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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-08-01 · Heft 32 (1.8.1859) · p. Seite 457

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 32 (1.8.1859)
Date
1859-08-01
Page
Seite 457 (sequence 3)
Language
German
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457 Sittlichkeit, zu machen , dies als einen unerschütterlichen Grundsatz des---Völkerrechts festzustellen — ist der Beruf der-Religion, ist der höchste Beruf aller Religion, und wenn sie diesem Werke obliegt Tag und Macht, und ihr dieses Ziel zu erreichen gelingt— wird sie sich unendliches Verdienst um die Menschheit erworben haben. 3a, nach dem Maße, daß eine: Religion , daß eine Kirche es sich angelegen sein-ließedahin' zu wirken, würde der währe Werth einer solchen sich bemessen lassen... Natürlich mei-- neu wir nicht das heuchlerische. Spiel ,- mit Worten den Frieden -zu lehren,. undin der That Zwietracht unter den Menschen, anzufachen und zu schüren — sondern die Lehre und die/Uebung mit Wort und That, mit ganzem Herzen-und.-ganzer^Rechten, mit allem Vermögen und allem Einflüsse! . . .- Der Beichtstuhl und die Seelsorge der Herrscherdie Lehrstühle und -Kanzeln der Völkerdie Werkstätten - der« Handwerker, - die Säle der Fabrikatbeiter müssen don . dieser Lehre.widerhallen, bis die Menschheit gar nichts - Anderes -weiß. - Wohlan! das Faustrecht der Völker muß überwunden werden, wie-einst das Faustrecht der Einzelnen! ' Die israeUtlsche Dibel-Anstalt. - Spenden zur Stereotypirung hebräischer und hebr> deutscher-Bibeln: D. V. in R a a b 3 G. B. N.; B. Saalfeld in Stettin 1 Thlr., S. 3 .Saalfeld das. 1 Thlr^;.Rabbiner/Herz in Je b en h ausen von sich selbst 1 Fl., von der 'np sn das. 2 Thlr., "n 2 Thlr., nn i'n 2 Thlr., J. Einftein, Vorsteher das. 2 Fl., S. Einstern . 1 Fl - A..Gutmann -u. Co. 5 Fl. 15 Kr.; 3.: Kaufmann in Göppingen:2 Thlr., Mar Kaufmann dasi 2 Thlr., D: Rosenthal das. 2 Thlr., zsm. 17- Thlr.> 181/« Ngr.; Lehrer Blumenthal in Deutz a. Rh^ von sich selbst (vorläufig) 20 Ngr., - der Gemeindekaffe 2 Thlr., Vorsteher Dülken 1 Thlr., H. Salomon 10 Ngr., Lehrer Löb in Cöln 10 Ngr., zsm. 4-Thlr. 10 Ngr.; M.---öll m an»,. Oekonom in Friedenau bei Neüwedel. 4.Thlr., W. Frank, Oekonom das: 1 -Thlr.; S/uApolantjn Neuwedel 1 Thlr., C. CaSparius dass 4 Thlr.,--Fräulein .3oHanne Philippson dass; 1 Thlr.; A. Lbwp in Eidlitz 1 Thlr.; MayerI. Hirsch in. :F rsse db er g- - (Wetterau) 3. Thlr.; Bezirksrabbiner D: L.-Strasfer in Szarvas: von ihm selbst 2 G., Lehrer-Wilh. Kaiser .1 G.- Lehrer Mor. Hungerleider 1 G- Leopo Cngel MM., Adolf- Deutsch 1 G., Gebrüder Grün 1 G., Wilh. Hungerleider 1 G. 5 Kr., 3uliuS Berger 1 G., nm'h2 G. 10 Kr., 3osef Schlichter I G., zsm. 13 G. 15 Kr.; aus der Gemeinde Gyoma: RabbinatSverwefer H. Geller Vr G., Lehrer IonaS Klauber 1 G., Rentmeister A. G. Schüler 3 G., Sam. Grüm 2 G, Fräul. Bertha Klein 2 G., Jacob Lichtenstein 2 G., 3oftf Braun 2 G., Albert Roth 1 G., Leop. Diemant 1 G.- Avolf Kohn 1 G. 5 Kr., Jacob Tescher */* ©., Simon Kner 55 Kr., Moritz Trafikant ^2 G., von andern ungenannten Individuen I G. 26 Kr., Summa 18 G. 36 Kr.; auS der Gemeinde Endröd: Lazar Klaus 7 G., MatyaS Klaus IG. 24 Kr., S. Kohn I G., D. Groß 2 G., Summa 11 G. 24 Kr.; aus der Gemeinde Sss A n d r a S: Lehrer 3. FantuS 1 G. 5 Kr., Gehülfe PH. Engelsmann ^2 G., Rudolf Hacker 1 G., 3sac Hoffer 1 G., Samuel Lustig 1 G., zwei Ungenannte >70 Kr.- Summa 5 G. 25 Kr., Hauptsumme 48 G.« 32 Thlr^ — Gesammtsumme: 1778 Thlr. 2 Ngr. Literarischer Wochenbericht. Magdeburg, im 3uli. Von einzelnen Predigten, die uns vorliegen, heben wir zuerst vier Trauerreden hervor, die fämmtlich auS einem Lande uns zugekommen und den Verlust höchst achtbarer und hochbetagter Männer besprechen. Es ist ein Eigenthümliches um eine Grab¬ oder Gedächtnißrede. Unter keinerlei Umständen findet der Redner ein so geneigtes und von.selbst in gehobener Stimmungsich befindendes Auditorium; der Gegenstand ist bedeutsam, ja erschütternd an sich; und dennoch., gehört die Grabrede zu den schwierigsten Aufgaben. Von der einen Seite darf des Pathetischen und Sentimentalen nicht zu viel geschehen, von der andern würde eine bloße Beschäftigung des Verstandes durch eine fernerliegende Demonstration keine Anziehungskraft üben; eS darf nicht deS Lobes, zu viel gegeben werden, weil sonst die Hörer die Absicht gewahren , und doch scheut man den Tadel, der an: dieser Stelle Jedweden verletzt; endlich ist der Gegenstand ziemlich begrenztda Vergänglichkeit des 3rvischen und Unsterblichkeit der Seele in allen Grabreden den wesentlichen Inhalt bilden müssen. Wir freuen unS daher um so mehrden vier Grabreden das Lob wahrhaft würdiger und angemessener! Aussprache extheilen zu können. „Rede bei. .der Beerdigung des seligen Moses Na uen von Mannheim, gehalten am 3. April 1859 von M. P r ag e r y> Stadtrabbiner. - Mannheim 1859." Der Redner 32*

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