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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-07-11 · Heft 29 (11.7.1859) · p. Seite 419

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 29 (11.7.1859)
Date
1859-07-11
Page
Seite 419 (sequence 9)
Language
German
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m ü < flU rst hier weder Wine Absicht, jene ununterbrochenen Meihüngew/ bip fdt xintt Mähe von Jahrdn -in dieser WmHtid'e gestehen- .-er Dessen tlichkeit zu Lbergeben, -noch' dft Werichte, .die in jüngster Zeit eine Zeitschrift in Ungarn -über Ujhely brachte, zu -widerlegen; sträubt: fich d-qch^mrinr .Feder, Dinge aufzutifchen-die -von .einer »herrschsüchtigen Partei -leider schon zu -oft an diekOeffentäichkeit gezogen wurden^; nur diese Bemerkung wollen Sie Mir: gestatten, 'daß ich'während' meinesstebenjährigen Äüfenthalts iy Angarn 'keinen v-owzüg löcheren, edl-even Charakter gefunden chabe, als Herrn »O b e r r ad-b i n er yniinuS/E Ujhely. 'konnte sich -doch ein 'hochgestellter Beamte Bei der: hoch!, k. k. Countatsbchörde der -Aeußernng .nicht vnchalten: „Rede ich .mit Herrn -Oberrabbiner Äöv, - so .kann ich kaum Begreifen, wie so ein'hochgebildeter Ätabbjner solch .eine Orthodorie besitzen kann.^? .-Möchten doch die Llristokraten dieser Gemeinde, die -als sogenannte Intelligenten und als-Abkömmlinge jener Männer/'Bie. da 'einst die'Zügel in -der Hand gehabt, beherzigen , wie schwierig. es. ist., in einer Gemeinde das -Wort zu führen, wo doch Gesetzeslreue eine Hauptbedingung ..bei der Uehernahme der Ehrenämter ist. . -Doch---wozu' Ermahnungen bei solch einem Treiben, wozu -Worte > wo -man selbst den unschuldigen Schul-! Meist e r.,: der - gleich meinem Tagelöhner seinen -Groschen stch -schafft, -auch in weiter Ferne zu d er folgen sucht. --- Ueber -die . Eröffnungder Musterschule, so -wie über Ben Fortgang' des S ch ulweserrs der Gemeinden Tokay, -Homonna - A. Szanto Wld -Miscolez so Gott will, - in reinem spqtern- Berichte.! - .Dberlehrer l R ose nm-e ye.r. Äbhartdkungen verschiedenen Whälts. } 'Die-Lehre vom -Bösen und Guten nach foemj Talmud und den Midraschim, j . . . . pom-llr. I. HsüM bn r.g er,- Ä^abbiner. j (Schluß aus No. 8.) { So wurden auch mehrere Grade «der Abstammung festgesetzt, die als gültig angenommen-ohne der weitern Untersuchung mehr zubddürftn.') In hi^ftZeit'fällt auch die . Absetzung des Patriarchen R. GaptM . wegen seines stolzen, herrschsüchtigen Bettagens; >gegen;-dsn.,Wlryudleh- ' Kidduschin 71. rer R. Josua und der darauf -erzielte-Beschluß, daß auch die Nachkommen der 'beiden Völkerschaften: Anron und Moab^als -Proftlyten aUsgenommen-werden 'könnten. Germer gehört hierher der damals' gefaßte-VeschLuß, Baß auch Jene, die tticht in dem Ruft der-Frömmigkeit standen, von dem Besuche -des Lehrhaufts nicht ausgdschlossen fein dürfen, der zur 'Folge hätte , daß bald darauf der Andrang so stark -gewesen fein soll , Baß man an einem Tage Bas -Le^hauS mm dreihundert Sitze. vergrößern mußte. Mehr noch als hier wird uns erzählt, wie sie zur Befestigung der Einheit iin der <Lehre rund dem Leben. des- Judenthums -die Anwendung der /-Maßregel Bon Ausstoßung und Verbannung selbst auf wie angesehensten .'Personen .zu -vollstvecken befahlen. R. 'Gamliel II., her R. Iochauan .b. Sakai tn das Patriarchat gefolgt-war, ist eigentlich als der rErste -anzusehen, -der der alten geretteten Lehre -des Zudenthums'Einheit und'Festigkeit zu geben verstand. -Noch gab es selbst -unter -diesem kleinen Häuflein,!d«S sich wieder um die alte Lehre schaarte, -manche unlautere .Gesinnung. Das Unglückdie Auflösung -des jüdischen Staates , hatte sie zwar Alle auf kurze Zeit wieder vereinigt, .aber das war nur äußerlich, der -alte Partei--und Sectengeist, der dem Volke- -ein solch schreckliches -Ende bereitete, war nur eingefchüchtert, und es bedurfte mzr einer -Gelegenheit — derselbe wäre -wieder uyausbleiblich erwacht. Diesem strebte R. Gamliel - durch- -folgende d v e i -Vorsichtsmaßregeln entgegenzutreten^ -diese - waren: n) er verordnet, daß .Niemand das Lehrhaus betreten Burse , dessen äußere-Frömmigkeit nicht der -der innekn gleichen sollte; d) /er sorgte -mit -vieler Strenge -für Mt fAusrechchaltung der -Geschlechtsreinheit; e) er unternahm durch. öffentliche Zeugenaussage eine Sammlung der.verschiedenen -Traditionen, und. 'entschied 'in - streitenden .Fällen nach der-Mehrheit. 2) -Aber um das'Letztere < zu erzielen, -mußte er nach -der Anwendung -der Bannstraft greiftn, deren consequente Durchführung -ihm manche Bitterkeit verursachte. Derjenige, der - in .zweifelhaften - Fällen 'oder -in Sachen des- Streites gegen, denim Shnhedriüm gesüßten Majoritätsbeschluß-handelte oder lehrte, der' wurde -ohne Unterschied des Standes undMangeS in den.Bann - gelegt,. ,So. wundendie ^angesehensten Talmudlehrer bald -mit prm Banndedrqhd, lbalvZauch-wirklich belegt. Ekabje ben Mehallel, ein sehr berühmter Talmudlehrer, der wegen v i ef eEMgenrr^ÄE^W^ .^.. ^MjoritätS- *) Berachoth 27—2S.-? l) Berachoth 28. 29

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