Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 32 (1.8.1859)
- Date
- 1859-08-01
- Page
- Seite 458 (sequence 4)
- Language
- German
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488 ninWt^voN-chem Vornamen;des 76jährigen Greises .Gelegenheit, ihn - hinsichtlich seines Frömmigkeit und Tugenden mit dem Gottesmann Moses zu vergleichen/ rund versteht es hierbeidennoch r ■ die Grenzlinie inne - zu halten/ und in diesem Lobe' für. die zahlreichen Leidtragenden den innigsten Trost zu. wecken, „Gedächtnißrede zu Ehren des am 2.! Jänner- 118KS:-'verewigten.. Hmm>-O,berxatheS Herrmann Massen buch' zu Bühl, von Leopold SchottBezirks-Rabbiner daselbst. Karlsruhe 1859." (8s/ wax ein durch, seine-Bürgertugenden, wie als Vorsteher her Gemeinde durch ein ganzes Vierteljahrhundert ausgezeichneter Mann ,, den hier der. Redner feiert und betrauert, zu seiner Nacheiferung auffordert und ihn durch den festen Glauben,an die: Fortdauer, des Geistes von den Seinen.geehrt haben will. — Kaum vierzehn Tage später/stand -derselbe Redner am Grabe seines eigenen Vaters/ der im. 85sten.Lebensjahre,. mit Hinterlassung von 48 lebenden Nachkommen, worunter 20 Urenkel/ ausgezeichnet durch die edelsten Eigenschaften, durch die aufrichtigste Liebe zu seiner Religion und aller wahren Geistesbildung, als, auch durch den tadellosesten Lebenswandel verstorben. Während der Sohlt die Personalien des Verewigten vortrug, hielt Herr Rabbiner B. Millstätter die-eigentlicheGedächtnißrede. „Rede, .gehalten nach der Beerdigung desseligen Ahron Schott von Randegg am 17. Januar. .1859 in. der Synagoge zu. Bühl von B: Mil Ist ä tt er, Stadt - und Bezirksrabbiner in Karlsruhe, nebst den Personalien des Verewigten, verfaßt von dessen Sohne, Leopold Schqtt, Conferenz- und Bezirksrabbiner in Bühl. Karlsruhe 1859." Anknüpfend an den Vornamen des. Verstorbenen, wendet der Redner auf ihn die Morte des Propheten Maleachi 2, 6. in sehr passender und finniger Weise an, und nachdem er den sanften Tod desselben, der: vor seinem letzten Momente alle Seinen: nach einander zu .seinem Sterbelagerrief, um fie zu segnen, geschildert, den besten Segen in dem Beispiele des Verklärten feiert.— Von diesem Redner haben wir denn auch: „Rede, Personalien und Gebete, gesprochen'am Grabe des seligen Herrn Oberraths und Hospitalarztes Br. 3sak Hoch st ä d t e ram 1.4. Februar .1858, von B. M i l l st ä t-t e r, Stadt - und Bezirks-Rabbiner in Karlsruhe. Karlsruhe 1858." Der Verstorbene war. eben so sehr edler, menschenfreundlicher Arzt, wie eifriger Glaubensgenosse, der hebräischen Sprache, iysonders des Bibelwortes/kundig, und treuer.Freund. Der Redner wendet etwas gezwungen die Anfangsworte per: Sidra (2 B.M. 25, 2.) auf das offene: und edle Herz des Verstorbenen aN// und feiert die Art> wie dieser dasselbe in allen feineü Lebensverhältniffen belhätigte.—^Wir kommen zu einigen Predigten bei >S y n a zog e n we.ih,e n. - „Predigt zur Synagogen-Einweihung in Stadthagen,/.gehalten'am 2t. Jjar 5618 (5: Mai 1858) von vr. Joel, Rabbiner. Hannover." Diese Predigt ist jedenfalls bas Zeugniß eines hochbegabten Redners; die: Sprache ist gehoben/ innig und kräftig,; ohne irgendwie in Schwulst auszulaüfen, die Gedanken, bedeutend. und tief, das Ganze logisch -und erschöpfend: Demungeachtet möchten wir den-Redner nach der hier vorliegenden: Probe für keinen populären halten, der das Herz des Volkes zu ergreifen: und hinzureißen versteht: Dazu hat er seinen Gegenstand zu tief aufgefaßt und der Charakter seiner Rede befaßt mehr daS Erhabene, als dasdas menschliche Gemüth Erschütternde: Cr behandelt die drei Gottesstimmen; in der Natur/' in - der Geschichte des Menschengeschlechts, und»in der- Offenbarung:-des.: Glaubens, fragt aus jedem dieser drei Momente, warum ein Gotteshaus nothwendig sei? -und daß nur innerhalb des Gotteshauses auch jene drei Stimmen als wahre /Gottesstimmenvernommen wdrden, mit einem Morte, daß es auf die richtige Auffassung und daS wahre Verständniß ankommt, um jene Stimmen zu Heidnischen oder, zu Gottesstimmen zu machen. .Daß hierbei die Naturforscher, Geschichtsschreiber und' Philosophen etwas schlechtwegkommen, und: daß es doch räthlicher gewesen, die Vielen von ihnen , welche/in: der Natur/ Geschichte und Forschung den Glauben an Gott: gefunden und bekräftigt haben, zu erwähnen, wollen wir nicht un^ bemerkt lassen. —„Dedication Sermqndelivered at the opening of. the . New Synagogüe Nefdtzoth; Jehudah of N e w .0 r 1 e a n s, on Wednesday, Nissan 7. “April 1, 5617, by James K.: Gutheim. Philadelphia 5617.“ ,/The Synagogüe and the Covenant, two sermons; the first delivered at the dedication of the New Synagogüe, Shani garai Shamayim, of Mobile, Alabama, on Friday, SeeVan 1, 5618, A. M. (Mai 14, 1858); The second,; on the Sabbath following. By Rev. James KJ Gutheim. Mobile 1858.“ Diese drei Reden. deS in großer Achtung stehenden Geistlichen: der Gemeinde, „die Zerstreuten Juda's" in New- Orleanszeichnen: fich durch - eine männliche Beredtfamkeit, durch die Einfachheit und? den Nachdruck des Wortes und die! Entschiedenheit und Gediegenheit des Inhalts aus. Die englische Kanzelberedtsamkeit entbehrt vieler Vorzüge-, deren stch die deutsche erfreut, und steht dieser in eben dem Maße nach , als die welti liche Eloquenz: der Engländer und die. Redebegabung des