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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-07-18 · Heft 30 (18.7.1859) · p. Seite 434

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 30 (18.7.1859)
Date
1859-07-18
Page
Seite 434 (sequence 10)
Language
German
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Dienstboten als grundlos dargestellt ivird. Krner wird darin -den Juden in und äußer Oesterreich Mitgetheilt, daß die Vorarbeiten k zu einem^ Judengesetze bereits geschloffen seien und daßdäffelbeim Geiste des Fortschrittes und der Humanität (was doch wohl die GetechtL gkeLteinschließt) ausfallen würde.' Wir freuen uns dieser Erklärung 'und können Denjenigen nicht beistimmen, die darin nur das Bemühen erkennen wollen, sich den Geldmarkt zum Behufe einer neuen Anleihe günstig zu stimmen. Dr. ~g. —♦ Fabrikbesitzer Sal. Przibram hat so eben von Sr. Majestät dem Kaiser den goldenen Verdienstorden mit der Krone erhalten. Auö Galizien, Anfangs Juli. (Privatmitth.) Die verehrliche Redaktion wird es vielleicht nicht ungünstig aufnehmen, wenn wir es wieder einmal versuchen, mit einem Projekte vor die Oeffentlichkeit zu treten, das, wie unsscheint, -Beachtung verdient. Die vortrefflichen Leistungen des löblichen „Institutes zur Förderung der israelitischen Literatur" erfreuen sich der allgemeinen Anerkennung, und haben sich auch Anfangs, wie gegen jede neue Schöpfung, auch gegen diese Anstalt von den Höhen der Gelehrsamkeit, den Plateaus der stachen Mittelmäßigkeit und den Tiefen der Mißgunst und des Neides vereinzelte Stimmen erhoben, so sind diese durch die immer steigende Theilnahme der großen Masse allmählig zum Schweigen gebracht worden. Im Interesse dieses Institutes möchten wir uns nun erlauben, einen Vorschlag zu machen. Das Ungethüm des ^Gebrauches von Christenblut zUm jüdischen -Osterfeste", diese fabelhafte Riesenschlange iM schwarzen- Meere der Bigotterie, des-Fanatismus und der Unduldsamkeittaucht trotz aller Civilisation und Aufklärung, von Zeit zu Zeit immer von Neuem auf, und wächst demselben, wie der Hyder, so oft ihm Fortschritt und gesunder Menschenverstand den Kopf zerschmettert zu haben meinen, wieder ein neuer. Die Ausarbeitung einer möglichst erschöpfenden, populären Geschichte der Entstehung, Entwickelung und des Fortbestandes dieses unausrottbaren Wahnglaubens dürfte unseres Erachtens ein zeitgemäßes und sehr verdienstliches Werk sein. Um aber dieses zu sein und praktisch zu nützen, müßte für die möglichst starke Verbreitung eines solchen Werkes gesorgt werden. Es müßte eine starke Auflage davon gedruckt und jedem Agen- . ten, jeder Gemeinde, die es wünschen, so viele Erempkatd- M'DerfüWNtz 'gesteüt werdenalsihntzn zur Verbreitung' auch in christliche und'vorzüglich Beamten-Kreisen erforderlich schidnen^^ v Aus diesen Gedanken führte uns ein - jüngst" in Dombrowa, Tarnower Kreiseis- Mttßehäbter Vorfall. D«selbst versuchtenämlich eine christliche Dienstmagd in emem jüdischem Hause sich im Keller ihres Dienstherrn mit einem Messer zu entleiben, wurde aber bei der nur theilweise vollzogenen That ertappt und der Behörde zur Erhebung deS Thatbestand'eS übergeben. Wäre es; dieser Person gelungen, ihr Vorhaben auszuführen, wer weiß, 'was^ bei der zu jener Zeit herrschenden, von einer gewissen Partei heraufbeschworenen düstern, judenfeindlichen Stimmung — daraus erfolgt wäre; allein — „ es schlummert nicht' und schläft nicht der Hüter Israels." Diese Stimmung ist jedoch seitdem bereits geschwunden und hat- Dank den- Versicherungen der officiellcn und nichtoffiiciellett Wiener Presse, denen' zufolge die verwickelten und unsicherst Verhältnisie der Akatholiken und Israeliten deS ^öfterreichischen Staates einer baldigen befriedigenden Lösung entgegensehen, in den jüdischen Kreisen einer heiteren, erwartungsreichen Platz gemacht; mögen diese Hoffnungen sich recht bald verwirklichen- und möge diese Verwirklichung eine dauernde bleiben! —: ■ ''; " Zu den Braven, die auf dem blutgetränkten Boden Italiens für die Rechte der österreichischen Krone und die Integrität des Staates ihr Blut verspritzen, zählen bekanntlich viele unserer Glaubensgenossen, ustd ist es erfreulich, auS den Auszeichnungen, die auch ihnen durch Beförderung zu Officiersgradcn von Sr. Majestät zu Theil geworden, auf ihre Bravour und Tüchtigkeit schließen zu können; ohne Zweifel würden Talentirte dieser Religionsgenoffenschast auch in andern Branchen -des Staatsdienstes ähnliche Resultate der Anerkennung erzielen; wenn ihnen durch die allerhöchste Gnade Sr. Majestät auch hierzu die Wege erschlossen würden, wie dies in Rußland bereits geschehen. — ' ES liegt unS so eben ein aus Nördtyrol vom 23^ Juni datirter, von einem Oberlieutenant 'an die Mutter eines jüngst zum Lieutenant beförderten jungen Israeliten auS Tarnow gefchriebener Brief zur Einsicht vor, der wohl hier ein Plätzchen-verdient, da-er eben so sehr den Verfasser als dessen Schützling ehrt. Dieser Brief tautet worttrchl also: '

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