Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 29 (11.7.1859)
- Date
- 1859-07-11
- Page
- Seite 421 (sequence 11)
- Language
- German
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ein! Löwe und' zerriß/ den- Esel,- -eine; Katze,/die' den Hahn fraßendlich ein Wind/' her das Licht verlöschte. Finster, allein/nnh/elvsam lag er nun da, nber/nöch immer murrte.- er - nicht,-sondern sprach,: Alles, ,Ws voy Gott kommt-. äst' zum-.Guten! -,* Und/ wirklich fand R. Akiba bald Gelegenheit, sich von der Richtigkeit seines Spruches zu, überzeugen.;SDeä' Morgens hörte er von dem Sweifzugein^r/Rauhhotd^^ Drt überfallen hatte —aM:' DaS'lst die Wahri stzum G u ten! . Eben -soklar treffen wir sie in der Darstellung, wie durch?d ie.se-Auffassung des Bösen und Guten unser Berhältniß zu Gott ein schöneress zärtlicheres und kindlicheres geworden. Wie bereits in der Darstellung' des Bösen und Guten das Judenthum im Ge-' gensatze zum Heidenthum auftrat, und dessen Ursprung nicht in Gott, sondern in den Menschen setzte, also treffen wirres auch hierein der Erklärung;unseres Verhältnisses zu:-Gott/fo Wir. vom Böftn/over^votn Guten uns umringt erblickerr. Man preise- Gott/ so heißt es , über das'' Böse wie über das Gute; über dasGutewieübe^ das Böse.1) Der. Mensch hat die Pflicht, über das Böse also, Gott-zu preisen, wie über-das Gute nach den Worten : Und liebe de»/Ewigen / Deinen Gott, mit: Deinem ganzen^ ^Herzen und mit Deinerganzen Seele und mit Deinem 'ganzen Vermögen (5 M. 6, 5.) — mit Deiner ganzen Seele — d. h., so wird.erklärend hsn? zugefügt, selbst wenn eS Dein Lehen betreffen sosite; mit D ein em -g a nz e, n .V e rm ö g e n ^f, selbst' wenn von Dir Dein Vermögen/gefordext wird.?)i^ Diese/Lehre, daß wir über -daS Gute wie über daS Böse Gott preisen sollen — ist nach thrurn HaS^wichtM Merkmals wödürch daS Judenthum in Folge feiner schönernAuffassüng des Bösen sich vom Heidenthume unterscheidet. Änknüpfend an die Worte,: -Machetnicht, hei mir Götter aus Silber / Götter aus: Gold (2 M. 20.).— Dieser göttliche Ruf, spricht R. Akiba, enthält folgende Mahnung an uns: Benehmet Euch" vor-mir nicht/wie die Heiden in ihrer Gottesfurcht M/imS^'gen7 "Wenn Gutes sie trifft, opfern und/verehren sie, iihre /Gottheiten (Habakuk- 1.) —-aber;/ wenn Strafe über: sie kommt, fluchen sie denselben (Jesaia 5.). Ihr sollet nicht älsö-gegem mich versahten, sondern MNn ich'Such Gutes' zusentze, danket, verhänge ich über, EM Hse!;,. . jpj( danket mir 'ebensasi^ , den.ss,aM heißt,, eS^ M /u?)!>BerachW: *) Dastlbst/u^r./^-.E ,Kj. Davids So ich den Kelch des- Heils erhebe, rufe ich im Namen des Ewigen (Pf: 116, 13.) wessen mich Leiden sind Kummers rufe ich im Namen des Ewigen (Pf. 116, 3.j. Und wie David,/also sprach auch Hiob: Der Ewige hät's gegeben//der Ewige genommen / der Name des Ewigen sei gepriesen- (Hiob -1, 21.) Schärfer noch tritt dieser Unterschied-hervor, - wie'- die Weisen-diefe' Auffassung des B ö fen und Gütenzügleich als die'Anerkennung der Gerechtigkeit desgöttlichen Maltens unsivorführen. Und Du bist stets erhaben,/ Ewiger! (Pf/92/N) —? Diese Worte dienen -ihnen als Beweis zu folgender Betrachtung. .Stetsist/ so/ heißt es, Deine Macht- (Gott) oben. Nicht, wie bei den Menschen/ daß, so 'der Richter befreit, er gelobt wird, und so er das/, Schuldig" ausspricht, Tadel erleide/, sondern' es möge von Gott das Gute wie das Böse kommen, stetsUst Deine Hand, Gott, oben, erhaben! 2j - So treffen wirdie größten und bedeutendsten Männerder talmudischen 'Zeit/ die 'die Widerwärtigkeiten des Lebens, ja selbst den Märtyrertod mit der frömmsten Ergebung - ertrugen und sich noch freuten, daß die Zeit gekommen'sei/ wo/sie Beweise ihrer ungetheilten Liebe zu° Gott an den Tag legen konnten. / Gott, so - sprachen sie oft/ giebt.aus eine wunderbare Weise uns die Kraft, das-Böse-' die Strafen: zu-ertragen/ wie er uns die Kraft verleiht/das Güte zunempfangeu. ^)--R. Akibawird - erzählt/soff in-den/größten»Leiden des an ihm doll* streckten Märtyrertodes seinen Schülern ermuthigend zugerufen haben: Während der ganzen-Dauer/meines t Lebens fühlte, ich eitlen^ Schmerz bei der' iErwähnung der Worte: Liebe den Ewigen' / "Deliren 'Golt'^'rM^ stanzen Seele (5 M. 6, 5.) — d. h., selbst wenn es Dein Le- - ben kostete -— ich seufztef wann wird wohl eine Z eit! kommen, wo ich Ms^Gebot erfüllen: werde! — Und jetzt, so schloß er, da sie gekommen, sollte ich diese Erfüllung verweigern?*) Eben so riefen voller Zuversicht. R> ChaniMi ben Teradjon und dessen Frqu, .alssie nach. Besiegung^ der.Harfflchhchschen, ,Re.vol^tipn.. .von..hen .RöMenz* : gefangenuyd. das^ Tod/surHeil^sibox.. sich aussprechell Höri ten/Der^Felsl. (Gott),.ausrichM^ist .sein Mrk, denn .aste - seine.Wege, sindnach Mchf,,v Gott.,der Treue, ohne Un- -l)^Mechilta> in - Menörath * hameor / edrt/ Füksirthab 1 215 Zalkut, Jesaja,.^ iui; m! 2) Midr. r., 3 M. Abschn. 24., 3eruschalmi.B^ra-! choth Abschn. 9. 22/ >..-; b)^Sänhedrin^'10si/' },s | 4J 61^13; M 29**