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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-05-02 · Heft 19 (2.5.1859) · p. Seite 275

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 19 (2.5.1859)
Date
1859-05-02
Page
Seite 275 (sequence 5)
Language
German
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veränderten Ministeriumgut macht,- was sdie legislative für diesmal: nicht zu Stande -zu.-bringen ver-- mochte. - , r,' ';; > - a Sch. . Preußeü. Lyck; 14. April. (Privatmitth.) Die hiesige Gemeinde zählt. 18 Mitglieder, wovon in neuerer Zeit erst-mehrere zugezogen sind. Zur Ausübung des Gottesdienstes wird jetzt eine Stube benutzt. Vor mehreren Jahren hat ein sehr achtbares Mitglied, welches später'den hiesigen OEverlassenbei Gelegenheit einer Familienfeier der Gemeinde 300 Thlr. zum Bau einer Synagoge geschenkt.? Angeregt durch diese edle Thatz beschlossen alsdann die Gemeinvemitglieder mit freudigem Herzen ihren Verhältnissen angemessene Opfer zu bringen, um. ein Gotteshaus zu - errichten, :und wurde vor zwei Jahren der Bauplatz, dazu gekauft. Heute nun wurde der Grundstein &um; Baut desselben: gelegt, und bringt unsere - kleine Gemeinde: durch freiwillige Beiträge die Geldmittel dazu auf (der Kostenanschlags betragt 4000 Thlr.)- ein Beweis, welcher Geist in der, Gemeinde herrscht; dieses ist, auch nur zu erzielen, wo Friede und- Eintracht wie hier waltet. Berlin, 20. April. Der Bau des Krankenhauses der hiesigen jüdischen Gemeinde unter der Leitung deS, BaurathS Hrn. Knoblauch und des Maurermeisters Hrn. Fränkel in der Auguststraße, ist im Rohbau vollendet, so daß man in der letzten Zeit mit den inneren Einrichtungen beginnen konnte. Gegenwärtig ist man damit beschchstigt,^ ,die .GaSerleuchtung^ einzurichtenvorauf; mssn^mit-' der Wasserleitung beginnen wird. Auf dem nach der Auguststraße zu gelegenen Terrain wird der Grund, zu eineyl zweiten Seitengebäude gelegt, welches zu Wohnungen für die Beamten dienen soll. .! Berlin, 19- April. Die Proteste einiger Kreistage. - gegen die Zulassung jüdischer - Rittergutsbesitzer waren nur ein „Sturm im-Glase Wasser", und ha-' ben ihre Erledigung bereits gefunden. In der gestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses brachte der Abgr v. Vincke sie ungefähr mit folgenden Worten zur' Sprache: Der Vorredner habe s den Standpunkt der- Frage völlig verrückt; die Kreistage hättennicht eine Petition an die Regierung oder das HauS gerichtet, sie hätten sich vielmehr erlaubt, -Urtheile über die von der Regierung mit Allerhöchster.Autorisation erlassenen - Verfügungenzu Protokoll?züd geben- Änd - dagegewM : protestiren solche Beschlüsse^ lägen / aüßerhÄlb - ihrer Competenz l-(Bravo irechtS) . und weshalb lchabenerisse dev :Uederhebung beschuldigt;. zw .solchen Beschlüssen - hätten sie kein - Recht;: dahinein chättenuste garz-mchts : zu reden—nicht einmal düs Tippelchm^ über dem'i § (Bravo rechts); den - von- Sr^ Königl.. Hoheits--dem! Prinz -Kegenten genehmigten AnordnungW-der- ReL gierung hätten sie sich einfachzu unterwerfen Heb-: Haftes Bravo rechts). o<:?, ojr-i .ü i’fcv# - Hierauf erklärte der S t an t smi-ni st eir von A u er S w a ld:die Regierung theile ddie-: Ansicht -deS, Abg, v^ ZeAitz in dieser: Frage nichtsie erachte -vielmehr die Kreisversammlungen zu Wergleichen Protesten nicht für ermächtigt - und haltedie Proteste nicht für - gestattet (Lebhaftes:'Bravo: rechts, vereinzeltes Zischen \ linkS)^:Die. .Regierung: habe deshalb, aüch ikeirren-An-r; stand genommen,; diesen Protesten gegenüber,-: sobald: sie von den.Vorgängen Kenntniß erhalten'chabe-schieb ^geeigneten Maßregeln?-zutreffen! (.'lebhaftes^ B'ravN! rechts); sie werde mit diesen; Maßregeln fortfahren-: hoffe aber, daß dem'von-einigen Kreistagen gegebe-- nen Beispiele keine weitere Folge gegeben werde' (lebhaftes Bravo rechts). ' i . Berlin, 23. April. Wir haben' schon erwähnt, daß sich die Commission des -Herrenhauses mit einigen Petitionengegen die Zulassung jüdischer Rittergutsbesitzer zu den Kreistagenchefchäf-: tigt hat. Der Bericht - der Commission liegt-jetzt.vor. Wir heben aus demselben nur die - Erklärungen der - RegierungS - Eommission^hervor. -Der- CoMmiffarrdeS! i Ministers - des Innern- - trug v or: nw*} „ Die Frage, ob? den* Juden - die - Ausübung stän-: bischer Rechte auf Kreis- und Provinzial - Landtagen - nach Lage der Gesetzgebung versagt werden ^kann,: hat: von der-Stäatsregierung nicht als dine Fragd der,AN-!tipathie oder Sympathie,- sondern als 'eine RechMfraM -angesehen werdeNmüffem Die Entscheidung:derselben hat bei der klaren uttdunzMibeutigW Fassung der eiM -schlagenden Gesetze nicht zweifelhaft sein können^ Mäh--'!rend 'dämlich die in den' Jahren 4823 ibis -1827 . erlassenen Provinzial^:-und-Kreis-Ordnungen ÄlS dingung für die Standschüft die Gemeinschaft mit einer : der christlichen Kirchen voranssitzenverordnet der Ar-- tikel 12. der Verfassungdaß der Genuß der Würger-: -lichen und staatsbürgerlicherkRechte Unabhängig ist von

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