Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 29 (11.7.1859)
- Date
- 1859-07-11
- Page
- Seite 418 (sequence 8)
- Language
- German
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;bte bürgerliche Stellung seiner GlaiLbenSbrüder wird allenthalben» verwirklicht werdeü. Zahldn ivir Juden OMrrrichS Loch Hunderteünferer -Söhsse, die für das Heil ihrer Mitbürger, ihres Vaterlandesihres Landesvaters ^-fröhlich in den Rettertod gezogen sind, die ^nicht minder l ÄS ihre chtistlichen Brüder tapfer «streitM/micht miindevidre Ehre und' den Ruhm ihrer hoimachlichenFahneA verfechten > nicht minder an Schmerzen nrmw Wunden^ itü'UTodeSkampfgelitten. UWAdjze ^jüdischen 'Gemeinden - legen alle ihre Opfer ntntz Mhdn -Äuf LeWMar deS^ BoiterlünveS mit der WößteRl Bereitwilligkeit, >und' die Rabbinen -muntern chrenDemeiMeNiM diesenOpfern^Äüf^ dÄmit des .Thrones::und ldes- ÄolkeS chrwürdige-R^te gerettet .werden^ n- Avehumane - U ’ li i Stätthältereiräth und ^KreiStzauptmann Hin Hrüvisch wendete fichunterin 6. MnLid/A..»an dml rSchreib'ev-dieser-Aeilen mit Änem -PrivssibÄese-- -Hamit in der hiesiM Gemeinde nt ,ser Mchtung i «eifrig gewirkt »verde; allein schön am 44. MM schoß diese biodede,' opferffreudige Gemeinde -nach -einer vom «Gefertigten vernommenen Ansprache Leu -Betrag von M8 Fl/ östevr^ W. Mfammen. Vr. M. Duschäk- Bez.-Äabb. Correfpond^nz. WS dem LrkayergMrge, imZuni. Die -fteünhlichen Frühlingstage'munterten michauch in« diesem« Zahr^ zu einem klemm Ausfluge ün die Umgegend -auf, und wenn in solch ernsten Tugen Las abenteuerliche Gebühren dieses oder jenes Heiligen, welcher uns auf unserer Oteife. begegnet, gerade nicht geeignet ist, den geneigten Leser, auf längere Zeit zu fesseln, so: dürfte pych so manches. meiner - diesjährigen Erlebnisse - registrirt zu werden verdienen. Es ist ein köstlicher Frühlingsmorgen. Die. Luft rein und das üppige Grün so recht geeignet, die schöne Gyttesfreien zu studiren.; - Wie so immer, find auch heute, di§ lieben Kleinen meine Begleiter, die doch diesmal ihre Aufmerksamkeit mehr auf das Waffengetöft,äls auf 'daS Studium lenken. 3n der Thüt ging kein. lLag vorüber, wo Uns dicht' Wastmgqttungen verschiedener Mt begeglretey, darunter Katholiken, Protesta-uten, Israeliten- Uygyry, Deutscher Md Slavenä, die alle Klei ch begeistert für unfern -erhabenen Monarchen ^ttn Schlachtfeld 'jZvgM ' - - - Gegen Mittag erreichten wir Kasch au, die Müptstqdt des - gleichnamigenVerwaltüngsgebietes. Kaschau ist' der Sitz des Vice-Statthalters, der obersten Behörden, hat einen vorzüglich schönen Dom, aber Nichts, dessen ich als Israelit mich rühmen könnte. Fehltdochder Gemeinde, die in der Neuzeit so ziemlich angewachsen ist , Alles. Konnte man sich doch nicht' einmal' eiste'Synagyge^als Eigenthum^erwerben, und kann' bis' J^futibe:Weber von einem geregelten Gottesdienst, noch von einerorganistrten Religionsschule für die hundert Zöglinge des GymnastümS und der/ Realschule eitle Hche stin. Hw^ besttzt die Gemeinde für die Schüler der Hülksfchule eine Religionsschüle und in der Person des Herrn Seligfteund einen Seelenhirten' der der stuvirenden 3ugend da^Gotteswortzn' lehren hat, doch wer da die Bedürfnisse unserer Zeit kennt, wird' bei aller Hochachtung gegen. den gegenwärtigen Cultus- und Schulvorstand mit uns sagen müssen : Hier muß und kann zur Ehre Gottes Vielesgeschehen. Wie wir aus zuverlässiger Quelle an Ort und Stelle erfuhren, geht der Schulvorstand damit um, bei Beginn des nächsten Schuljahres eine Gemeindeschule zu organifiren und haben bereits Vorsttzungen in dieser Angelegenheit stattgefunden. ' Doch der Eilwagen ruft, und nachdem wir dahier ohnedies länger verweilt haben, ald wir uns vörgenommeN, so dürfte es an dir Zeit sein, uns nach Eperies, der Hauptstadt vom Saroser Conntat, zu begeben. Können wir auch nicht mit den Lobeserhebungen jener Eperieser, die in ihrem recht gemüthlichen Städtchen^ein sleip Paris sehen, übereinstimmen, noch mit Denen, die in dem Weichbild der Stadt unter den Israeliten solch eine hohe Bildung gefunden zu haben glauben, daß ihnen die Umgebung finster und unwissend im höchsten Grade erscheint, so müssen doch auch wir zügeben, daß in Evelies für Schule und Synagoge so Manches geschehen ist. Besitzt doch die Gemeinde eine wohlorganisirte Volksschule, an welcher Herr Deutsch unter Anerkennung der Gemeinde recht ersprießlich wirkt. Daß das Rabbinat in Eperies seit längerer Zeit, erledigt ist, wurde Ihnen , geehrtester Herr Redacteur, bereits gemeldet, und wenn auch Herr LipiSsohn 'als Cantor der Gemeinde den Gottesdienst in jeder Beziehung zu heben sucht, so fehlt doch das Götteswort'aus dem Münde eines gediegenen Redners.' Da wir uns einmal vörgenommen haben, in Kreuzung Quersprüngen Oberüngarn zu bereisen, so. begeben wir uns nach S. Ä. Ujhely, der Hauptstadt voiy Zempliner Cdmitat.