Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 28 (4.7.1859)
- Date
- 1859-07-04
- Page
- Seite 398 (sequence 2)
- Language
- German
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398 geben, während sie es dem Gegentheil verweigern, ihnen Beweise für die Befähig^ zu geben. Wir können dg-, her ^.r^MgneM Mkffe^ Gwi^ange^Ihr unS mcht digvM HKvgßHichk FreHeLt PwKret,- ^d'Wr.sePbst unfrei) so lange Ihr uns ausschließet, erhaltet Ihr Euch selbst im Zustande der Ausschließung; emancipirt Euch selbst, so find wir sofort auch emancipirt..; Literarischer Wochenbericht. Frankfurt am Main, im Mai. Kleine Schul- und Hausbibel von vr. Jakob Auerbach. (Schluß , aus No. 7.) Man erwarte hier nicht, daß wir uns "über ein so umfassendes Werk' verbreiten, die erheischt würde, wenn wir ein Urtheil über den. Plan des Ganzen und über alles Einzelne erschöpfend begründen wollten. Wir zweifeln, daß die Leser uns so viel Muße widmen würden, zumal ein Jeder gern sich seine eigene Anficht bildet, und hier nur zu wissen wünscht, ob es sich der Mühe verlohne, den Gegenstand näher zu prüfen. — Wir wollen demnach nur Dasjenige hervorheben, was unsre geneigten Leser erwecken darf, ein Werk, welches dem Unterricht empfohlen wird;, mit gehöriger Sorgfalt zu würdigen. Zunächst wünschen wir zu bemerken, daß die Ueb.ersetzung. aus selbstständiger kritischer Ken.ntniß der Urschrift hervorgegangen ist, also auf keine Weise als ein bloßer .Auszug vorhandener Übertragungen betrachtet werden darf. Dieser Punkt ist für solche Lehrer, welche mit ihren Schülern auch den Urtert durchnehmen, in so fern von Wichtigkeit, als sie fich dieser Übersetzung auch zur Erleichterung des Verständnisses des Bibeltertes bedienen können. Nur wird in dieser Beziehung nicht unbeachtet bleiben dürfen, daß in einzelnen Fällen der pädagogische Zweck auf die Wahl eines Ausdrucks Einfluß geübt hat, — was jeder tüchtige Lehrer sehr begreiflich finden und billigen wird. Was' nun den Plan des Ganzen betrifft, so finden wir ihn vollständig durchdacht und dem Zwecke in jeder Hinficht entsprechend. Das Werk enthält die heil. Schrift, so weit solche bei uns in den 24 Büchern als die Grundlage der Religionslehre anerkannt wird, nebst einer großen Zahl von Schößlingen, welche fie schon im Alterthume getrieben hat, und die zwar nicht mehr zu jener Grundlage gehören, aber fich als aus demselben Keime entsprossen kund geben, und daher jedenfalls anziehend erscheinen und 'manche Ergänzungen darbiete» , nämlich schön^ Stellen^tznd Sprüche der ApokrypKen untzpder fpäte^^Ld^WlehrerK'MS^KfMtKnMrHnMH n^wei MaMB W^^ichtSeOHuWMrK^iAnOhr^/ $ Die Geschichte reHet alles Thatsächliche, mit Ausschließung aller Wiederholungen und aller für den unmittelbaren Zweck nicht geeigneten Einschiebungen, genau nach /dem biblisthMTi^te üud imf biblischen ^aneinander, Dasjenige, was aus pädagogischen Gründen nicht zuläsfig ' erschien/ auf angemessene Weise ergänzend. Das Ganze ist * üon>HhrleWrerchrn Anmerkung en begleitet, minder um Lehrer oder Familienväter und Mütter auf Nutzanwendung aufmerksam zu machen, als vielmehr auf Beziehungen hinzuweisen, welche in andern Stellen zu finden sind, und zu belebenden Bemerkirngen Gelegenheit' geben. Es ist dies ein Vorzug dieses Werkes gegenüber vielen andern sogenannten biblischen Geschichten. — Dass hierbei das Buch Tobia und die Bücher der Makkabäer für die nachbiblische Zeit mit herbeigezogen worden, wird Jedermann um so mehr billigen, , als-fie ganz den biblischen Geist ) athmen. — Eine Ueberficht de.s,Hayzen und eine. Zeit- ' folge erhöhen die Brauchbarkeit dieses Theiles. Der zweite Theil liefert nun die eigentliche bibl. Sittenlehre, unter dem Titel.: resestüche aus den PropH e t e n und Hag i o g r a p h e n, ebenfalls mit einer Auswähl aus. den Apokryphen, und einer Sammlung' von Lehren und Sprüchen aus , der nachbiblischey Zeit- , . /L Dieser Theil hatte noch größere Schwierigkeiten, in so - fern die Terte der prophetischen Stücke ganz,besondere Stu-! dien erheischten, wie jeder Kennet bei Versuchen, solche Terte zu übertragen, erfahren haben muß. Gehen schon die vorhandenen Übersetzungen weit auseinander) so hat der Schulmann mit unendlichen Rücksichten in der Wahl des Ausdrucks zu ringen, namentlich um der. Jugend Alles anschaulich zu machen und fie vor Vieldeutigkeit des Sinnes , zu bewahren. Wir haben fast, alle Stellen einer sorgfältigen Prüfung unterworfen, und wenn wir hier und da mit dem Vers, nicht vollständig übereinstimMen, so dürfenwir doch bekennen, eigentliche wohlbegründete Ausstelluttgen nicht gefunden zu haben. - Zeit und Raum gestatten , uns nicht, über die Lristun- , gen des Herrn Verfassers uns . hier noch ausführlicherzu verbreiten. Wir bitten aber Sachkennerdenenein Werk? dieser Art näher liegt oder liegensollte, sich durch eigene Ansicht von Demselben' zu-überzeugen.!t : :,,u •;; Ganz vorzüglich müssen wir aber die erwähnten Nachträge rühmen, welche, einen kostbaren Schatz trefflicher Sit-.