Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 31 (25.7.1859)
- Date
- 1859-07-25
- Page
- Seite 443 (sequence 3)
- Language
- German
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4*3 den Vortrag, des Vorbeters und die, Haltung: der. Gemeinde. 4Nan drang hinsichtlich deA Ersteren auf die Entfernung aller.Husschreitungen, Schnörkeleien. - und Figurationen/ so wie vieler mißbräuchlichen Melodien, die sich eingeschlichen und. noch immer eingeschmuggelt wurden, also auf Verein fachuM und Angemessenheit: Hingegen ist. nirgends das Verlangen, hervorgetreten, den Vortrag des Vorbeters aller, musikalischen, Färbung zu entäußern und zu einem bloßen Declamatorium. zu machen. Zn größerer Verlegenheit war man, bei der Frage, was mit der Gemeinde zu beginnen? Zunächst-wurde der Versuch gemacht,, die Gemeinde zu stillem- Gebete zu veranlassen, und dir nothwendigen Response» durch Chorgesang zu ersetzen. So ist. es denn auch bis jetzt in den meisten größeren Synagogen geworden:-die Gemeinde betet nur still mit, der Vorbeter erhebt an den bekannten Stellen seine Stimme in einfacher Weise und Melodie und die Responfen geschehen durch vierstimmigen Chorgesang. Allein hieraus entspringt sowohl eine - Veränderung desganzen Charakters unseres Gottesdienstes, indem an die Stelle aller Einzelnen wieder, eine Repräsentation der Gesammtheit eintritt, wie bei den-Levitenchören des Tempels, als auch der große Nachtheil, daß , die!Gemeinde, zu gänzlichem, oder fast gänzlichem Stillschweigen verurtheilt ist, was bei. einem Gottesdienste von mehreren Stunden sehr lästig fällt und dem Bedürfniß des jetzigen Menschen durchaus widerspricht, der gerade durch den lauten Ausdruck seiner Gefühle seinen zerstreMn Geist, sammelt und bestimmte Empfindungen weckt und unterhält, Hierzu kommt, daß nurdie größten, Gemeinden einen irgend genügenden vierstimmigen Chorgesang zu erhalten die Mittel und Kräfte besitzen. Man. schlug daher, im^Gegentheil vor, an die Stelle des Chores die Gemeinde selbsttreten und die Responsen als einstimmigen Gesang, vortragen, zu lassen.. Dies entsprach allerdings, den Forderungen unseres Gottesdienstes mehr- Die. Gemeinde war.. wieder betheiligt. und. jeder Einzelne in seinem Rechte. Aber es ergab sich bald , daß, dieses unisono der Gemeinde überhaupt nur für sehr kleine. Sätze und in sehr kleinen Gemeinden so lange möglich sei, als nicht Oxgel oder irgend ein. begleitendes Instrument eingeführt werde. Denn ohne ein solches, das die Melodie trägt und die Gemeinde zwingt, sich ihm anzuschließen, kommt eine.jede größere Gemeinde schnell, in Verwirrung, jeder Minzesne,. beginnt in, einem andern, Zeitpunkte und Tone,,rmdspie ganze Melodie degenerirt alsbald im Munde des Volsch.;-; Außerdem Ann-stch die?Zahl solcher von.der MÜMyMÄojvienMyr ayfMe kleine Keschränkey: Dies ist die gegenwärtige Lage noch immer, und das Resultat der bisherigen Bemühungen ist nichts weiter, alS daß man sich über-die Sache klar.geworden: entweder das wüste Durcheinander der Gemeinde wie bisher, oder Chorgesang-mit völligem Stillschweigen der Gemeinde, oder Gemeindegesang mit Orgel oder anderer Znstrumentirung. Die israelitische Dibel-Anstalt. Speuden zur Stereotypirung hebräischer und hebr.- : deutscher Bibeln: Rabb: Dr. A. Wiener in Oppeln nach einer Ansprache desselben, von ihm selbst 2 Thlr., I. Münzer 2 Thlr., M. u. S. Friedländer 2 Thlr-./ B. 1 Thlr., B. Va Thlr., Kessler 1 Thlr., H. Bringsheim 2 Thlr., H- Wartend erg 1 Thlr., S. Zuliusberg 1 Thlr., Blumenfeld 1 Thlr., 3. R. % Thlr./ M. Freund */» Thlr., A. Deutsch ^4Thlr., S, Frankel V- Thlr., S. Kassel V* Thlr., A. Kassel »/* Thlr^, Nathan Cohn ^4 Thlr., S. Schn e l l '/* Thlr., B. Cohn E/4 Thlr., zusammen l6 Thlr. 3 Sgr.;. Zsaac Simonsohn in Allenstein 5 Thlr., W. Blumenthal, Lehrer in Steinheim, nach gehaltenem Vortrage 6 Thlr. 10 Ngr.; Lehrer P. Gumpert in Haltern ges. 2 Thlr., von ihm selbst ^2- Thlr.; Vorstand der israel. Gemeinde Ignatz Bach und Mar Maier in Alten stad t (Bayern) 'np 'n l */a Fl., nn 'n 1 Fl. 12 Kr., 'n 1 Fl. 12 Kr., Frauen verein 1 Fl. 12. Kr./ Mar Mayer 1 Fl. 12 Kr., Zgnatz Bach 1 Fl., I. Hirsch 48 Kr., L. Bach, S. Hirsch, S. Kahn, je 36 Kr., M. Maier, L. Wasserman, W. Mayer, B. Kühn, I. Mayer, A. Hirsch,.je 24 Kr., I. Kahn 30 Kr., I. Vach/ S. Ulmann, M. Marr, N. Weiß, je!8 Kr:, S. Bottenwieser, I. Gutmann, H. Löwenstein, M. Bach, je 12 Kr., zusamdten 15 Fl.; Emanuel Nathan in Hamm bei Worms, von ihm selbst 30 Kr., 3. Guthmann 1 Fl., Ungenannter 1 Fl. 3 Kr.^ L. G u th m a n n, Emanuel G u t h m an n, L. H a a s, je 30 Kr., Zacob Guthmann, H. Schott, Zuda Guthmann/ je 24 Kr., zusammen 5 Fl. 15 Kr.; Lehrer Ehrlich in Friedri ch sta d t (Kurland) 2 Rubel, 3of. 3. Kahn, D. M. Stern, M. 3. Zsakowitz/ je 1 Rubel, zusammen 5: Rubel; Director der k. k. isr. Musterhauptschule A. Led er er in P e sth 3 G. N.; ZuliuS L au dsberg er, Pensionats - Vorsteher in B e r l i n, 1 Thlr.; Rabb. David Löwy in Vukovar 1 G. B. N: 7— Gesammtsumme: 1708- Thlr. 3 Ngr. 4* Pf.