Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 27 (27.6.1859)
- Date
- 1859-06-27
- Page
- Seite 388 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3224737-3226147-3226175--17812-3246743- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
-Stelle.Mt UebersetzuNgsvarianten %u begleiten, - undr eS iilfeh rfichz MmMSr - durchLN aH tzr n g u V gllmaycher l Pa* rianten^eiye ansehnliche Unzahl aus -:eineüWogew:bringen. ' DgA -wärd' demErke (auch jn Petreff einiger iunerläßliche.N'5 Berichtigungen^ wovon-wiw Mld; sprachen Hwerden; sehr förderlich;!^ -.Er-, wurde dadurch seiner -fleißigen und redlichen-Bemühung die Krone^aufsetzem - . =;/ Wsr wendenuns-zu der vorangestellten Einleitung, durchs welchecherLeser des^Korans auf dewrechten Standpunkt zur richtigen Auffassung des Korans hingeführt werden foG-^Sie^st7>ejy.er.-gegebenen Erklärungzufolg e,? von demMunsche ausgegangen, alles: Wissenswerthe i in gedrängtester Kürze darzustellen, weil eine umständliche Auseinandersetzung: ^ungemein großen Raum. ansprechen würde. Wir; -halten uns daher auch nur! an dem Entwurf, wie er hier? vorliegt. - Er will eben/ nur, eine Skizze sein, wie solche .für Leser des hebräischen Korans ausreichend, erscheinen dürfte. Nach einer kurzen Betrachtung ,über die Ausbreitung/des-Islams, in so kurzer Zeit vertheilt der Vers, seinen Stoff,aus acht mehr und. minder ausführliche Abschnitte: 1) Arabien und dessen Bewohner; 2) dasLeben Muhameds; 3):den Koran, 4) dessen jüdische, 5) christliche, 6) heidnische.Quellen; 7) die Sunna; 8) die.Secten. In der Darstellung strebt der Verf. überall möglichst rein hebräisch zu schreiben und nur hier und da weicht er davon ab,-/weil nicht immer der, Ausdruck sich fügen will. Die Auswahl,des S toffes aus älteren Vorarbeiten und die:T o rm der Behandlung hat der - Verf. /zu vertreten, und -die Kritik muß sich bescheiden, nicht größere Ansprüche zu machen, als die gebotene Kürze zu erfüllen im Stande ist. Die: ganze . Einleitung will eben mehr, anregen als vollständig belehren. .Inzwischen.glauben wir doch, sowohl .imBetreff.des .S t o ffe.s als der F o r m dem Verf. dadurch unsre Achtung bezeigen zu müssen, daß wir ihm und den Lesern einige Bemerkungen vorlegen, welche obigen Wunsch in-Hinsicht berichtigender Nachträge rechtfertigen dürften. Wir folgen den acht Abschnitten. : 1) Die Beschreibung Arabiens und seiner Bewohner v or Muhamed ist nach - Sale gegeben. Es wäre aber: gut gewesen, die neuesten Quellen, die. vor hundert. Jahren Sale noch nicht kannte, nachzuweisen; Ritter, v. Hammer, G. Weil und viele Reisebeschreiber geben genauere und in jeder Beziehung klarere Anschauungen sowohl des Geographischen als des Ethnographischen; Wir mögen , hier nicht auf Einzelnes eingehen, die Quellen sind Jedermann zugänglich.- Zu berichtigen ist aber jedenfalls, waö von der Kaaba gesagt ist (vgl. S. XVI. und XXVII.). Das!Morh):üst?-uichtÄ2^p>-: sondern ÄL^zwschrrtben- und-Oedeutets (Lubiw) Mnew/Wstrs el^ weil -der- Bau!?die Gestalt meines. Würfels chät. -Die Moschee, worin' sichr-dieselbe: befindet/-stchtkeineswegs-an der MittevonMekka, auMdieiK^aabaLnicht in -der?Mi^te deptMoschee ,: die an(? der -Ostftite/ der: Stadt sieht.- -üDass?dir K aab'a^uur dre.i/Wßnde: haben / soll,- ist ein 'unbegwistiches'Mißverständniß-/: da sie so HLußg: ga'ns .;dey.tli'chi'ibeMiebMä 'Und gezeichnetworden;-- Zugleich mit dem Verschwinden? dieses Jrrthunts.würden auch die Verhältnisse der' die Kaaba umgebenden -Gegenstände: und Oertlichkeiten (S: XXVIIl.) eine schärfere Bestimmungerhalten. v/- -i-i :: / 2) -Das Leben M:!s /ist im Ganzen gut skizzirt. Ungern vermißt man indeß einige sehr charakteristische Züge, als:.die / Bekehrung Omars^ die <Verhältnisse - M:'s zu jüdischen Dichtern und Dichterinnen - die Verbindung- M?s mit Ajescha n. s.uw.Alles von bedeutendem Einflüsse und. für die Würdigung der.Zeit, / in und aus welcher der Koran:entstand, vou Werth. G. Weil's Leben Muhamed's biet'et chier Stoff genug, wenn man auch für diernuthmaßlichen Leser des hebr. Koran auf Näwawi'nicht als Quelle Hinweisen kann, die übrigens sehr reichhaltig iff ■ /' Woher aber die Angabe (S. XXI.) entnommen sei/ daß M. „in seiner Geburisstadt M e k k a" 'sein ^Leben ausgehaucht habe, vermögen wir nicht zu ermitteln: - Gerade über die letzten Augenblicke M.'s haben wir sehr ausführliche, vielleicht etwas ausgeschmückte Nachrichten: Der Prophet erkrankte in Medina, und starb daselbst, umgeben von seinen nächsten Angehörigen: — Dieser Punkt gehört also in die. Nachträge! 3) Die Charakteristik und Schilderung des Korans ist sehr befriedigend. - Der. Verf. beurtheilt den Koran, wie uns vorkommt, zu hart (S. XXX.). Natürlich er- scheint uns die Form, welche dies Buch ziemlich lange . nach M. endlich , erhielt, so wie die Art, wie der gerühmte - Redeschwung darin Gedanken- und Mythen einkleidet oder ‘ in Anspielung nimmt, oft sehr ungereimt und abgeschmackt; ' allein abgesehen davon,- daß wir die.ursprüngliche Fassung - der mündlichen Ergüsse des Propheten nicht mehr besitzen, j vielmehr die Gestalt derselben - sehr bald mannigfache Umwandlungen erfahren hat, darf auch der Geist der Araber uns der Morgenländer jener Zeit und: Gegenden über! manche Seltsamkeit Aufschluß geben.': Wir dürfen nicht s übersehen, daß im 7. .. christlichen Jahrhundert auch der Talmud-feine mitunter sehr befremdlichen agadischen Zusätze empfing, und daß die Geonimschulen,/welche damals i ihre Wirksamkeit gründeten, trotz des Scharfsinnes in Ge-