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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-07-11 · Heft 29 (11.7.1859) · p. Seite 420

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 29 (11.7.1859)
Date
1859-07-11
Page
Seite 420 (sequence 10)
Language
German
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420 Beschluß) nicht . fügen - wollte, ^-ssoll zuerst: mit dem Bann belegt; worden.feim1 2) ■ Der Aw.eito/ d erd er? Ban ir strafe unterlag, . war R. Jose.ben Tabaiweil er jbre: .'Schlußfolgerung : K a 1-wol, .e körner r— durch? ein?Beispiel lächerlich machtet 7): . Ein. ähnliches Schicksal - traf einen R. Eleasar ben Chanoch, weil - er' den/ religiösen Brauch : cheS Händewaschens vor. dem .Genüsse des Brotes in Frage - gestellt , Hatte.3) Auch R. Akiba wüxde ' mit dem-Bann : bedroht/ 4 * * 7) der an R. Eleasar/b. Hyrkanos wirklich r voll-! zogen, war.?) /j?:*ü.r.- v-•■ "• j Wir halten jetzt an der fünften und: letzten Ab- : -theilung dieftS Artikels: Welche Schlußbetr-achtun- : gen -si ch :arr S bi es em er geben? Die -bessere Erkennt-; niß des -B ö s e n' und G u t'-en hat!im? Allgemeinen die; wichtigere Beurtheilüng zweier ^Gegenstände -zur Wokge:? s)! -die. l-ichtv.ollerd Darstellung;umfeire^rGestchicke;? .b) die klarere A ü ffn/sfü n g'unseres Berhält-; Misses -zu Mott, n Die . auffallende. .Erscheinung in Mer- ^Geschichteder- Menschheit imMllgemeinen, «wie:-.in' der'' ei-j nes Jeden im. Einzelnen, daß es' .oft gerade der. Gerechte; und Fromme stst, der vom -Geschick: bitter verfolgt wird, t während, der. Fre.vler in. der Fülle des Glückes lebt und seines Daseins sich freut die das Heidenthum zu dem Glauben:, an die Zufälligkeit aller Ereignisse .veranlaßte und später den -Gnostikern als Beweis galt/, daß -der -Höchste -um die Leitung der Welt und/ : Geschicke der Menschen sich nicht kümmert? findet "hier ° . eine:. sehreinfache Lösung, die in Folgendem besteht.' Mögen die.Geschicke .noch- ..so'-sehr..wechseln- und auffal-f lend. sich gestalten, so muß es bei. einer richtigen Beur-! - theilungderselben -sich dennoch stets .finden; : baß es ' dem! w a hrh a f t Gerechten gut und dem w a h r h a ft-e nj Frevler schlecht - ergehen -muß, dadas Böse und: Gute! nur als Folge/ unserer- Handlungen .stets: 'eintrifft. -Se-1 . he» wir jedoch/baß? es -dem -Gerechten?sch l e ch t geht,- nsoj -ist dies entweder, -weil auch/der iGerechte fehlt'und:-des-? - halb von; der.Strafe, nicht Befreit werden kann; oder? weil; das Böse, von dem -er heimgesucht.wird> .nur scheinbar? böseist, welches das Gute: auf irgend eine - Weise in sich , birgt.? - Entgegengesetzt --verhält i es sich mit'dem Glücke des Frevlers.: .Wenn/ es dem:-Frevler/gut! geht, geschieht? eö als Lohn: einerguten Handlung,!?-die er geübt>?oder. •;rh? -N' 7/ . MY, 5 Mischna 6..; bbä Cap. ' 3) Evyjoth 5. 7. 4) Jeruschalmi moed Katon: 75?? (* *) Baba-mezia. .ti r‘ das - Gute ist. voni solcher Beschaffenheit, daß es sich am Ende .böse gestaltet. DaS ist:ungefähr der Jnhältl?dieser Lehren,- «die/wir 'zum.klarerm Berständniß selbstttsprechen lassen. . Der Gerechte, heißt?-es, idemMgut. geht,; istbein vollkolmme nerMerechter., Der -Frevler,ldem:?es schlecht geht, istuein?w ah der .Frevler; der Frevler-, dem es gut geht, Wstk ei n w a hme/r -Frevler.?)/ Gott giebt dem Kevler viel Gutes / um ihn zu - vernichten. 7) - Gott nimmt Hon-den -Mrechtew mach und mach / bezahlt; die -Schuld ihrer : bösen/Handlungen uim : Diesseits-/ damit sie -den- Lohn , vollkommen im Jenseits erhalten — das-Gegentheil -findet bei - dem? Frevler statt.: j Der Anfang der Frevler ist Wohlergehen aber das: Ende: derselben Untergang, während in demLebem der Gerechten-das Entgegengesetzte? sich herausstellt (Midr. m.):?), - 5 Daher - die schönen- Sprüche: Gott - straft?nicht-eher/;Hetzer er/nicht die Heilung' geschaffen??) -: Mit? demselben, womit/Gott verwundet, heilt/er. ^) -Das -Maß des Guten:, ist stets .mehr in der Welt, als das des Bösen.8) » Nach Deinem Namen wirst- Du: genan nt: - werden- -aus -Deine- Stätte, die Du Dir errungen,-wirst Dü gebracht, vou dem Deinigen wird Dir gegeben, Keiner berührt Das, was dem Andern bestimmt ist und keine Regierung -tritt/in die Grenzen der andern nicht um ein Haar breit. 7) Diese tröstenden- Zürufe werden uns noch durch folgende Erzählung klarer vor die Seele geführt. R. Akiba, heißt es, hätte zu seinem Wahlspruch: Alles, wasder Himmel über uns verhängt, ist zum Guten! Einst war dieser:Talmud!ehrer, so beginnt - die Erzählung hierzu,- auf: der Reise und hatte nichts mehr bei sich als einen -Esel, einen Hahn und ein Licht. Er/fam nach einem Orte, suchte ein Gasthaus auf, aber siehe da, ihm wurde die Aufnahme daselbst verweigert. Es blieb ihm daher nichts Anderes.mbrtg, als -im^Freies.zu,,übernaehten<.,Mißmuthig, aber doch ohne gegen Gott zu murren, setzte er -seine Reise fort unter seinem gewöhnlichen drostreichrn Rufe: Alles, was von Gott kommt, iss. zum Guten! Er kam m einen Wald, übernachtete daselbst. Aber kaum hätte er hier seine Lagerstätte aufgeschiagen, kam * 7)-D.erachoth 7 a. r 2) Kidduschin 40. 3) Midr. r.; 3 M. Abschn. 27. / - ') Megilla 1l. \ " . Pbsachim 68. - i?S)!Sanhevritl 100/ ' 7) Joma 38. 8) Berachoth 60, . 17?

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