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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-05-16 · Heft 21 (16.5.1859) · p. Seite 304

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 21 (16.5.1859)
Date
1859-05-16
Page
Seite 304 (sequence 6)
Language
German
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bung Heilweise verbunden waren, bedürfen hier keiner Erörterung.: - Der redliche Geschäfts -- und Handelsmann, derdurchdaS Treiben gewisser speculativer Geister! mit zu leiden hat, wünscht van Herzen solche Vorkehr.' Im UebLigen kann eS der Wahrheit zur Ehre nicht -unerwähnt bleibendaß,-wie in diesem B latte scho n.früher derichtet wurde, getaufte und nich t getaufte s. g^ Hofmetzger^Gesellschaften bei uns ihr Wesen - Trieben, . w i e d e n n beisp ielS w e ife sogar einOrtSvorstand aus dem AmtsbezirkB. wegen Accisdefraudation bei einem H o f g u I a u f in W. gegenwär ti g in Untersuch ung st-ehE . " ' > Ich weiß wohl, .eS war mit diesem Artikel nicht halbwegS hinreichend entgegnet; aber - gegenüber dem Erlaß einer Kreis-Regien war doch Etwas gethan. ' Die Herren von der Seekreis-Regierung und die übrige lesende Welt hatte wenigstens-erfahren, daß der gedachte Erlaßchinter der Gerechtigkeit und Unparteilichkeit>(5usütia süväom6ütuM'i'6Auorllm) zurückgeblieben war)-mnd daßkeiner von den „Juden", wohl aber ein Eh rist/ und dazu noch-ein Bürgerme ist e r, -bei einer solchen^ „betrügerischen Speculation" als Aceis- Schmuggler ertappt und in Untersuchung genommen worden ist. .-Heinrich AZ eil, Hauptlehrer. Preußen. Berlin, 1. Mai. ' Die hiesigen Blätter theflen mit:! Mit dem verflossenen Montag, den 25. April, istlder'Termin abgelaufen, welchen der Vorstand der jüdischen ^Gemeinde zum Zwecke der Zeichnung für bie von ihmprojectirteS yn ag o g enan l ei h e im Betrage von - 300-000. Thlrn. angesetzt hatte. -Das Project hat jedoch, nicht den. gehofften Anklang gefunden, indem, wie die „Voss. Z^" vernimmt, die Höhe der Zeichnungen ffch nurl auf ca.. 70,000 Thlr. beläuft. Der bereits angeordnete Angriff des Baues soll nunmehr sistirt worden sein. * (Wenn mandas unabweisbare Bedürfniß einer neuen großen Synagoge für Berlin ermißt, wo für eine- Gemeinde von 16-000 Seelen die Synagoge bei erdrückender Anfüllung keine'1500 Personen süßt; wenn man vergleicht)- was für und wie viele Kirchen eine Stadt'von 16,000 Einwohnern zu haben pflegt; wenn man sich erinnert, was für Opfer große, mittlere und kleinere Gemeinden' für Erbauung' äffgemessener Synagogen bringen (z. B. Magdeburg, wo eine Gemeinde von 1000 Seeten-36,000 Thlr. aufgebracht hat); wenn man endlich an den Reichthüm denkt, den eine ziemliche Anzahl Glaubensgenossen in Berlin besitzt, und an den ausschweifenden Lurus, dem die große Mehrheit dort huldigt — so kann manselbst wenn man die ungünstigen Zeitverhaltniffe in Anschlag bringt-^.in dem geringen Ausfall derÄctienzeichnung nur abermals ein Zeichen des bedauerlichen Verfalls alles jüdische religiösen Geistes finden. Es ist derselbe verkommene Geist) welcher die unglücklichen Waisen eines jüdisch-religiös getrauten Paares als uneheliche von den Thüren des Waisenhauses zurückwies, weil die Eltern aus Unkenntniß die Civilehe nicht geschloffen hatten^ Es ist derselbe verkommene Geist, der keinem gemeinnützigen Unternehmen die Hand bietetsobald es jüdisch-religiöser Art ist, es sei denn ein Act der Mildthätigkeit gegen das Elend. Aber wir müssen es abermals hervorheben, daß ein großer Theil der Schuld?, an, diesem Verfall des jüdisch-religiösen Geistes den geistlichen Führern zufallt, welche Alles .verabsäumen, von sich weisen, ignoriren und möglichst unterdrücken, was den jüdisch-religiösen GeMeittsinn zu wecken vermag^: Die Redaetion.) < .; Nach Schluß dieses erhalten wir folgende „Berichtigung": Für die Anleihe zum Synagogenbaü sind, bereits mehr als 100,000 Thlr. -gezeichnet, und gehen fortwährend Zeichnungen ein; auch werden solche unbedenklich angenommen, so wie im Laufe dieses - Monats die erste Einzahlung gewärtigt wird. Düs Project ist also keineswegs aufgegeben. Insterburg, 4. Mai. (Privatmitth.) Am 14ten v.' M. hatte ich zum ersten Male das Vergnügenden hiesigen praktischen Arzt, Herrn Dr. Salomon Pincus, auf dem König!. Landraths-Amt zum Kreis- Phystkus zu vereidigen. Vor dieser religiösen Handlung las ihm der Landrath ein Belobigungsschreiben des Herrn Cultusministers vor, worin besonders seiner tüchtigen Leistungen als Arzt und Chemiker Erwähnung; geschah' und ihm in Anbetracht dessen das' König!. Kreis-Physikat für den Jnsterbürger-Kreis verliehen worden sei. Bei der Gerlach-Wagener'schen Partei, die auch hier ihre Vertreter hat, — hat die Geltendmachung der Artikel 4. und 12. nicht nur Entrüstung hervorgebracht, sondern daß man sogar dem Br. PincuS vor zwei älteren, bereits in diesem Amte

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