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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-05-23 · Heft 22 (23.5.1859) · p. Seite 318

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 22 (23.5.1859)
Date
1859-05-23
Page
Seite 318 (sequence 6)
Language
German
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318 Mainstockheina Messeitigen Rabbinats), welcher -sich nach Amerika entfernte, habe für seine Ehefrau Janny Menhel--geborne Feldheim von Dettelhach,- v.on Amerika aus einen Scheidebrie'f geschickt, und sei dieser.auch bereits derselben unter Leitung des Dr. Werner, Rabbiners zu Adelsdorf,. behändigt worden^ /Damit sich nun die Meinung nicht geltend macheals wäre dieser Scheidebrief meiner religiösen Ueberzeugung entsprechend, und folglich auch fürs mich als. maßgebend zu .erachten:/ /erkläre ich hiermit, daß dies der Fall durchaus nicht sei, ich vielmehr in vorliegender Ehescheidungssache eine. Erklärung dahin abgegeben, habe, daß ich bereit sei, die, Leitung fraglichen Ehescheidungsactes unterden. Bedingungen vorzunehmen, daß entweder .T>av.id.Reinhard Mendel persönlich dahier erscheines.um: seiner Ehefrau den Scheidehrief zu behändigen, oder, vor dem Herrn Oberrabbiner vx. Adler zu London -und dessen Rabbinatscollegium und unter dessen Leitung einen Abgeordneten zur Ueb.erreich.ung des Scheidebriefö beordre; daß in. Amerika mir aber kein 'Rabblnats.coÜegium sowohl in orthodox-religiöser Beziehung, als bezüglich der rituellen Kenntnisse in der Art bekannt sei, daß ich, ohne Verletzung, meines Gewissens, dasselbe mit obiger Scheidungsangelegenheit betrauen könnte.— Eingangsgenannter wird Vorstehendes den dortigen Cultusmitgliedern geeignet bekannt geben. Würzburg, im December 1858. Der Districts- Rabbiner Seligman Bär Bamberger." -— Es hat dieses Placat unterdessen die gebührende Würdigung von Seite, der. betheiligten Herren Rabbinen gefunden^ — Es ist mir übrigens ein Fall bekannt, wo derselbe würdige-Herr schon vor mehreren Jahren auf weit mehr verletzende Art in meiner Ehescheidungssache intriguirte, die -seinen Rabbinats-District gar nicht berührte, und bei welcher die amerikanischen Rabbinatscollegien auch nicht ins' Spiel kamen, da beide Eheleute anwesend waren. Der schönen jüdischen Sitte folgend, nicht mit Bösem zu schließen, wollen wir mittheilen, daß die K. Regierung..der Oberpfalz die jüngst b.eregte Anordnung des Magistrats Amberg in. erfreulicher. Weise wieder aufgehoben hat. R. Preußen. Aus Schlesien, 24. April. (Privatmitth.) Ein neulich-zu Breslau verstorbener jüd. Kaufmann B. (gebürtig aus Grätz.im Großherzogth. Posen) hat letztwillig ^5 unter mehreren andernEegaten — dasiFränkelssche. jüd.-theologischsSeminar -in Breslaui-mid 500; Thlry.,. die Fränkel'sche Alterversorgungs-AnstalL:eben-; Ms mstDO Thlrn^,-ein anderes wohlthätiges Institut j daselbst mit 1QOO ThlM: undmEähnliches Instituten / Grätz -ebenfalls midi 1000, Thlrn.- -bedacht. ‘\iryob; Glatze Hraykenstein/ Habelschwerdt und Neurode habrn^sich/zu?einem SynagogeMGchneinde--Bezirbvereinigt und neulich einen Verwaltungs-Vorstand,-sö wie die gesetzliche Anzahl von>Repräsentanten..gewählt. r:! . . In Sdhrau sOberschl;), — wo der Dienstag'wer / gewöbnljcheuWochenmarktstag chat-'.der!?Magi- : strat,j. in/Rücksicht^ auf die jüdischen Feiertage/ die Anordnung getroffen, daß der.Wochenmarkt vom 19. d.-M^ einen Tag.früher (also am 18.) undwer vom 26. d. M. einen Tag /später (also am 27.) abgehaltcn würde.' ' Es dürste manchen Leser dieser Zeitung.interessirenzu erfahren, daß ein jüd. Lehramts-Aspirant, welcher im katholischen Schullehrer-Seminar .zsi-Peis kreisch am (Kreis- Gleiwitz) hospitirt, nicht b.los keinerlei Zurücksetzung erfährt^.sondernsogar: Seitens -des- Directoxs und der Lehrer-der chesten Behandlung und-seder nur möglichen Berücksichtigung sich, zu erfreuen-hat. ' n . Aus dem Posenschen erfahren-wir, daß . dort wieder viele jüdische Lehrerstellen vacant seien,. die; trotz der Bemühungen der betreffenden Vorstände nicht besetzt werden , können. In den Amtsblättern, von Posen und Bromberg liest , man. jetzt nicht selten jüd.Schulamts-Vacanzen, Seitens der betr. König ll Regierung selber angezeigt, was aber immer ein sicheres Zeichen, daß eine Stelle schon lange unbesetzt. DieBesetzung längere Zeit erledigter jüd. Schulstellen mit christlich e n Candidaten durch die Regierungsbehörde gehört jetzt in der Provinz Posen nicht mehr zu.demSeltenheiten. .. . rv;;i- . Gegen die Redaction der. in Warschau erscheinenden „Oaretta Warscliawska“ — über deren judenfeind- ' liches Gebühren wir bereits, in - No. 14. d. Z. eine Notiz brachten — ist Seitens einer ansehnlichen Anzahl Warschauer Juden eine - gerichtliche. Anklage;.' erhoben worden... i ■ .; ■ /. -; - .. -;w;, h Aus Schlesien, 10. Mas. (PrivätmitG)?->Spät kommt ihr, doch ihr kommt! "— Die jüdische Schule in Sohrau, Oberschl., ist nun endlich eröffnet worden. Es sind am ihr. drei Lehrer angestellt, neben welchen - aber noch-M, vierter ^uwie esündeß heißt, nur; als.

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