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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-04-04 · Heft 15 (4.4.1859) · p. Seite 213

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 15 (4.4.1859)
Date
1859-04-04
Page
Seite 213 (sequence 3)
Language
German
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218 Handlungen;-; diel wist heM mitMheilen - habenbestätigt, Eine: Niederlagei'enthaltenHe -nicht/'aber'auch nur-:einen theilweiftnö Siegstu Das?H aus 'konnte -einfach- 'zur- Tagesordnung! «übergehen -./daS' wäreeine/:LotaleNiedexlage'gewesen^ öder/abevidre Petition: demlMinisteriüm zur wägungLÜberweisen-Pdas wäre eine halbe. Niederlage ge^ westK, -denn daoüt hätte eigentlich /das HauS selbst - keine Meinung-, ram) wenigsten eiste/däs, Ministerium bestnnmeNde Meinung ausgesprochen; so - aber hat das Haus 'die Petition:: dem < Ministerium?: zur- Derü 3sich tt gung -;Lbetwiesen/ und sich?damit aus Seiten der Juden gestellt,;uNd sür-derengutes- Recht 'erklärt- ^Dennoch , aber ist dies-kein' Sieg zu nennen/ -einmal-weil die Majorität : des "Hauses' fürdieses'Votum' Nichtgrdst warzweitens/ weil die Mi-' nister: dagegen-stimmten/ Md irr dedVerhandlunst-sich gegen die Ausführung der Verfaffungsparagraphen äussprachen.' Allerdings trifft -dieszunächst die-Minister Simons und? v? d: Heydt,- die Männerwelche auch im Manteüffest- Wdstphalen-Raümersschen'Ministerium gesessen', wohingegender - Minister des Innern Flottwell einereifliche: Erwägung -verhieß-; - D er Erfolg i st - demnach, > düst eine vollständige:: Aendernng /: wie:"ste -zu Gunsten der Dissidenten eingetretenfür uns'nicht zu erwarten steht, daßwir vielmehr - nur ein Nachundnach zuerringen haben. - Was die Verhandlungen selbst -betrifft,; so waren sie -die umfänglichsten, die iwdiesem -Abgeordnetenhauses bis^ jetzt stattgefunden. Hingegen einen bedeutenden Charakter können wir ihnen nicht zusprechen.1 Kein Redner vermochte die Debatte auf einen höherN" Standpunkt zu erheben, -und sie in eine durchgreifende, erschütternde Richtung zu bringen. 'Man-.? hielt »sich''an'- 'E'inzelnheitew, ohne den Gesammtgedanken zu fassen und zu verfolgen. Einen Th eil der Schuld hiervon trägt die Petition selbst, welche nur einige Punkte accentuirt hatte. Wesentlich besprach man nur die Frage,' ob' Juden zum Richterstande zuzulassen,> die Unterrichtsfrage, die viel tiefer in - -das - Leben eingreift, ward nur sehr oberflächlich best)töcheüi' Mit einöm Worte/ wir köstneu nicht anders als uns dahin erklären/ es' fehlte ein Redner, der die Angelegenheit gründlich, mit ganzer Energie und Mt'h'öherm- Schwünge' aüfgefaßt und erschöpfend' besprochen hätte/ Wasuher Abgeördnete'Simfon/ der Gothaer und' Professor gesagt , ist-'einer Widerlegung^ nicht' bedürftig/DiesePhrasi/düßReMancipirtenJüdettäuf-- hörten/^Juden zw seinist seit - einem Jahrhundert schön oft 'ausgesprochen worden, ohnedaß -sie ''irgendwo eine MchtfÄttgMtz''tzeMM/'HSönn''iuMferer'Zeit viele Judett: Mfhöreü - Juden zu - sein / -sögeschieht dies aus denselben Ursach^enaüs'welchem gegenwärtig-so viele Christenaufhören. - Christen zu seinnawlichi weil unserer Zeit der' religiöse/Ernst/ die Energie "der religiösen- Aeberzeugüng vielfach ^abhanden''Mo-mnteü^ weil die'iHypercültür "und dieMiterielle-ZeitrrchtÜngdie Religion als dm liors ä'oeüvrs betrachtet, und sie von Jugend stuf außerhalb des Gemüthes der Menschen bringt — die-Emanzipation M Nichts damit-zuthun. - -- Abgeordnetenhaus. ' --- r 'Fünfundzwanzigste Sitzung vom 2 3i -März/fr: rj f?i;,J .‘»i Anfang 10^4 Ahr. —' Vörfitzender Graf' Schwerin.' : Am - Ministertische:: Flöttwell, v. Aüerswald, v?st/Heydt/ Simons, 0: Bonin, v. Patow, Graf PüEler/'v. Beth^- : mann-Hollweg. —^ Die: Tribünen'find auch heute gefüstt/ - --AufderTagesördnüng steht der 5. Petitionsberich't/ v ' Ueber die schön früher ausführlich besprochene Petition'; des Ober-Rabbiners Sutro in Münster in Betreff d e r Z ü -- : lafsung d er Juden zu öf f entlichen Aemtern/ bei der die Commission Ueberweifuüg an die Regierung,/zur Berü'ckfichtigung" beantragt, ergreift zuerst das Wort-Abg/ v. B l an ck e n b ur'g gegen den Cömmisfions - Antrag; er will' die" - Petition' der - Staatsregierung zur' Verückfichtigung überweifen, „um die Angelegenheit'gesetzlich zu reguliren." Der Redner findet die von dem Petenten bemängelten Rescripteder^verfchiedenen Minister (gegen die Gleichberechtigung der Juden in der ftaglichen Beziehung) gerecht-- fertigt durch das - Gesetzvom 23. Juli 1847. - -Er erkennt an, daß die Art. 4. und 12. der Verfassung mit dieftm Gesetze im Widerspruch ständen/ Dem Anträge 'der' Com-/ Mission könne ersticht beitreten, da diese eine gesetzliche; Regelung sticht: erst fürnöthig,' sondern die vorhandenen' Gesetze/ resp/Artikel der Verfassung für stnsreichend hält/ ' Ein princihieüer Gegner' der Jubenemancipätiön sei er nicht; - doch halte er es für mißlich, die Rechte eines großen ^heiles - der Staatsbürger' aus dem Wege1 der Pescri'pte zuan-' j der-n/^-Die''Mnist'er^'wstren wechselnd, Und wenn er''auch' zugeben wolle, daß dies Ministerium eine lange Dauer : haben möge, so könne doch aus dies MinisteriüNr bald : ein anderes 'kommen. - ' Nun müsse er ännehmen, daß dtr Justizminister seine Ansicht chinstchtlich der jüdischen Rittergütsbesitzer geändert habe/' In der Sitzung dout'27/ : März -1850 habe' der Abg. v? Bö'ckum-Dolffs"hervdrge- : hobendaß die iu15ifc^cri Oi^ttergut36efl^e^: clrtir_3S_' j des^Staatsministeriums Nach'Whörung' des Jüflizmististers'! von best Kreistagen ausgeschlossen worden seien//und' bis zu dieset Session' habe diese Behauptung keinen Wii)er-/ - spruch erfahren. Puw' sei ihm ein Gerücht zu Ühren' ge-' 1ö*

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