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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-02-07 · Heft 7 (7.2.1859) · p. Seite 93

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 7 (7.2.1859)
Date
1859-02-07
Page
Seite 93 (sequence 5)
Language
German
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SS Merarffcher Wöchenbrvkcht. M a gdebu.rg, 29>. Januar. Mit großer Freude' be» richten wir.uusernLestrn., daß nach eben empfangenen Briesen der Herren. Munk und- Albert; Cohn unsre Befürchtung-. daß. die Ausgabe, des arabischen Originals von Maimunr'^.More-Nebuchsm nebst ftanz öUch er Ueb ersetz ung und, ausführlichen Stoten Seitens des Herrn. Munk in. Stocken gerathen, unbegründet fei, -vielmehr der Druck des Textes , des IL. Theils bereits vollendet und der der Uebersttzung begonnen, worden,, -daß überhaupt die Familie Rothschild für, die.Vollendung, des ganzen Werkes im Druck Sorge getragen hat.. Ir erfreulicher diese Kunde ist, desto mehr müssen wir an unsre deutschen Glaubensgenossen, besonders an die Gelehrten,, die: Aufforderung-richtm, den Ankauf unddie Verbreitung dieses überaus, wichtigen Werkes zu. fördern, und/dadurch dem Werke seine Wirksamkeit, so wie... dem eben so durch seine Ausdauer und. Unermüdlichkeit wie durch Gelehrsamkeit ausgezeichneten Autor die Anerkennung zu sichern. Wie uns Herr Munk zugleich mitthestt^ wird auch binnen vierzehn., Tagen die zweite Lieferung, seiner „MIaogs8 da Philosophie“, über deren erste Lieferung wir in diesen Blättern feimr Zeit referirten, erscheinen.. Wir erwarten sie mit Verlangen und. werden nicht anstehen, auf den Inhalt baldmöglichst einzugehen. M a g d e bürg29. Januar. Bei den jetzt wieder zur Tagesordnung gewordenen Zänkereien der jüdischen Gelehrt ten, Schriftsteller und Schriftstellerchenin welchenEiner den Andern an, Verkleinerungssucht und Gehässigkeit zu übertreffen, sucht, freut es uns, so-viele, würdige und stimmberechtigte Männer auf unsrer Seite, und unsrer immer wiederholten:Mahnung zu. gegenseitiger Billigkeit und besonnener Kritik beistimmen zu sehen. Wir erwähnen hier nur eines desfaüfigen, von Herrn Oberrabbinev vr. A. A. Wolff in Kopenhagen vor einiger Zeit empfangenen Schreibens: In gleicher Weise kam uns in diesen Tagen eine Zuschrift des Herrn Professors Della Torre in-Padua zu. Nachdem derselbe unsrer oft bewährten Mäßigung seine Anerkennung ertheilt hat,, fährt er fort: „Es ist nur zu wahr, daß unter der Menge von israelitischen Schriftstellern,. welche-wir kennen, es fast Niemanden giebt, der. nicht mehr durch persönliche Rücksichten-, als durch Vas' erhabene Gefühl des Guten sich bewegen ließe. Es ist eine Schandedie Wissenschaft zu einem Schlachtfelde ge-- worden, zu sehen, auf welchem die Gelehrten sich einen niedrigen Krieg liefern und sich mitleidslos zerreißen." — Wir ssührmdiese WvrBMu- M W Absicht w; diestr MflMchest MME drück zu begegnen/ Jedermann'weiß/ Mß' dft'waM^itik mitdergleichen StrMgMt-e'st ustd' Persöülichkirite'st Mchks zw schaffen - hat. Man kann das Griie hervdrhrbch ünd das Schlechte tadeln, ohne'- darum zu Verdächtigungen, Befchimpfüttgen und ' Herabwürdigungen zu greifest.' Wir unsrerseits werden auf alle die vielfachen Herausforderungen, deren GeprÄge an der Gemeinheit' ihrer Mötid'iruW zu erkennen, Und deren Zweck zum Theik isk, iMNteresstiW ten und leeren Schriftchen und Zeitschriftchett einen 'pikanten Inhalt' zu schaffen, nicht eingehen: Wkrv erfahren,' wie wir in ftüheren Zeitin viel bedeutenderen GWerst gegenüber verfuhren, wir lassen den gesunden S'inn'M' Publikums darüber entscheiden. - F rank f u r t am Main, im Jänuüv. Kleine Schul- und Haus b rb el, zur Belehrung üttd (M bauung für Schule und 'Haus, nach dem Gtündterte ' hearbeitet, nebst einer Auswahl aus M, ApskrhMst und der Spruchweisheit der Nach biblischen Zeit/ dvst E Jükob Auerbach: Leipzig bei F. A. Bröckhaus/2Bve. gr. 8. — Auch in zwei Bänden einzeln zu häM/ Unket besonder« Titeln: 1) Biblische Geschichte; 2) Lefestücke aus den Propheten und Hagiogrilpheü rc. ' Dieses wohldurchdachte und. feinem Zwecke vollkommen entsprechende Werk unterscheidet sich bedeutend von viNew andern, für niedere Elementarschulen RatbeiteM biMschM- Geschichten oder Bibel-Auszügen« Es-ist immer noch' ein Streitpunft, selbst auf dem Boden des Positiven biblischen Religiottsünterrichtsob. man der Jugend die ganze'Bibelwie die Engländer esausdrücken: the bilde, the whöle bible, and 5nothing but the bible, in die Hand geben solle oder — aus wichtigen pädagogischen Rücksichten, nur diejenigen Stellen derselben, auf welche der Religionsunterricht unmittelbar Rücksicht nimmt, somit einen' Auszug, er bestehe in Umarbeitung der Geschichte und einem Spruchbuche, oder in andern Formen. — Herr Auerbach/ welscher vorzugsweise dem Religionsunterrkchte sich feiteiner langen Reihe von Jahrem zügewendet hat, und besonders der. erziehlichen-Seitedesselben' seine'Anftuerkstmkeit wiö-- ' met, ist zw der. Ueberzeugung gelangt, daß es nicht genügedenbloßen Inhalt der Religionslehrerr dem Gedächte niffe zu übergeben und allenfalls durch eindringliche^Mahnungen deren Beherzigung zu bewirken oder durch anziehendes Beiwerk von Geschichte und Dichtung zu beseelen/ j sondern daß schon die/frühe Jugend -gleichzeitig dir ganze

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