Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 21 (16.5.1859)
- Date
- 1859-05-16
- Page
- Seite 303 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Einzelnen 4 Vs Thlr., zsm. 12'/»Thlr.; vr. Joseph Perles in, Bres(au, von den Hörern des., jüdisch-t.heol o g i s ch e n S e m i n a r s Fränkel'scher Stiftmig 11 Thlr., vqn Candd, S zo ld und S e l i gm an n, Gymnas. H. Sch aar .undden Kaufleuten F r e ih a h n, M a ch s ch ewes, Freudenthal, G. Friedmann, jetzt verstorb. Biram 4 Thlr., zusammen 15, Thlr.; von L. L öwent hal In Wormditt, von fich selbst 1 Thlr., Rechtsanwalt und Notar vr. M o s n e r 2 Thlr., S. Rosenb a um 1 Thlr. , T. S a nd m a n n 20 Sgr, - zusammen 4 Thlr.20 Sgr.; Vorsteher I o sep h I a kob in F o r th bei Eschenau von der israel. Gemeinde 11 G. B. N. 6 Thlr. 8 Sgr. 7 Pf.; S. B l o e m e nd a J, Präsident der israel. Schulcommisfion in M a astri.ch t, von sich selbst 1 Thlr., von der rsra el. . Ar me n sch ul e 8 Thlr., And. C o-o p m a n n 1 Thlr., zusammen 10 Thlr. — Gesammtsumme: 704 Thlr. .1 Sgr. 5 Ps., - Zeitungsna ch r i ch ten. Deutschland.' Thiengen (Baden), 22. Apriü (Privarmitth.) Hochgeehrter Herr Doctor! Der Schluß Ihres. ,-Aufrufs zur Abwehr" in No. 17. d. Bl. veranlaßt mich, Ihnen nachstehende Mittheilung zu machen. Seit -einiger, Zeit wurde in einem Theile^ unseres Landes (Seekreis) von Juden und Christenstarker Handel mit Hofgütern getrieben. Die Concurrenz Seitens: der letztern war so stark, daß vielseitig die erstem gar keine Geschäfte in besagtem Artikel mehr machen konnten. So bildeten sich beispielsweise im Bezirksamt Heiligenberg, wo gar keine Juden wohnen,.ganze Ge feilschqfte.n solcher s. g. Hofmetzger. Dennoch, wer sollte es glauben, erschien unterm 29. v. M.: von der großherz, .badischen Regierung des Seekreises folgender Erlaß; der in den beiden gelesenften Blättern unseres Landes, der „Karlsruher Zeitung" und der „Badischen LandeSzeitung" abgedruckt war: . - „Großherzoglich. Badische Regierung des SeekreiseS. . Konstanz, den 29.. März 1859. - Die Güterkaufe und Verkäufe der Juden betr. An sämmtliche Bezirksämter des Kreises. Nach erhaltenen Mittheilungen nimmt in neuerer Zeit der Wucher mit Hofgütern durch sogen. Glückskäufe wieder mehr überhand. Es werden gewöhnlich ganze Bauerngüter einschließlich der-Fahrnisse von Juden angekauft und.dieselben sodann stückweise tyieder verkauft. Dem Verkäufer wird dabei eine i verlockende Baarzahlung, zugesichert und bedungen/ daß die übrige Häuptkaufsumme an diejenigen Personen zur; Zahlung in längeren Jahresterminen, verwiesen werden dürfe, welche bei der . Zersplitterung unddem Wiederverkauf des Gutes, die. einzelnen Theile an sich steigern. Dabei werden, stets - solche Versteigerungen der einzelnen Güterstücke in Wirthshäusern vorgenommen, und' um die Steigerer zu hohen Geboten zu verführen, Wein in Uebermaß eingeschenkt und oft auch Jedem/ der ein Steigerungsgebot. macht, - eine Anweisung auf Wein, Fleisch und Brot an den Wirth abgegeben. Das Amt wird zum Bericht aufgefordert, .ob dergleichen betrügerische Speculationen und Güterzersplitterungen in neuerer Zeit auch in dem dortigen Amtsbezirke vorgekommen seien.und welche Mittel für zweckmäßig.erachtet werden, diesem Unfug zu steuern. Insbesondere erwartet man die gutachtliche Aeußerung darüber,- ob eS nicht im öffentlichen Interesse geboten erscheine; die sämmtlich.en Liegenschaftsversteigerungen in:Wirthshäusern ganz zu verbieten, und nur ausnahmsweise da, wo kein anderes taugliches Local, in einer Gemeinde ist, M gestatten, .r.'-i^4, ' gez. Der RegierungSdirector Fromherz.". Darauf sandte ich nachstehenden Artikel an die Redactionen der „Karlsruher Zeitung" und der „Badischen Landeszeitung", welcher -denn auch in No. 89. und 92. der genannten Blätter erschienen war: I „Aus dem Seekreise,. 13. .April. Der Erlaß der großh. Regierung des Seekreises vom 29. v. M. .wegen Güterkäufe und Verkäufe-betrifft eine sehr.^.wichtige Angelegenheit,: und,können wir nur hoffen, daß Pie geeigneten Mittel aufgefunden werden; < um den mit den genannten Speculationen zu Tage, getretenen Auswüchsen ein Ziel zu setzen. Abgesehen davon/daß, wie wir uns bereits zu.überzeugen Gelegenheitchatten, die gegenwärtige Krisis ein für -die Speculanten unwillkommenes Bindemittel abgegeben hat, erachten wir, ohne den desfallstgen Vorschlägen, der. großh. Bezirksbehörden vorgreifen zu wollen, für alle künftigen Fälle Zweierlei für dringend nothwendig :. einmal,, daß die Versteigerung der einzelnen Hofgüter nicht mehrwie bisher,, durch die/Verkäufer selbst, sondern /durch einen Notar vorgenommen,? und sodann, daß die Versteigerung in den Wirthshäusern strengstens untersagtwerde. Welche Moment»mit der gegentheiligen bisherigen Ue-