Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 19 (2.5.1859)
- Date
- 1859-05-02
- Page
- Seite 274 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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AfHh^irvMnüMan -12 Ngr: Gesämmtsumme: 513: LM.!9 Mgr. L Pfr z'U'iv) fv ^Wmchebenaus dem Begleitschreibene unseres: .geschätzten Eollegey- Herrn iDri* B ü r st - Folgendes-Hervor^:! ^Meh-. men. -Sie/iverehrtester; Herrmeinen- -wärmsten: Dank entgegen/ -den Ihnen gewiß jeder für;seine Religion begeisterte :3ude nicht .-vorenthalten wird: - > Nachdem nich ts ■'«; awith die - betr.; Nummer Ihrer Zeitung erhalten, habe ich: mich .entschlössen;3>‘T>ru:/s.-'id in einer Predigt das Verdienstliche Ihres -Unternehmens und -die Psticht-dabei mit-: zuwirken,- einzuschärfen: Es freutmich, dass ich Ihnen als: Ergebniß davon mittheilen kann/- daß diehiesigeisraelitische- Gemeinde'-zu. diesem -heiligen ^Zwecke mir -dem Betrag von dreiundvierzig Gülden übergeben hat, und-deehre ich mich/ Ihnen dieselben anmittzü'übersenden.".:^. - Dies-issWd'rt und-Thal zugleich. 'Desgleichen erkennen wir die erfolgreiche Einwirkung ^unseresverehrten Collegen/Hrn:: P r ä g-'st', mit -herzlichem DaNke an) Sonst haben!wir freilich -eine Unzahl von Briefen empfangen, welche sich sehr begeistert aussprechen, aller nur Worte?! - - . - Wie -groß-das Bedürfniß ist, das in unserm Unternehmen beftiedigt werden' soll/ kann man daraus ersehen, daß L er ei ts d er- B ed ärfu v on : ca- -25-000 Bibeln aus nähen Und fetnen Ortenangezeigt/ und dies -erst auseinigen. Plätzen und - gleich zu-Anfang!!! ' Also — thuet! l-- Zeitungsnachrichten. , Deutschland.' ' -' - Fürth,. 29: März. (Privatmittss) Unsere diesjährige Kammersaison ist mittelst allerhöchsten Landtagsabschieds vom26.d.zu Ende geführt/ ohne dass während der! langen- Dauer derselben unsere Verhältnisse nur berührt wurden, und somit sind unsere Hoffnungen zu Wasser geworden. Nicht daß wir etwa die Aufhebung des famosen Judengesetzes von 1813 erwarteten , daß: - -den. .ÄudßN ' W:; etwaige ..Erwerb von Brauhäusern, Mühlen rc. würde gestattet werden; dafür überließen 'wir die Sorge diu Geldprotzen, den mit Stolz- und ^Hoffart auf ihrössentweder! durchglückliche Conjuncturen'oder Erbschaft/ öder gerade nicht aufdie solidestei - Weise - erworbenen Mammon sich Brüstenden. Dass - aller düs tyrannische/ göttliches Und menschliches Recht - höhnende- Matrikelwesen, das den'Juden mit einer Licenz zur Unsittlichkeit-und zum Abfall von seinem •j GoZte/^vepseherckes;Gefttzi--zuy WeschMMyg' seiner- An-,! sWgmachu-ng würde/herogirtMerden: MaS.chÄtMwir - Symptome zu erhoffen-/ ungeachtet unsererseits .der - Schritte fast - gar - keine gefchehenOnd,-wedervo.n jener j alleS Jüdische und Religiösermit-lächerlichem Hochmuthe; undgleißnerischem. Dünkel deöavouirenden..Clique/ die - aber -gleichwohl--aufallen, -ihren:Bahnen -an:ihre-jüz dische Abstammung sich muß mahnen lassen/mych. von - jener bigotten, ' in. gemüthlicher: Ruhe ldahinlebenden, > Alles unserm-,/Herrgott" überlassenden Partei, obwohl : durch :eine. derartige Unterlassung oder gar o*^ *) entsteht. - Glaube man aber ja - nicht,, daß die Zeit-hierzu nicht -.geeignet-gewesen wäre. In' den -entscheidenden höchsten und allerhöchsten Krei/ sen :-77- -dessen , sind wir - zuversichtlichüberzeugtistman. höchst-günstig für uns geftimmtundgern bereits unser Loos -zu erleichtern. /Eben so war: die diesjährige bayerische Abgeordnetenkammer vonsolchen libe-- ralen, über alle Vorurtheile erhabenen Capacitäten zu-, sa.mmengesetzt,- daß ein desfallsiger Antrag-vielleicht ohne Widerspruch! von irgend einer- Seite zum -Gesetzerhoben: wordensein -würde. Sind ja selbst die Manen des vormaligen, nun verstorbenen israelitischen Redacteurs des Nürnberger Friedens-- und KriegS-CourierS, Feust, auS dem Schattenreiche heraufbeschworen, und mit dem Gewände des RichmeS und dem Strahlenglanze ehrender Anerkennung feines edlen Charakters bekleidet worden- (Brater). Wer jedoch den ganzen Verlauf der ganzen-: in den Annalen des deutschen. ConstitutionaliSmuS noch nie dagewesenen Kammerverhandlung verfolgte, wer die ungeheure zwischen dem König!/ StaatSministerium und der Abgeordnetenkammer obgewaltete Schroff-. Heft bemerkte, wie erstens zwar jedem von letzterer ausgehenden Antrag 'feine Zustimmung zu geben, bereitwillig, eigene Anträge zu stellen jedoch nicht gewillt war, wie hinwiederum letztere auö eben diesem Mangel des Entgegenkommens - die Initiative zu. ergreifen grundsätzlich verweigerte: und nur Anklagen und. nichts, als Anklagen anzuhäuftn - bestrebt: war: der findet eSleicht erklärlich,- warumin - unserer Angelegenheit ohne unser Zuthun .nichts geschah, auchnichts geschehen konnte/, und unwillkürlich ^erinnert es -uns. an jenen in Jef. 53: erwähnten „Knecht Gottes", der „für die Krankheiten Anderer zu leiden hat." - > v. - - Hoffen wirdaß die Verwaltung, selbstbei einem *) Cf:: Midrasch rabba hereschith. C. 34. .,