Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 20 (9.5.1859)
- Date
- 1859-05-09
- Page
- Seite 296 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3224737-3226147-3226168--17709-3246633- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
296 Herr I. Großmann hielt'Ln der jüngsten öffentlichen Lehrerconferenz einen sehr gediegenen Vortrag.• überDine Erfindung: ,-die-Lustpumpe-ohne schädlichen Raum(<. ES ist factisch, daß er. bereits, vor zwei! Jahren die Grundprincipien dieser Erfindung in hiesigen gelehrten Kreisenkundgegeben. Wenn also hier und da der: Gedanke einesähnlichen Systems auftäucht, so wäre eö höchst ungerecht,' ihm das-Prioritätsrecht streitigzu machen. Ihr Aufruf „an alle treuen Bibelfreunde" hat unter den hiesigen öffentlichen Lehrern Anklang gefunden; was wahrhaft von Herzen geht, dringt auch: in die Herzens Mannst bereits zusammengetreten, um zur Beförderung dieses Zweckes schleunigst fein Scherflein beizutragen. Ich bm überzeugt, daß Sie in kürzester Frist von dem. Ergebniß verständigt - sein werden. M. B a u e r. Wien, 29. April. (Privatmitth.) .Der Entwurf eines Gemeindegesetzes ist: erschienen, während Oesterreich seine Heere zum Kampf aussendet. Dieser Entwurf berührt die confesfionelle Frage nicht; hoffen wir, daß die Berathungen, die jetzt in den Kronländern stattfinden werden, diese Frage in demselben Geiste lösen werden. Oesterreich kämpft auf dem Schlachtfelde für-sein gutes Recht, und gewiß, eS wird auch seinen treuen Unterthanen nicht das gute Recht versagen und vorenthalten. Während der Festtage waren beide. Tempel sehr gefüllt und man hatte Mühe, einen Platz zu erhalten. Wie ich höre, übernimmt Herr Sulzer jun. die Function eines Chordirigenten am neuen Tempel, und ein neuer .Cantor soll nur neben Herrn Goldstein acquirirt werden. - Das Armeninstitut hat nach dem erschienenen Berichte im Jahre 1858 25,000 Fl. verausgabt. Der Theresien-Kreuzerverein zum Schulunterrichte armer israelitischer Kinder hat im verflossenen Schuljahre d r e ih ün - d ert Kinder unterstützt. Diese Thatsache spricht deutlich-genug. Außerdem wurden für das Chanukkafest- 1187: Fl- 39 Xrr gespendet. Ich vernehme, daß die Vertreterbeim Minister des-Aeußern eine Audienz wegen der furchtbaren-Vorgänge gegen die Juden in Galatz hatten. Derselbeertheiltesoförtwiederholt auf telegraphischem Wege Instructionen^..an Heu dortigen österreichischem EpnsuK a Zugleich-versicherte-er/ daß derHerr Consul bereits bäS Möglichste! gethanhatti /Wien, 30^ April, Die „Ostd, Post meldet : j„Sicherm.Vernehmen nach wird die. Veröffentlichung -!deS/ Gesetzes, welches - die Angelegenheiten der. A k aßtholiken in! Oesterreich regelt, in nächster Zelt!stattfinden." Die officielle „Prager- Ztg." bringt ein ^bestimmtes Dementider durch hie Presse verbreiteten ^Nachricht-: über die Ausschließungjüdischer Aerzte!vom.„Jnternistendienst" im/Prager allgemeinen Kran- > zkenhause. - . f : ' ' " ' ' ' •'; | Wien, im April. Aus Czernowitz wird dem Wanderer folgender Beitrag zur Judenfrage mit- ^getheilt: Im Jahre 1856 erschien hier ein Erlaß der ^Landesregierung, wonach den Juden das. Halten christlicher. Dienstboten-bei Strafe untersagt wurde. Dagegen - wurde eme Ausnahme, hiervon zu Gunsten von jetwa z w an z i g mi t Namen au fg e fü h r t en -Fakmilien gemacht.. Demzufolge: liefen nun viele Gesuche an die .betreffende Behörde ein, worin gleich-- zfalls die ausnahmsweise Bewilligung zum Halten -christlicher Dienstboten nachgesucht war. Zn Ende ^vorigen.Jahres empfingen die Petenten (mehrere Hundert an der Zahl) vom hiesigen Magistrat folgende Antwort: „Indem die Verhandlung, betreffend, das Halten - christlicher Dienstboten durch Israeliten, bisher noch nicht der meritorischen Lösung zugcführt wer-. den konnte, inzwischen jedoch die Verhältnisse und- Umstände, welche die NothWendigkeit des Haltens christli- : cher Dienstboten bedingen, sich geändert haben -können, so ist die hohe k. k. Landesregierung dermalen nicht in der Lage, auf dieses Einschreiten zu reflectiren. Wo- - won der Gesuchsteller zufolge des h. Landesregierungs- ^erlaffes mit dem Bedeuten verständigt wird, daß, im. Fall des Beharrens bei diesem Ansuchen, ein-neues, gehörig begründetes, gleiches Einschreiten im Wege des Magistrats an die h. k. k. Landesregierung überreichtwerden kann-" Diesen : Entscheidungen zufolge haben nun Viele ihre Gesuche erneuert, welche aber noch bis zur Stunde ihrer Erledigung-Harren. / A n z e tj ett. - Concurrenz-Eröffnung. Die Stelle eines,--.ersten Cantors. bei der -hiesigen israe-. litischen Religionsgemeinde mit einem firen Gehalt von Fl. 500. und den ordnungsmäßigen Accidenzien, ist erledigt: ■■= ■- ■ 'r; * Der Anzustellende muß nicht nur genügende mufika- '