Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 22 (23.5.1859)
- Date
- 1859-05-23
- Page
- Seite 323 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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823 sehr hartnäckigen Kampfe.gelang,eS, Einige zu ver- ) haften und 'sich auch ^destHüdenbildeS' zu»bemächtij ßcru Eine Untersuchung erwies, daß ^ieje Puppe; eine pme HöllenmaMye, war, M unt Pulper an-; gefüllt. i Einem oh dit zufolge ist von dem Senate in Jassy? festgesetzt worden, daß die Juden' sich sämmtlich mög-; lichst schnell europäisch tragen sollen, um, wie eS heißt,; den Christen keinen Anstoß zu geben. Wenn ich dar-j über etwas mehr erfahre, werde ich darauf zurück-; kommen. ■ ■ : I Rußland» St. Petersburg, 16. April. Die in- und ausländischen jüdischen Kaufleute betreffend, nicht die Juden im Allgemeinen, ist ein Mas erschienen, der den- ' selben gestattet,'sich in allen Städten deS Reichs zum Behuf des Petriebes ihres Geschäfts niederzulaffen.' Jedoch muß ausdrücklich.bemerkt werden, daß dieses Freiheit nur denjenigen Juden gewährt ist, die - sich; als Kaufleute erster Classe einschreiben lassen, wobei der Nachweis eines eigenen Dermögens-CapitalS von 90,000 S. R. ---- 100,000 Thlrn. unerläßliche Bedin-- gung ist. Diese Maßregel ist daher eben so human; als politisch, weil man den industriellen und commerciellen Emporien auf diese Weise das Capital-Vermögen zuführen wird. In letzterer Zeit haben aus diesem Grunde viele großrussische Gouvernements um Zu-; lassung der Juden .zur Niederlassung in denselben petitionirt. 'K ■- : ■ (Auch wir begrüßen diese Maßregel mit Freuden' alS den erst en Schritt, um die Barrieren' innerhalb ihres - Vaterlandes für ^die .russischen Israeliten fallen zu lassen. Wenn sie sich dadurch empfiehlt, daß die großen Capitalien den großen- Berkehrsplätzen zugeführt werden: so taucht dagegen das Bedenken auf, wenn die reicheren Juden di'e'Bezirke verlassen, in wel< chen die Juden allein wohnen dürfen, was wird aus der großen Masse dieser, wenn Verkehr und Unterstützung ihr damit entzogen werden? DieSist auch ein national-ökonomisches Bedenken. Redaction d. A. Z. d. Jud.) Mohillew, im Mai. (Privatmitth.) In der Kreuzzeitung No. 106. lesen Sie aus dem hiesigen Amts-- blatte Folgendes: „In letzter Zeit sind in .dem Mo-; hillew'schen Gouverneprent.ganze -Falschmünzer-Werkstätten und eine große Anzahl "Falschmünzer entdeckt worden^ 'vlele /dex 'letztem Zuchthäuser und alle blSjjetzt inhaftirtep Perbreched dieses Faches feien Jüden, so wie alle verdächtigten oder in Beziehung zu den Falschmünzern - stehenden Individuen." ' „Leider", schreibt dieses Blatt, „stehen die Juden diefeS ®oii^eruemerftö^ n>ie in Rußland, auf einer so,.niedrigen Stufe der Bildung, haß eben auö ihreri Mitte. der größte Theil der Falschmünzer, Schmuggler, Pferdediebe hervorgeht, daß sie aller productiven Arbeit fremd bleiben und die öffentliche .Meinung ihnen häufig solche Handlungen zuschiebt, welche die Gesetze aller Völker und Glaubensbekenntnisse verdammen." Diese öffentliche Verdammung einer ganzen Glaubensgenoffenschaft wäre uns minder auffallend, wenn eS nicht gerade in einem Amtsblatte wäre, das unter Aussicht eines Beamten steht, dem die Leitung deS Gouvernements anvertraut ist und der es wohl am besten wissen muß, daß die Falschmünzerei nicht ausschließlich von Juden getrieben wird. —^ Ja, jener Beamte mag eS wohl wissen, daß gewisse Persönlichkeiten- -7keine Juden — von der öffentlichen Meinung als solche bezeichnet werden, welche sogar bereits inhibirte Falschmünzer in Schutz genommen haben. —- Wie verlautet, gehen viele Gemeinden dieses Gouvernements mit der Absicht um, über diesen schnöden Angriff auf ihre Ehre in St. Petersburg Beschwerde zu führen und eine Abschrift der 'Verbrecherliste nach ihren Glaubensbekenntniffhn sich zu erbitten, damit die Regierung und die Welt sich überzeuge, wie wenig solchen Behauptungen in Betreff der Juden zu trauen ist und daß die Juden in diesem Gouvernement, wie überhaupt in Rußland in moralischer und in sittlicher Beziehung ihren Mitbürgern anderer Confesstonen keineswegs nachstehen. ....au. A »zeig e tt. Die hiesige - Stelle soll sofort besetzt werden und wollen geeignete Bewerber sich persönlich beim Unterzeichneten Vorstand mMen". "Die Stelle sichert bei einem festen Gehalt von 200 Thlrn., incl: Nebeneinkünften, 400 Thlr. jährlich. Reisekosten werden nicht erstattet. ' Samoczyn im Herzogthum Posen. Wer Corporations-Vorstand. Julius Seligsohn. V"" " " " '' 22**