Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 27 (27.6.1859)
- Date
- 1859-06-27
- Page
- Seite 389 (sequence 7)
- Language
- German
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etzlehr^ doch auch nichtlgerade wegen:Schönheit desMM oder; Folgerichtigkeit.-?der Darstellung irgend "einend Ruhm änsprechen können,^während sie doch' in der Bibel - die' erhabensten Vorbilderhatten. Der Koran hat, wie - ein jedes Naturgewächs eineSchesonderntBodws/^Himmelstriched undeigenthümlicher Bedingungen seichS- WachTthu-- Ms, auch' ein Anrecht auf eine selbstständige Betrachtung Und Beurtheilung; gerade wie r-as alte-und das neue: Te-' stamettt) gegen' welche^ ebenfalls die" Kritik eine Zeit-llangihre Waffen - gerichtet hat, ohne jedoch ihrem Ansehen Ab-, brüch thun zu können *•,$ ■ iZn berichtigen ist hier die: Erklärung' (S. XXXtz des- Wortes Alkiblah durch S üd-> Wird - auch bisweilen die SÄdseit e durch-dies Wort bezeichnet, so ist doch' dessen- Bedeutung: die Richtung, nämlich beim Gebete,- nach Mekka und zwar von jedwed er Sei te her; also wird mit dem' Worte: jede Weltgegend angegeben. -Bekanntlich'haben die Moslemen überall-, sogar im- Freien, V esondere Z eich en für Betende, damit fie sich nach der Ki b l-ach stellen. — Betreffenddie Schlachtungsfor- - Mel , wollen - wir noch hinzufügen, daß die Moslemen auch von dein, was ein Nicht-Moslem geschlachtet hatessen, wenn er nur beim Schlachten die angegebene Formel beobachtet hat. 4) Mit. genügender Ausführljchkeif ist nachgewiesen, — meist nach Geig er was M. aus den'rabbinischen Quellen geschöpft hat. Dieser Abschnitt ist für jüdische Leser sehr anziehend. Gegenüber diesem wichtigem Stoff werden die christlich en und heidnischon Quellen (Abschn. 5. und 6.) mit Recht in den Hintergrund gedrängt, obwohl sie etwas zu kurz abgefertigt sind. - 7) Was die Sunna betrifft, so wäre doch eine etwas ausführlichere Schilderung der Entstehung islamischer Ueberlieferungen an ihrem Orte gewesen, zumal sie sich auf die Schrift berufen. - Mancherlei geschichtliche Vergleichung mit der jüdischen Ueberlieferung war hier'anzuknüpfen. Indessen läßt sich hierüber nicht rechten. -8) In Hinsicht-der S ect en beschränkt sich der Vers. . auf 6 besonders hervortretende, nämlich: die Metaheliten, die Sunniten, die Charegiten, die Sesatiten, die Aliden, die Wechabiten (Wahabiten) , mit - Angabe ihrer Grundlehren. Alles in gedrängtester Kürze, auf einer Seite. Hier aber ist ein Punkt, welcher:einer gänzlichen Umänderung bedarf. Wir wissen.nicht, welcher Quelle die Schilderung der Wechabiten: entnommen sein wag. Der Vers, sagt: ,,Ums Jahr 1808 trat „ein gewisser Abdallah in Arabien auf, welcher die Proj ,-phetie Muhameds und -die-Göttlichkeit des Korans läüg-> j,Mte/:wngeheürrnMnhang: gewanü^ die Hiiligen Städte- „und ganz Arabien siroberte>M eh eme^ElP schlug ihm! „endlich, nahm rhy-Hefängän/ssandite ihstrdMsSuktüne - - „llvm «ach Konstant»noper^uwelcher^hM4825l chinrlchten!„ließ; die wenigen Reste--seinesAnhängS sinddie'We-' j ,Babrten in -jJdmen^ Dies i ist völlig ^unbegreiflich'- "Die ^Geschichte der Wahabiten, deren Secte seit der Mitte;des vorigen Jahrhunderts^ gestiftet-: durch' M och amM e d Ab debiW ach crb (gebl 1720)^) die -ganze Will/ Ires^Js- ^lams auf höchst merkwürdige Weise erschütterte,- istsia all-'; l gemeinzugänglich-;l undihre sehr Zweite -Verbreitung > so;wie ihre fanatischen Einwirkungen auf das Leben ganzep : Völkerschaften j gehören ^»7 den: anstaunenSwertheU Ereignissen Dieser Punkt war nicht auf das? unglückliche Ende - - ihres letztem Helden;zn beschränken, der übrigens' bereits : 1818 . besiegt und gefangen ^genommen und -am- 17/December desselben Jahres in Konstantinopel unter Mahmud 11^ enthauptet ward^-^-.; - 7 : :: a\/1 .! r Hier: ist eine voüständige: Berichtigung; unerläßlich.- -; E So viel von dem Stoff. Wir sitzen nun noch einige» Bemerkungen über- .dieMo rm hierher^ - :: - : Die Schwierigkeit, fremdartige Stoffe in rein -hebräischem Ausdrucke darzustellen , . kennt Jeder,' welcher ses versucht hat. Wir haben nur Wenige, welche dieselben ganz überwinden.: Die jüngern p olnisch-en Kritiker schreiben sehr gut, die Russen zeigen schon mehr Geneigtheit, G er m an i s M e n einzumischen (wir. haben deren eine große Anzahl gesammelt), die Italiener drücken sich rein und geschmackvoll aus, die D e u t scheu schreibenmehr ge su ch t und schw er fällig,: nicht, ohne .mancherlei .Unkraut; die Holländer, mit sehr wenigen Ausnahmen (Pollak, Mülder u. A.), verstehen kaum . noch, das Hebräische zu--handhaben. Die Kritik muß sihr viel- Nachsicht üben.; ' Unser Verfasser strebt nach Reinheit, so weit als der: Stoff es leicht an die Hand giebt.: Bisweilen will es nicht ganz gelingen. Hier einige Beispiele,-als Fingerzeige für Solche, die Hebräisch schreiben. - . - S. XL für eine bestimmte Religionslehre können wir nicht anerkennen; N'nist jedenfalls richtiger. „die damals bekannte Erde" ist nicht zu. billigen, hebräisch ist eher für diesen Begriff N2iüi2 'p'-idr. mit dem Artikel, ist ohne Beispiel. : Beiläufig finden wir die Anwendung des Bildes: die Pflugschar zum Schwert umwandeln,.auf Hirten nicht passend. Auch die Frage: „Wo ist wohl Einer, der nicht, vom Schwerte bedroht, es vorzöge, ein fremdes Be-