Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 20 (9.5.1859)
- Date
- 1859-05-09
- Page
- Seite 290 (sequence 6)
- Language
- German
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Erst vMeimtzbn Wbchett war in-einem Pröceffe, Geldforderüstg betreffend-/ veM Kläger» einem Israeliten, die Ableistung des Eides»- zugesalleü iüüd chierzwschon Termin Hei -dem'königlichen 'Landgerichte' Hl in Mittelstand ken änberaumt,' wozü auch' beide' Parteien Mit ihren» Anwälten erschienen-wären.- Der-verhandelnde Beamte wußte jedochptrotzder» Einsprache des-Anwalts die beklagte Partei zu bewegen, auf Ableistung des sogenannten alten Judeneides-z'u bestehen. Der klägerische Israelit -ließ sichS gefallen,^ üm den Proceß zu beendigen, obwohl sein Anwalt eS durchaus nicht zugeben wollte, und so. wurde der Eid einige-Tage darauf in einer Synagoge' geleistet. Es - ist diese Nachgiebigkeit jedoch um so mehr zu bedauern, als schon mehrmals die Appellationsgerichte verschiedener Kreise sich gegen die Zulässigkeit dieses «EideS ausgesprochen haben, und es überhaupt Münfchenswevthwäre, einmal)einen Ausspruch des Ober-AppellationSgerichts iw dieser wichtigen An-' gelegeNheit-ztt provociren. : Niesollte -sich daher-ein Jude -auf Leistung des- Eides moresuäaieo-so geradezu einlassen. ";;;■;:;i , i ' Deri bekannte Erlaß des Districts - Rabbiner Seligman Bar Bamberger in- Würzburg, - durch -welchen eine von vr. Werner in Adelsdorf auf Grund eines aus Amerika gekommenen -Scheidebriefes vorgenommene Wiedertrauung der geschiedenen -Frau für ungültig erklärt .wird, unv der. außerdem nur solche Ehescheidungen für zu. Recht bestehende.hältdie von dem Herrn Seligman Bär selber oder vom. Rabbinate in London vollzogen - sind, macht - noch immer) viel von sich reden. Es - ist schauderhaft, man. verzeihe den. Ausdruck, zu welchen Ertrav«ganzen sich diese Partei, in ihrem, blinden.Eisir verleiten läßt. .Erinnert aber nicht das Ganzean das.frühere Monopol des Koscherkäshandels,.dasebenfalls dieser Herr allein besaß? — Beides ist jedenfalls gleich ren.tabel. ^Die . Sache aber -ist als Spaß, viel.zu ernst. *). . .. .V .......i-: j : - Nach einer Mittheilung des- „deutschen Schulbo^- ten" wurde in neuerer Zeit iy Jerusalem, eine kathv^-! lische Mädchenschule, gegründet, deren Hauptzweck, die : .Viel. weniger als bas Auftre.ten-dieses ganz/ungebildeten Mannes ist die Unthätigkeit der sämmtlichen bayerischen Rabbiner gegen diesen Mann zu verwundern.!. ,^Die Herrschaft dieses! Mäünes. nimmt räsch Hi ' Wb Mr' ein. Räbbinätsfitzdäcänt! WM, ist er,"wenn 'nicht Mitstmett- Söhnen» doch mit seinen.GüüMngenda/ und gewöhnliche trägt -er --- jpen:Meg. davon/ j,: •: '£ \; *. ::■.* (£or-pesp^n:?r | Bekehrung ^jüdsschey Kjnd§x,ist. —, Dip^vielgenannten «patriotischest ÄestÄ! st^e^^IeKsche AntchKrt^auf eine i welsche Frage" vowHerrwAMuS Rodenberg wurden j von dem königlichen Priöfefför am Confervatorium in! München» Herrn^BrandesKfür Mättnerquärtert in - Musik gesetzt. tt. - - Hanndöer,7 t April/ (Prtvätmitth-); Die Noch» j mit welcher mnsere Glaubensgenossen in Jerusalem zu I kämpfen haben/ hat sich in neuester Zeit noch wesent- - lich dadürch gesteigert, daß dort ein) überaus großer i Mangel dn-Wohnungen fühlbar geworden ist, der un- : sere armen Brüder um so härter trifft, als sie, fast sämmtlich ohne Besitz eigener Häuser, don der. Gnade : der türkischenHauseigenthümer - ab hängen, welche bei : dem stets wachsenden Zudrange der Pilger von allen : Glaubensbekenntnissen den Miethspreis so sehr gestei-! gert haben, daß ihn/unsere in - Dürftigkeit - lebenden! Glaubensgenossen schon nicht mehr erschwingen kön- - nen. -ES wird aufs- < glaubwürdigste bezeugt» daß die : Wohnungen einer großen Zähl von jüdischen Familien: in Jerusalem mehr Löchern gleichen, in die man nt Europa nicht einmal Thiere verweisen: würde: -Hier- : zu kommt noch, daß' auch für den jüdischen Pilger - sich in der h. Stadt kein gastliches Obdach austhut,! und manche Arme werden: hierdurch nur zu oft genö- -thigt, von der mit überreichen Mitteln ausgestatteten: : Gastfreundschaft der Misfionäre Gebrauch zu machen, die. sich gernmit Seelen bezahlen •; läßt.- Um diesen drückenden Nothständenabzuhelfen / hat - dies: deutsch-- - holländische Gemeinde in Jerusalem/einen sehr schö-i nen und passenden Platz am Berge Zion angrkauft, : um darauf Wohnungen für jüdische Familien undein jüdisches P.ilgerhaus zu erbauen. Zur Förderung die-; seS- Unternehmens, welches f. d m/njitil ich e.n jüdischew; Gemeinden - im Jerusalem -zw Gute.komMensvll, hat: sich : hierein Comitr-gebildet// um»'zu dem 'gedachten. Zwecke in - hiesiger SynagogengeMeinde- und. dem gänH 'zen Königreiche Beiträge) zu sammeln»- und hat die in : unserer Gemeinde-demnstaltete-Sammlung allein schon ' dieanfchnliche.Wumme vvuÄ00.Thlrn.) ergeben/ welche; einstweilen belegt Morden istzünd sofort zur -Verfügung : steht» wenn/erstdie--Nachricht hier eintrifftz? daß jener- : Bau in Angriff.-genommen ist.--s-w?n<->/! - Unjer: deG für- Me-sgegenwärtig: hier stattstndendb' ' Kunstausstellung > eingegangenen - Gemälden" findMsich -; auch einejvo.n;eineM: hiesigen.jüdischen MalersgelM