Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 5 (24.1.1859)
- Date
- 1859-01-24
- Page
- Seite 61 (sequence 3)
- Language
- German
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nen,- würdig mit Ihnen in Gemeinschaft zu treten entmuthrgen. Sie sie nicht,' reichen Sie ihnen im Gegentheij eine brüderliche 'Hand; Sie werden sehen, daß in ihres: Seele' ein Widerhall, lebt, der .für die.Ihrige ist...Ünd seh^n Sie^ ..den ersten eingeborenen Advocaten, geboren nach der Eroberung, , mit Namen Enos, habe ich vor kurzer Zeit zu dem Advocateneide vor dem Gerichtshof von Paris vorgestellt. Enos.ist Judeer ist ein junger' Israelit aus Algier, und ich bin stolz darauf, .dies zu erklären." -H. Das israelitische Consistorium' der S.eine richtete in Folge dieser Vertheidigung ein Schreiben der wärmten und herzlichsten Anerkennung, der innigsten Glück- und Segenswünsche an Herrn Cr6nneur, welcher folgendes Antwortschreiben an das. Consistorium erließ: „Meine Herren! Ich bin sehr.gerührt von dem Briefe, den Sie so eben an mich gerichtet. -. In.allen Kämpfen, die ich für unsre, ehrwürdige Religion gekämpft, hat mich das Pariser Consistorium durch seine eclatante Billigung unterstützt. Ich habe, so eben'eine neue Gelegenheit ergriffen, um die Religion des Berges Sinai zu verherr- .lichen. Ich habe aufs Entschiedenste die Beleidigung aufgedeckt, die.uns so zu. sagen'vom Sanctuarium der Justiz zugeschleudert worden. . Mein. Blut kocht bei diesen un-< würdigen Angriffen, und mein Alter, welches Gott nach so vielen Bewegungen endlich friedlich gestaltet, erhebt sich mit der ganzen Energie meiner.jungen Jahre, um diese abgeschmackten Dorurtheile, die wir das Recht haben, unter unsre Füße zu treten, zu Schanden zu machen. Die Akademie, die Magistratur, die Armee, die Barre,. die Künste, die Wissenschaften eben .so wohl wie der Handel und die Bank zeigen uns.jüdische Namen, auf. die wir als Franzosen stolz sind. Unsre jungen Leute haben auch seit vielen Jahren ausgezeichnete Schüler der polytechnischen Schule abgegeben und bedeutende Ingenieurs für die schönen Industrien .geliefert, welche die Oberfläche der Erde verändern und die zum großen Theil von ausgezeichneten Männern unsres Glaubens geleitet werden. „Zermalmt .unter der Last einer Versolgungswuth ohne Beispiel, dir nach achtzehn Jahrhunderten wagt, ihre Barbarei selbst noch in.Europa zu zeigen, sieht die israelitische Bevölkerung durch unser Frankreich vo.n 89 kaum die Carrisre der Gleichberechtigüng sich vor ihr aufthun, als sie, entflammt von einem großmüthigen Eifer, sich zu den ersten Stellen, den höchsten Aemtern emporschwingt: sie hat sich auf eine edle Weise dazu erhoben. - „Es ist endlich Zeit, daß man in unserm Frankreich Katholik, .Protestant^ Jude nur in den Kirchen, Tempeln und. Synagogen ist. Meine religiöse UebMugu^g g'e^ hört mir allein an, , und braucht Niemqnd.ech aufderganzep Erde Rechenschaft zu geben. Dis Religion ist zwischen dem Menschen, und Hott. Die.Hleichst^llunL...ber Religionen ist vollständig.vor. unfern Gesetzen^, sagte.jungst ein officielles Dokument, die französischePresse^,hat,hys so. eben gezeigt, daß'sie voll^an.dig^.in unser« Sitten,ist. ,,Muth denn : in diesen herrlichen Tagen,, wo die WM von neuen Geschicken, träumt, schreitet rüstig vörrvärts, junge Israeliten. Die Feuersäule, die Eure Väter in hex Wüste geleitet, , das ist die. Sonne der .Zivilisation, , die Euch erhellt und'Euch führt. Zeichnet Euch aus, durch Familientugenden, von denen Eure Mütter und Schwestern so gut die religiöse Tradition bewahren, durch Reinheit der. Sitten, durch Vaterlandsliebe, durch allgemein^ Menschenliebe, durch Geschmack für Literatur, ,Kuyst, Ackerbau, durch Studium der. Wissenschaften; haß man Euch zum Beispiel anführe wegen der gewissenhaftesten..Treue in Euren Verträgen, wegen der reinsten. Gesetzmäßigkeit in Euren Geschäften. Seid immer zu finden, wo.Ihr Gutes zu thun und das Elend zu mildern im Stande.seih, „Seit bald sechszig Jahren trägt, in. Fr.ankrei.ch die uns vorangegangene Generation die 'Fahne der.. Gleichstellung, sie trägt sie. mit Ehren; möchten die gegenwärtige und die folgende Generation den anderen Nationen vurch ihr Beispiel, das sie der übrigen Welt geben werden, lehren, daß die Gleichstellung der Culten, indem sie aus allen Bewohnern eines Landes nur -eine einzige Familie macht, eine der dauerndsten, Stützen der sociale»: Ordnung ist.' ' „Empfängen-Sie re. Ad. Crsmieur." (Schluß folgt.) .... ... ... Merarischrr Wochenbericht. Magdeburg, 17. Januar, vr. Kämpf's „Nicht-; andalusische Poesie andalustscher Dichter", und vr^ Kayserling's „Sephardim". (Forts.' u. Schluß ausNo. 4.) Der erste Band des Kämpf'schen Werkes (289 Seiften und XXIV.) enthält die metrischen Uebersetzurrgen, denen biographische Skizzen der Dichter vorangehen und .welche mit erklärenden Anmerkungen versehen sind.. Die erste Abtheilung besteht aus ausgewählten'Stücken aus dem Tachkemöni Charist's, und zwar die interessantesten Piscen aus dem 3—11. und den;-17. Divan. Die meiner-