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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-04-11 · Heft 16 (11.4.1859) · p. Seite 232

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 16 (11.4.1859)
Date
1859-04-11
Page
Seite 232 (sequence 6)
Language
German
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T-77 ich denk-;aber, wir; folgen?dem. großeng Könige-Wlh! überweistw die« Petitionder :Staatsregjernng .zur Merüch?; fichtigung.- ..... -1.- „ >„; / Abg. v. B.lancken'bur-g -freut, sich, ..auf.Men..Seiten Vundesgenossengesunden,zu!haben,!wä.hrender im Mn-, fange/geglaubt habe , iln ein,- Wespennestzu - .stechen. - Er dankt namentlich /Ver/StaatsMiexung, -?daß Ge/jn. fast allen Punkten mit -ihm/übereingestimmt.//Erfreutsichauch -der Pundesgenossenschaft des Abg< v.'Pincke. Wenn dieser, das Grundrecht, nicht kenne/ ans welches/er-hingewiesen-/so wolle er es ihm -sagen: -dasselbe/stehe im Herzen;des Volkes geschrieben die Schrift könne aber nicht. Jeder lesen. .(Gelächter.) - Der- Redner hofft, - indem ser .seinegroße/Verehrung, der Juden betheuert, daß Gott ihnen: bald, die Augen öffnen werde -darüber, daß auch für. sie der Messias gekommen/.-- - V- ';/./{:■ / ///..,,/ i . Justiz m i n i st e tWennder. Abg. für Hagengeäu-; ßert? hat, er habe den -Grund Achnicht vergegenwärtige« - können, aus? welchem,ich der Ansicht ftn daß.Juden christ-! liche Eide nicht abnehmen können, so. glau be. ich zwardaß; dieser Grund/ aus dem von mir Angeführten hinreichend zu -entnehmen , ist,- nehme. aber auch keinen,Anstand, diesen i Grund nochmals dahin anzugeben: Ich Lin der Ansicht, daß die Mehrzahl der christlichen Unterthanen. Anstoß daran . nehmen würde, einen Eid mit christlicher ^Bekräftigungs- - forme! von einem Juden ubgenommen zu sehen/ von. einem! Juden, der seiner religiösen Ueberzeugung .nach auf einem: ganz/andern- Standpunkt, stehe« muß. So, lange der Eid ] in einer religiösen Form abgenommen wird, kann ei« christ-! licher/Md -nur-wo.U -einem Christen abgenommenwerden. \ Auchder Jude wird nicht von dem christlichen.Richter per-- ] eidigt, sondern vy» dem Rabbiner, welcherähm -die Per-? Mahnung, macht;, und man wird dem gläubigen Christen j gegenüber doch, nichts. Anderes statuiren wollen, als -dem; gläubigen Juden. Wenn also ein Jude seiner religiösen. Ueberzeugung nach einen christlichen Eid nicht abnehmen kann, so besitzt er nicht die Eigenschaften zur Ausübung: aller Functionen, welche sein Amt erfordert,. und, ist des-; halb nicht befähigt, dieses Amt zu bekleiden. Wenn , Je- \ mand stottert-so ist das ein persönlicher Grund, nicht.aber! ein.grundsätzlich:den Richter ausschließendes Moment..-7j Einem WßverUndniß will, ich noch begegnen^ -nämlich j dem, als ob behPewerbungen umMechtsanwaltstellen den! Judengrundsätzlich die minder gesuchten SteNen zugetheilt werden sollten; dies/ liegt.vorläufig/daran, daß. den jüdi--! schen Juristen ihrer Anciennität mach erst .weniger gesuchte; Stellen zu Theil werden, können,: ohne die christlichen Pe-; Werber zurüAzusetzenzstwenn diei-jühMm'BepWber-jiyHer Ancsennitäk?vorgerüOHnh-^exdDrfhnkn MbstvMKn.dl.ich auch/ihie gesilchtepM.Stellen M Thei^werdM.^ ,; Cul.LnsMimister mMÄHmMNAOolhw.egfr Ich wMmur;.chie/^hatsach^ Ktzr, anssthMn welche,wohl;$ex eingehendsten,-Ekwägung MlO /ist,,- InMezug aM M über/ die. Anstellung -von Zudey, ani/dewMyyWasien,-Gesagte kst; der-frühere Wlli Uir-ntchrhekAWt^jMnM-meiner Verwaltung ist ex;nicht!vorgekommen..-, Nach-Artz/24<jder Vers-Drkunde sollen r die - Elementarschulen -einen Möglichst confessioneflen-Chgrakter erhalten./' Ich möchtej.yun fragen, ob/may; an - einer solchen Schule :ejnew Juden - als Elemen- Mrlehrer / .aystellen können/ Der-Justizministeruhat --b ereits darauf, hingewiesen/ daß -auch Universttäten gleichfalls, einen solchen Charakter / haben können - /nicht -durch /das-Gesetz, sonderndurch ) Statut/! Mit he« Gyylnasien, steht/-es/;sodaß sämrntli.che- MYmnasien -im preußischen,Staate/-einen bestimmten. con.fesfionelle.n -Charakter haben;-.es/sind-ent-- weder evangelische oderkatholischez/anrevangelWen,'Schulen können keine Katholiken, angestellt werden -- und, --eben so verhält es ,sich umgekehrt.: .Jch/frage.nu.y, vh ausGrnnd des/ArU- 42. wer Verfassung vonviesem iGrundsqtz^zu-Gunstender Juden abgegangen/werden/soll /-und-was/weiter daraus folgen sollte, wenn an, beiden Arten v.ou' Gymnasien jüdische Lehrer angestellt., werden - solltenals- Miterzieher der,Jugend. Als Hülfslehrer haben allerdings. Anstellungen stattgefunden und werden auch ferner, wo. persönliche und sittliche Bürgschaft-vorhanden -äst, erfolgen./ Dies wollte.ich. nur als, Thatsache gnführen, zum-Beweise, wie sehr, nothwendig, esist,-die Frage, nach--allen Seite« hin zu, erwägen. , , - , // j (Schluß-folgt.)/ .if/r: 1: '/ ■ ,r / „;;r.: üf /n Literarischer Wochenbericht. . Magdeburg, U April., An Schulprogrammen ist ist uns die Einladungsschrift zuder ■ öffentlichen Prüfung der -,Bürger- und Realschule derisraelitischen -Gemeinde in/Frankfurt a. M.", von /dem 'Oberlehrek der' Anstalt?,vr. S. Stern zugekommen^ - Si^ - enthälteinen Aufsatz über .den, „weiblichen Berus und die Erziehung für denselben", so/1 wie-. Schulnachrichtdn./u -Der! erstere zeichstet-Ach:Lurch .schönen - Stylklare Au ffa ffung: Und; einzelnefeine' BeobctchtuNM/aus, wenn-wir auch im: Ganzen nichts -Neues darin lesen. Auffallend. ist esdaß: in/ der -ganzen-Abhandlung ,pon -der religiösen Erziehung vderder religiösen --Bildung" Ves/wei.blichen Geschlechts gar keine Rede ist!;—Die Zahl

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