Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 26 (20.6.1859)
- Date
- 1859-06-20
- Page
- Seite 374 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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374 gang Wessely in Prag•:'von der Repräsentanz d e r öB'ö hmi sch e n -L and ju denschast - 8 - Thlr.,. Marcus Mündel, Mitglied derselben,<2 Thlr:/ von sich selbst' 2'-Thlr.u zsm. 12- Lhlr.; Vorstand der Synagogen-'Ge- Meinde Lands-erg a. d?Warthe 1-1 Thlr. l 7'/2 Ngr.; Lehrer M. N rum a rk in Witt m u n d (Ostfriesland) ges. 2 Thlr., von der Schülkasse ^2 Thlr., zsm.> 2^/2 Thlr.; Wedtheim S Lhne-iwAnclam 5 -Thlr.: (so .wie jährlich -1 Thlr.); Bez.-Rabb. Weil in Mosbach von der Gemeinde-zu Billi g h ei in 6 Fll b.-----3 Thlr. 12 Ngr. 8 Pf. — Gesammtsumme: 1240 Thlki Ngr. 6 Pf. Zeitungsnachrichten. Deutschland. ■ Mosbach avt NeEar, im Mai. (Privatmitth.) Der frühere Bezirtsälteste, Gerson Drcyfuß, ein Mann frommen Gemüthes und edlen Charakters, hat ein Capital von 500' Fl. gestiftet, dessen Zinsenerträgniß der armen israelitischen Nachbargemeinde Neckarzimmern als Beitrag zur Haltung eines Religionslehrers alljährlich züfließen soll. Nach einer hohen Verordnung Großh. Oberrathes vom 21. Oktober 1858 No. 804. darf nämlich der Gehalt eines israel. Religionslehrers im Großherzogthum'Baden neben dem üblichen Schulgelde von mindestens 48 Fr. für jedes Schulkind statt früher 135 Fl. nunmehr nicht weniger als 172 Fl. jährlich betragen. Diese hohe Verordnung, beziehungsweise Gehaltserhöhung, findet sogar bei solchen Gemeinden ihre Anwendung, mit deren ökonomischen Verhältnissen eine solche Gehaltserhöhung sich nicht verträgt. Unbemittelten Gemeinden auf solche und ähnliche Weise, wie es Herr Dreifuß gethan, unter die Armes zu greifen, daß man ihnen zu einem Erzieher und Lehrer ihrer Kinder perhilft, ist eine heilige Sache, eine Sache von großer Tragweite. Wir wünschen ihm Gottes Segen und recht viele Nachahmer in Israel. Aus Oberheffen in Kurheffen, im Mai. (Privatmitth.) Ucber ein Vierteljahr ist nun schon verflossen, seitdem der Aufruf unseres Herrn Landrabbinen, Dr. Adler in Cassel, an alle israel. Gemeinden Kurheffens zu Geldbeiträgen behufs der Bildung eines Unterstü- Hungsfonds für israel. Lehrerwittwen und Waisen ergangen und. in allen. Synagogen, des Landes verlesen worden ist.! Man pars daher wohl fragen: „Welchen Erfolg hat diese gutgemeinte und. trefflich abgefaßte Ansprache gehabt? Was - ist in dieser hochwichtigetti Angelegenheit -vonunfern Gemeinden geschehen?" -7-:Leider läßt sich "hierüber nicht viel berichten. . . Der! Aufrufwurde : verlesen - - in mehreren-Gemeinden -kamn eS sogar deshalb zu:einer Gemeindesitzung,- es wurde darüberdiscutirt und. dann die Sachen einfach sä isots gelegt.!. So-war es wenigstens ineiner großen Zahl von. Gemeinden. Ob in andern noch^ Etwas gesche-? hen, ist: bis jetzt nicht bekannt geworden; möglich-.daß sich einige löbliche Ausnahmen-noch Herausstellen werden.; Jetzt.absorbirt natürlich der Kriegslärm, die.Commerzbankscheine u. dgl. alles Interesse und; die Angelegenheit geräth dadurch in Gefahr, der Vergessenheit anheim zu fallen. Hoffentlich: aber wird unser:Herr Landrabbine die Sache.nicht fallen lassen;Unserer.unmaßgeblichen Ansicht nach dürfte.-am ersten -zum^Ziele zu ckommen: sein, wenn dahingewirkt, würde, baff!die Gemeindekaffen von -je 10 bis 15 Thalern Steuerclaffe alljährig einen Thaler zu dem Fond.abgäben.: Daraus würde eine, regelmäßige Einnahme und; eine verhaltnißmäßige Vertheilung:der Last refutticen und Privaten brauchten nicht in Anspruch genommen zu:werden. Die große Masse unserer .Israeliten hier zu Lande stehen noch gar nicht aus dem.Bildungsstande, daß sie für.eine allgemeine- Angelegenheit so leicht zu begeistern wären, namentlich nicht, wenn-ihr- Privatsäckel dabei in Anspruch genommen wird- .„Wer sorgtMrluNsr e Angehörigen?" Mit dergleichen Einreden sucht!man solchen Vorschlägen zu - begegnen , bedenkt. aber, nicht, daßwer für das Allgemeine arbeitet, wie dieses beim Lehrerstande der Fall ist,, auch verlangen darf, daß .das Allgemeine die Sorge-für die Seinigen - übernehme. Zudem sollten die!Gemeinden erwägen, d aß sie d.u r ch Ans ammlungeines de r a r t i ge n -Fd nds re ige n tlich für den ein.tret:enden Fallnur.stich selbst u n t er st ü tz e n, indemalSd.ann beim Sterbefalle, eines Lehrers die betreffende Gemeindekaffe hinsichtlich der Hinterlaffenen desselben nichtbeansprucht zu werden braucht. -Auch würde derselbe noch Mittel gewähren, ganz oder zum -Theil dienstunfähig gewordene. Lehrer zu pensioniren, was-für-manche-Schule ein bedeutender Gewinn wäre. Dermalen befinden.sich in. Kurhessen 7 unterstützungsbedürftige Wittwen israelitischer Lehrer.— ■ nr, .-?• --v,- : , Der Bau der neuen Synagoge in Fulda ist bereits so weit vollendetdaß deren Einweihung-noch vor,Pfingsten stattfindeü soll. . ES ist dieses ein-sehr stattlicher