Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-07-04 · Heft 28 (4.7.1859) · p. Seite 404

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 28 (4.7.1859)
Date
1859-07-04
Page
Seite 404 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/3224737-3226147-3226176--17829-3246761
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

404 haben aufgehört, und eS wäre zu wünschenx-r-; für nv.-?? ^. Erfreulich und ■ für das jüdische - Wohl - in der Wallachei vyn..großem Nutzen ist.-^ein..-Blatt--. seit KurzemMuMsch-wallachischerMpra che-/erscheinend, dW„Zeit-betitelt,- welches -dierjüdischen.Interessen den Mom.anen gegenüber vertritt, - und,: wenn eS tüchtige; Mjjarhestei: gewinnt, (die /Kräfte-- der , Redaction sind: zu schwach)- gewiß - von: ilängerer Dauer als der jjlsraeUtul ^praan‘f. sein wird, i -r Die neu 1 eingetretene; Regierung;äußert die. freundlichsten, Gesinnungen gegen /die.-Juden, Ngegen d i e Juden.über, nur, dieweder durch ihre Tracht noch, durchs die vielen andern. Kennzeichen sich selbst als - eine.Ausnahme bezeichnen, die zu . gut wissen, daß nichtin Kaftan und Strejmel, nicht..in den vorderen Haarlocken, nicht in allen diesen- Dingen, an denen der ungebildete- Jude so, - hartnäckig kleht,. die Religion bestehe. O! Ihr halsstarrigen/ Prüder, laßt, es - Euch, einmal - -sagen, daß Euer. AnzugEure Kleidernicht heilig, nicht von Gott/geboten .sind., daß. Ihr eben so fromm, eben so gottesfürchtig -sein- .und.doch -wie Jedermann gekleidet gehexy könnt. . Laßt es Euch in Eurem.Interesse sagxn, denn wie vielen Schmähungen; (in der? Moldau besonders) - werdet Ihr . mit dem Ablegen dieser- Tracht entgehenwie j. viel werdet Ihr -(eben dort) in den Augen Eurer Mitbürger.-gewinnen! : j, M. A. Schwarz. Dänemark. Kopenhagen, Ende Mai. (Privatmitth.) Schon oft-hatte ich. in. den - letzten -Jahren das, Vergnügen, in dieser Zeitung von Auszeichnungen zu berichten, die von Seite unsrer humanen Regierung verdienten B.ekennern unsres GlaubeyS zu Theil geworden. Es freut.-mich, aufs Neue von einigen derartigen: Auszeichnungen berichten zu können. - n -; . . -Mei der in diesen Tagensiattgesundenen feierlichen Ejyweihung/eines allgemeinen. Kxanken-Asyls (Sygehjüdische ArztDr. -L^BrqndeS/ pon dem d;e: Idee./ zur Mrrichtstng - dieser - WstaltnuSgegangost? und derr-mih aMdauerndem; Eifer mehrerenJahre HLM durch fürshreReMstrung/gekämpft hat,- die/hohe Ehre/: aus den/H.änden, unseres anwesenden Königs daS Rit-? > terzejchen-deS.jDaMehrog-OrdenS öffentlich zu empfangMs Sllvor-istder Künstler I. MonieS- Mit^ glied.der.Königl., Akademie, gleichfalls ein; Israelit/ vom Könige, zum Professor - ernannt worden. Der Ernannte, einer unsrer ausgezeichnetsten - -Portrait- und Genremaler-/ hat sich neuerdings üinver. Geschichtsmalerei versucht und darin eine großartige Arbeit geliefert, - welchen auf der! letzten' Kunstausstellung der hiesigen Akademie die Aufmerksamkeit -Aller auf sich gelenkt und die günstigste Beurtheilung von Seiten der Kunstkritiker gefunden. DaS Gemälde verhient nicht nur in Rücksicht auf den jüdischen Künstler, sondern auch schon an sich eine Erwähnung in dieser Zeitungda eS eine tragische Episode aus der jüdischen Geschichte behandelt, nämlich „die Verurtheilung der letzten Makkabäerin."*) Herr MonieS hat die sich gestellte Aufgabe mit Geist und Phantasie aufgefaßt und sie mit Tüchtigkeit durchgeführt. Dieses gilt namentlich von den drei Hauptpersonen, Herodes, Mariamne und Salome. Der Seelenkampf des von Eifersucht und wilder Leidenschaft erregten grausamen JdumÜerS, die stolze Todesverachtung der ihrer Unschuld und ihrer todesmuthigen Ahnen sich bewußten schönen Hasmonäerfürstin, die boshafte Schadenfreude der nun am Ziele ihres ränkevollen Planes stehenden Königsschwesteralles Dieses hat der Künstler in Gestalt, Haltung und Gesichtsausdruck der betreffenden Personen meisterhaft - darzustellen gewußt.- - Von den ungewöhnlich großen Dimensionen deS Gemäldes wird man sich eine Vorstellung, machen können, wenn ich bemerkedaß auf demselben außer den genannten drei Personen auch mehrere.Mitglieder deS zusammenberufenen RatheS und außerdem der als Zeuge bestellte Mundschenk und ein Theil der am Eingänge aufgestellten Wache, Alle in natürlicher Menschengröße, zu sehen sind. Gelegentlich sei hier noch bemerkt, daß äußer eini-. : gen Genregemälden von demselben Künstler sich noch verschiedene Arbeiten von vier andern jüdischen Künst-; lern auf der Ausstellung befanden, nämlich von Friedländer und Fräulein Reuman, - Beide von hier, ferner *) Für viele Leser dieser Zeitung dürfte die Bemer- - kung nicht uninteressant sein, daß das „Institut zur För- / derung der israelitischen Literatur" das Verdienst hatdurch' ■ eine; der herausgegebenen Schriften die Phantasie dis oben l genannten Künstlers- Zu dieser - artistischen - Schöpfung : bei fruchtet-.zu, hahey. .,3m Kataloge der Kunstausstellung Mrd j nämlich ch»sdrückljch^'hemerft, daß. das Motiv dieses.. >Ge- I wäldetz äusin Gra^' ^Geschichtet her. Zuden" gegete- - nen Darstellungeüinömmen iff - ' - /u > '■>.->r: | v; r.-* j; Attmerk/d. Einsenders.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.