Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 5 (24.1.1859)
- Date
- 1859-01-24
- Page
- Seite 60 (sequence 2)
- Language
- German
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„Meine Herren, bevor ich mich mit der eigentlichen durchschnitten. Dieser heftige Angriff gegen die Juden von Seiten des jungen Officiers, der sich des.Wortes so wie de« Dege»S^EÄW^AA°'M^WM «WlG» unsrer Zeit, nicht unserm Lande an. Ich yabe die Ehre, Jude »zu sein, meine Herren, und ich habe auch die Pflicht, l Wissenschaften, in der Magistratur, im Richteramt, was für Mt BechU^rühm te und aeeh^t^ iKaelWsche MnUn! HatEMWtik rrf%i^fls men^veMdeW In MUrWMeWlKiE Mn^8MW .^fanden sich zwei Juden' unter den Leitern des WagenS, der damals so schwer zu lenken. Der Eine von ihnen | jifcijr pLovsso^Men^He^ieE^Hld Minister der Justiz,'Las will heißen des Heiligsten unter den Menschen;-'der Andere war Minister der Finanzen, das will die ich nie verletzt habe, den. Angriff auf meifleMnuben^-| genossen abzuwehren. Weil einige.Individuendreffs Bekenntniffes vor dem Gerichte stehen, schleudern Sie auf Alle ' eine beschimpfende Anschuldigung! Aber-'unsre RÜi'gion, ' waMst^fie°?«-Diejenige;^welche'>zuerst'-dir-'Ginheit??Gottes - ^heisteNz de^Lted^keit,, unte^ dm Menschen. Fraget un- ' sere Mitbürger^, sie werden Euch sagen, ob wir unsre unermeßlichen Pflichten würdig und ehrlich erfüllt haben. „Hier,' meine Herren, ist es ein thatsächliches Unrecht, -chie^uden«anzügreffen-;'^vsschrn^chi^m-MM^n^Arabern begriff und-verkündete, diejenige, welche auf dem Berge ^uia^hie reinste Sittenlehre in ihren unsterblichen Zehn- : Worten , der Grundlage aller Eurer Gesetze niederschrieb. - Herr kaiserlicher Commissar, was Sie in diesem Äugenbliche gegen die algierschen ^Juden sagendas sagteman^ vor fünfzig Jahren 'gegen* jfle,^ranzofischey Juden.^ Ith, mein Herr^würde. inmeiner Kindheit von diesen Injurien, die mich zur'Verzweiflung, brachten, verfolgt.; in mei-/ nem reiferen Alter,'vör zehnJahren, war ich/an. der Spitze der "französischen und algierschen Regierung. Diejenigen, welche die Juden anklagen/kennendiesenicht. Denn nach so vielen Jahrhunderten der Sklaverei, und der/ niedrigem öerfÄflung '.fle ^bie/HasW^l^exüÄ' der'Sclaverei Her-. Vorgehen'',, und ' welche die' entwürdigende .Verfolgung der- Seele ein^flanzk^ ang^ommen Hätten-, ^wep^ kannte Hnen^ ein Verbrechen dMu's Machen Äder'^m.'Äründe 'ihr^ ntr 'i'Hy a:;n mV-imt-tf/; J.vl o«r» ^msr^r-sp Herzens hat. immer das Mdenken .an. den Schutz und., die Treue ich den Verheißungen Gottessortgelebt; ich weiß, nich^ ' welches'. ^eiÜge'Heuer He aufrecht erhält/ und nur' eines Hlinkens wartet/ um äüszulodern./ Sehen Sie, was die "SRevölütion"vo.nI78kS/' aü,S'Hnen gemacht hat! Ein Viertelsahr§u'ndert 'reichte hiH, um sie auf die Höhe Derjenigen zü heben / die ihnen die Emancipation verliehen,j. ein anderes DierMahrhundert ist kaum verflossen lind Ihr habt sie sich' in /allen Harribren auSzeichnen. gesehen. Ich spreche nicht von der Bank/wo der. größte Name, unserer Zeit,' der Manie Rothschild aller Orten durch seine fcruV' pulche. Redlichkeit, Hine/Ärößmuth,' seine Hamilientügen-. den der ^größten Achtung genießt, der,, wenn er'in England We Pftdten' hes MHch'der^GMistechHrMg^ erln^ Frankreich '/)»"A'^en,^'per ßn'anziellen Änörbnlmgen^'und. Schwankungen,gleichhe^Attend"ls)^m^^^^ Ehre/ 'Wnung un^ Hoyaütät. Aber in den KünDn/ ist der 'iitttsteptjchWAbständ'-MfferokdeMich:«^'Beurcheilen Sie 'sie bloS nach diesem Proceffe:.. vor-der. Feigheit - die- 4fts Haufens? voi» furchtsamemZeugen/bie wm besser Rgen zu können, ihren Kalifat, ihren Kadi, ihren Kai'v mit den Augmbesragen, haben' Sie einen von, diesen, beiden Angeklagten Ihnen antm^rten^ gHört^ Sie/lügen/ dieWärabischen -Zeugen, .-sie '-zittem/vor^ ihren Häuptern; wir,, die.wir keine Häupter haben , die uns einschüchtern',.'wir,%\i Wir Dr vyü der sianzö'fischenjBehörde -abhängenp'-Wir haben vor Niemanvew Furcht. '/Verwendet» Sie dit' Anden/ 'uy^/M Araber Hhne'n/zuzufüh- |fen, dies ist, das Band zwischen Ihnen; verwenden-Sie, meine Herren, diese industrielle, geschickte und treu erge-! bene Bevölkerung^ Hie^ we^> dafl Fxa»Oreich das Ende r ihrer verhaflten Knechtschaft verdankt. Die Knechtschaft! \ Wenn Sie wüßten,. voie ^ste Htzjeyigeu stieben, die ste da- \ von befreit haben! . Ihre ganze Religion beruht auf.,dem l Haß bet Knechtslchaft/ W der DilnkbaHil fur^ »h'ren'Ve- \ freier. Gött/Wäels'HW^hi»est"cürf Wer Seite der t Bibel: Ich bin der Hrry?Dei,^Gstt, der Dich ans dem /Lande Aegtzpten aus . dem. Haust, der^nech-^chftft^gezo-! gen,/ Und noch .heute, nach Pier Jahrtausenden, bek der. -Feier unsres Osterfestes, .während, rings .um. die..festlich^ j Tafel die.Freude auf gllm Gesichtern leuchet,^wenl^tHK i der Sohn an den Familienvatermit,.der^naipeflHrage-jn? ^dem ^ebet verzeichnet: .Darum diese;Frepd.e, dieses. Glück /heute größer ais alle --Un,dder:.Va^r^gieb.t diese' ^gpoße und rührende/AntMt:, .Mejn/Sohn, ,.wip,.ware^ Sclaven in' Aegypten;. es., ist h^ute Pie Jahr,eSfeie.r/de^ großen Tages .uyWr^Sefresung^; darum -ifl.;e|,s:d^aß-lpip^ ^glücklich sind! ,<« ,j,v . t } / ^„Ueine.Herren^. ^enn,. .Gefflh^ ^ehjerMxli- { gion vorherrschen, so f!nd Diejenigen,, welche sie.beten-