und von denen man ohne Hinderniß an demselben Tage dahin wandern konnte. Es müßte das wahrlich ein sonderbarer. Commentar sein , -der das Gegentheil, wir sagen es wieder, das diametrale Gegentheil von dem commentirte, was die , Mischna beim ersten und zweiten Blicke in dieselbe so unzweideutig und klar lehrt. Und was sagt der Talmud? n&tt w dieser Wi ijl eine Andeutung, daß Jamnia, oder auch jeder Ort einer gesetzgebenden Versammlung,, noch in einer Art Jerusalem nachstand, und zwar dadurch , daß man in jenem Orte nicht einmal im g a n«* zen Orte, sondern nur in der nächsten Nähe des Gerichtes <2 ■bDb blasen durfte. Um über diesen Gegenstand vollkommen ins Reine zu kommen, ersuche ach Herrn vr. i Jost, den Rambam vom Posaunenblasen Abschn^ 2,, 8. 9. i zu lesen. xi tvrüv p.r-i W bb Nb« ‘ttbn irb'öVT’; drbi: 'räi bÄ hNT-i b^b^i^ nnrin fcns-nyibp'b'S *0 «Kra/bipn!b=>/r&'b^hb' Vit« drbsr'i'-pir, v>&» 'ihr .nd»2f‘ib »i^pin yW -ibb ymbbB '•Di 'st^bb'b'inL ib Hat' die Halhcha auch Commentar und Talmud übersehen? Die Schildträger Mäitnum's) Weisen aufR. H. 29. hin, Und'treten für mich in" die Schranken. — Nicht als unwürdig erscheint der größte : Gelehrtes dem ein Jrrthum nachgirwiefen wird; irren ist unser Aller Loos; aber die Wahrheit ännehmen, wo und wie sie geboten wird, ist die erste Pflicht; die 'Erfüllung dieser Pflicht ehrt und ziert den großen-Mann eben fo wie seine Gelehrsamkeit. r:( *'• L v v:;:u tzr. M. D U sch a k , ,i,;: Bez. - Rabbiner. ' Gaya, im Juni: Vor uns liegt .Meestolst Mseiinsim, Tanz der Lager", von Herrn David Sered, Rab^ binen zu Pöfing (Preßburg, 'Ellinger 1859), welches sich' zur Aufgabe macht/ den Neuerungen im Cultüs und Tempel entgegenzu treten.' Die Gegenstände, welche darin besprochen und perhorrescirt werdest', sind: Almemor beim Aron hakodesch, - Trauungen im Tempel, Choralgesang, das Käppchen mit 4 Ecken, das Aufrufen ^ur Thota ohne Namen. Zu spät! mindestens um ein Decenmum zu spät! Der Tanz ist zu Endel Die dogmatisch sein sollenden , Gründe/ die der Verft änführt, hat der größte und mach-/ ' tigste Reförmätor,' die Zeit, so 'entkräftet' und entwaffnet, f daß ftc7 nicht mehr in eine Wagschäle geletzt werden köNn- I teil. - Und' die 'SymMik) welche'^n diesen Blättern i>ie! Hauptrolle spielt, zeigt uns uür, welcheinen weitest und ' breiten Mantel fie hat. Darum herrscht auch so wenig ) Disciplin und Einttacht im Lager. Der Symboliker, was! die deutsche- Symbolik (im Jeschurun von Hirsch) Weiß i nennt, nennt die pöfinger Symbolik schwärz, Finsterniß ist'dieser, was jener Licht. Die deutsche Symbolik verschmäht-die Trauung in der Synagoge mit Käppchen, Bäffchen und Talar nicht) die pöstnger Systrbolik ver-;pönt sie/ Die Herren kämpfen mit den Waffen der ShMfb'oli'k-hegest-alles-SchöntÜnd'Mtzliche)'gegen alles Zweckmäßige'-und'^ dsts - rrligiöse^Lebm Fördernde,' weil 'es in den iMttsin unftret nichtjüdischewBküder 'auch äntzetroffeN wird) jrmV-sind, 'indem ste' die'Zählensymbölik Mlestl^ffen, be-?wußt öder'unbewußt jüdische — Pythagoräer. Die deutsche \ Symbolik sagt:' Sieben' fst das Unjlchth^re, vdn "dem alle EMmitstißü ausgeh^! 'ri’** "Ä vs'H H "G dtt

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