Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 28 (4.7.1859)
- Date
- 1859-07-04
- Page
- Seite 405 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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405 von Kalisch u aüS. Amsterdam unde von Saloman - in GothenDrgL-;!-^ ..wir/; . r;: . i - : Zw beniobcn mitgetheilten zwei Auszeichnungen -füge ich noch einedritte: hinzu,, diebereits vor einigen' Monatendem. Nestor der hiesigen.Journalistik, Herrn M. L.. Nathanson,zu.Theil geworden, indem derselbenachdem, er-.voo einigen Jahren-den Ritterorden des Dannebrogi erhaltenzu Anfang dieses Jahres bei Nieverlegung der Medaction der „BerlingSke Titende" vom Könige. auch zum „Dannebrogsmand" ernannt worden ist. Herr? N.athanson, nun ein Greis von beinahe 80 Jahren, hat nicht nur in seiner langen Wirksam-, keit als Redacteur und als Statistiker sich hohe Verdienste um die allgemeinen-Angelegenheiten erworben, sondern auch in seinen jüngern Jahren einen großen Einfluß .-auf-dis günstige Gestaltung der pölitiWn'und socialen - Verhältnisse der dänischen Juden ausgeübt.! Ueber -seine Verdienste um die zwei Israelitischen Frei-' schulen, dieer vor 50 Jahren ins Leben gerufen und denen rer noch jetzt - mit Liebe und Eifer vorsteh t, hoffe ich bald--Gelegenheit zü haben, Näheres mittheilen'zu können. ,; ‘;; : Wie ich seiner Zeit bereits in diesen Blättern mitgetheilt,'hatte der-vor#7* Jahren hier verstorbene Justizrach Esbenschüh^M seinem großartigen Testamente unter Aüd etm auch. ein Legat für hie hiesige Univer-, siiätshMothe^ von jährlich 300 Thalern gestiftet, wovon 200 THM,Mr.AMaffuyg^von hebräischen und 100 Thaler von andern orientalischen Schriften verwendet werden^ sollten? Sonderbar genug hat die Bibliothek sich bis jetzt geweigert, dieses bedeutende Legat anzunehmen, Wem der-Bibliothekar der Meinung, tvgr,.daß. die hebräische oder rabbinische Literatur ffch nichtzurAufnahme-ineineUniversitätSbiblioche^Mne^Delcher. .Änsichf sich-sogar auch das^Consistorium ffMsoß....;He.W Pr,.,WpU,^dem-.eS nicht nur ais MüereMtor des genannten Testaments am Herzen lag,, dass dre Bestimmung, deS Testators zur Ausführung ko Me, .sondern auch als»gelehrter und Geistlicher.Hrauf^bedacht sesyMUßted.Uhebräische Literawr ^UL^^LhMvden..>Anerkennung-zu chvingen^ reichte beim Ministerium > ejpe Darstellung des^ ganzen Sachverhältniffes rin und wies "mit überzeugend er UWHeii und Gründlichkew die Hhe Bedeutung MMräMen Literatur an^fich^ Unts m Beziehung zü^anderp Wiffen- DWnach^''Hr Hattx auch bie Genugthuung,-daß der Cultus minister kurz darauf, als diese Angelegen-! heit im,Wkkeihing" zür Spracheimy/iihtet Änbectti* Folgendes öffentlich aussprach: „Ich habe jüngst eist Schreiben mit einer sehrvollständigen Aufklärung deS ganzen Sachverhältniffest von einem Manne empfangen, dessen Stimmein dieser Sache wegen ftiner dreifachen Eigenschaft als ausgezeichnet tüchtiger und bewährter KentierutzerLiteraturum die es sich hier handelt-:-als Geistlicher bej; der hiesigen israelitischen Gemeinde und : endlich als Erecütor des ist Rede stehen-' den Testaments ueine sehr große Bedeutung haben;muß ‘ nämlich von HsrrN'-vst' Wolffl Er spricht in je-' nem Schreiben seine Anschauung der hebräischen' Literatur aus und kommt zu einem Resultat, das nicht mit der Ansicht üb'ereinstimmt, vöst der man Seiten: des Confistoriums'Unbbek Universitäts-Bibliothekars ausgegängen>- ist. ^^Sö Me mir die Sache nun vor-' - liegt^w mach den Aüfktärungen, die mir mitgetheilt sind, ist es meine''UeberMgung/ daß Nur davon die Rede sein kann/doiS Legät mit der vom Testator beabsichtigten Bestimmung anzunehmen, und dieses wird darum auch geschehen." — Wir haben somit die Aussicht, mit der Zeit hier eine bedeutende Sammlung von hebräischen Werken zu besitzen. Indem ich mir noch einige Mittheilungeü über did Verhältnisse mehrerer Wohlthätigkeitsvereine der hie- : sigen Gemeinde für. einen - nächsten .Bericht Vorbehalte,; schließe ich für diesmal mit der frohen Mittheilung, daß der .edle HZohlthäter, der voriges Jahr' anonym der Religions schule ein Legat von 1000 Thtrn. übermachthatjüngst eine gleiche Summe auch der Mi disch-theologischen Unterstützungsgesellschaft für-Dänen" mit der Bestimmung überwiesen hatdaß die jährlichen Renten dieser Summe als Prämie für den theologischen Zögling, der sich am meisten auSzeichnet, verwendet werden sollen. ' M-^-r. rei<30*;j Mühlhausen, im Juni. (Privatmitth.) Der Rechenfchaftsbericht des Cdmite der Gewerbe- Und HandwerkssPüle für arme^ Israeliten über das?Jähr'A85A ist-erschienene 'Es chbißstdarin : /-Seit'der Gründung unstet Schule? würdest stähe ün 150^ Handwerker in ihr - gdbildetL' - 'Diese Kinder ', großen TheilS ^Waisen/ Und vöm Lande k'omrNend, konnten beim Eintritt-kaum lesen, aber beim uÄuStritt französisch' sprechet Und schreibest und 'bssüßen'gründliche' Kenntnisse iw Rech- 28