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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-07-18 · Heft 30 (18.7.1859) · p. Seite 433

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 30 (18.7.1859)
Date
1859-07-18
Page
Seite 433 (sequence 9)
Language
German
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433 sgl eM-fmv.! ferne»« .an ,frommen Wenden<kingelaufen r UchevtrpgiMS/ Ky», 29^. . .. ..<* < 205. Fl. Von Hrn. Samuel Poschan Es Baja -?5 - Von Hrn.:M.. aus -Cassel: „nach Le-? .Nifunglvon L^A^Frankl's r -Nach Je- , . rusalem!^-eineGO/o. Metall. Oblig. & 100 '. . : < , . ■ Summa: 310 Fl. '■(Fort!feitzuirg folgt.:) ...Prag) im Junüs, (Privatmit.th,) Nachdem das so rr-lange erwartete Gemeindegesetz uns;- in unserer Hoffnung aufs seine, endüche Regelung unserer -Ber- MMekget.äuscht/.'WÜffGMr,7gestützt auf.die Worte t>eö ^aifecd ^an^;einem, befondernZudey g e se tz entgegensetzen-' das. uns aus unserem Provisorium dringen so ll^.: Diese Wortewaren an eine Deputation,ider Wiener Cnltusgemeinde gerichtet,,, die dem/K-Mep eineMyalitatsavreffe.überreicht^ -und lauteten -dahinj/idaß:. die Angelegenheiten der Israeliten baldigst; geordnet-mydisthrtz Wünschen thunlichst berücksichtigt werden. sollten;. -So unbestimmt dies auch lautet) scheint es doch -ermuthigend gewirkt zu haben, denn feit der Zeit , stießen die patriotischen Gaben der Israeliten: reichlicher auf, den Altar. deS Vaterlandes und ifraefitifc^er,3üngtinge::ei|en;:fceut)ig zu den. Fahnen. Vorher war ein Zurückhalten bemerkbar, das hinlänglichdurchdas - bittere- Gefühl , der Enttäuschung in Folge, des Gem.eindegese.tzeF^erklärtwird,. ein.Zurückhalten, das, , uns .in so, sernmit Freude erfüllte , als es s ein Zeichen von Gemeingeift - und - Zusammenhalten war. - . - --n.-.. . 5 Die, Oesterr. Ztg. drachte--letztens einen, Artikel: ^ie-:iJuden^iy-^Mchlandf/,<Marin sie die neuern Gesetzezu Gunsten -der ZudeZ in Rußland mit Wohlgefallen besprich^ Md, schließlich meint, daß die Juden trotzdem.sin, Oesterreich noch, besser-gestellt seien. Sie fühlt aber wohl,, daßiw.sichhierdurch-ein Armuthszeugniß uusftellt/ und fügt glei.chchinzu, „freilich solle sich Oesterreich.; nicht mit Rußland, sondern mit den Westländern Frankreich, England rc. vergleichen, wo die Juden ganz^gleichgeßellt -seien",--7— aber dennoch i? Auch:,hierMar man nicht ganz ohne Besorgniß vor. einem ZOenkrawaH.^Kine-Deputation, der Gemeind ereprasentanten,»die.-.sich deswegen zum Höchstcommandirenden von Prag .begab, empfing von demselben die beruhigendsten Zusicherungen,} 7^- und in derThat ist MeS; glücklich Vorübergegangen, ohne daß Viele gar an eine-Gefahr gedaM haben., - Die Zulassung' jüdischer Slerzte als Internisten im fr allgemviGn.Kr.anktznhaust' ist-nun factisch zu un^ fern Gunsten entschieden^ indem die Dvr. Kuh und Bondy daselbst eingetreten sind.; Wünschenswerth wäre es für jüdische Aerzte und Kranke, wenn an dem hiesigen jüdischen Spitale eine Klinik eingerichtet würden. Es scheint dem hiesigen Publikum, unbekannt zu sein, daß im k. k. astgemeinen Krankenhause zum Oeftern die jüdischen Patienten von den barmherzigen Schwestern zur-Taufe bewogen werden.. Ich mache auf diesen Umstand aufmerksam. Den Klagen Ihres Wiener Correspondenten über den Mangel einer jüdischen Volksschule können wir nur beistimmen. Wir müssen der unermüdlichen Bekehrungssucht der katholischen Geistlichkeit, welche die österreichischen Schulen beherrscht, wenigstens nicht in die Hände arbeiten, müssen ihr '.vielmehr eine compacte Masse voll jüdischen• Bewußtseins entgegenstctlen. Wenn in Norddeutschland, wo die allgemeinen Schulen auf einer Höhe der wissenschaftlichen Bildung und der Toleranz, stehen, die man hier wohl anzuerkennen weiß, specifisch jüdische. Schulen errichtet werden, so thut das. hier um so viel mehr noth. Sie, Herr Redacteur, -nannten Berlin; ich kann daneben Hannover eitiren, wo neulich durch den unerermüblichen Eifer des dortigen Landrabbiners Herrn vr. Meyer, unter Beihülfe des Vorstandesnamentlich des frommen Herrn, Kosman Behrend, eine jüdische Volksschule gegründet worden ist, die gewiß rpie die Berliner herrliche Früchte tragen wird. M —. 1. Juli. Da die. Absendung dieses Schreibens - sich bis, jetzt verzögert hat, kann ich - noch zwei interessante Facta mittheilen. - Unter den.Officieren, welche sich in der Schlacht bei Magenta ausgezeichnet haben, wird von der amtlichen Zeitung: auch der Oberlieutenant v. Salemsfeld (ein aus Prag gebürtiger Jude), genannt, dev mit mehreren seiner Soldaten durch den - Fluß schwamm, um eine österreichische Fahne,, zu . retten. Dies tapfere. Unternehmen wurde mit Erfolg gekrönt, obgleich unsere Soldaten dabei den Tod. fanden. In der. Schlacht bei Casriana soll v. Salemssxld den Heldentod gestorben sein. - Das zweite^ ist ein Artikel der offiziellen Wiener Zeitung, worineinige Gerüchtez. B. das über die Erneuerung des Mrbpteö. des Haltens christlicher

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