Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 22 (1858)
- Issue
- Heft 50 (6.12.1858)
- Date
- 1858-12-06
- Page
- Seite 693 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/3224737-3226093-3226144--17347-3246256- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
€93 gen sich nicht bloS, um uns tat Allgemeinen die Wahrheit aufgestellt ju haben, daß der Mensch selbst die Quelle deö Bösen und Guten ist, sondern, sie gehen darin noch weit», um unS zugleich speciell die Ursachen auszuzählen, mittelst deren wir allein zum Boden alles Bösen in und außerhalb unö werden.. Verblendung, Mangel an Einsicht und Beurtheilung, Löse.Gesellschaft und. unsere eigene Sündhaftigkeit werden als die Ursachen aller böse» Erscheinungen angegeben. Etetö -sei der-Mensch. darauf bedacht, so lehren fit, um zu rechter Zeit auLzuziehen und zu rechter Zeit «inzuziehen. f) Der, Mensch - sündigt micht früher,.als bis. der Geist M Wahnsinne-.'in chn .getreten.^ Es giebt keine Armuth, «l-.nur dieArmuth des Geistes.?) Keine Straf« erfolgt für die Welt--als nur hie iy Folgedrrhlnwijfendrn und An erfahrenen. ,®) Die rsturzfichtigkezt Maraos. allein -war daran rfchuld, -daß dessen. -Herz .verstockt und. her. Besserung unfähig MNrdr.H; Die Verblendung .und «in unersättlicher Ehrgeiz waren «L,' die Merander^Kem Große» keine Ruhe ließen^ ihn nach den entlegensten .Ländern Zndienö^zur -Eroberung.der;fen*- ferntesten Reiche trieb. . Rur «inen Hirnschädtl, (so heißt «S, .bracht« dieser -groß« Welteroberer vdn seinen großen Ssegen und weiten. Reisen Mit, H« das. Eigenthümlrche befaß,, daß , glS -er.gewogen.wurde, ihn alles Gold und Silber ,»jchf . aufwieg«n konnte» bis man-auf dm Rath d«r Meisen,ein,twenig-Erde.-aus ihn warf.«nh.schnellstes « di« -HöhxMe-Kehre Mr deö Menfchm Auge,, das stch micht -früher. Alfrieden giebt,- »lS tas rS von.einem Stäubchen.-Erde.hedeckt wird!?). Ausführlicher als hier jtreffen „wir. der, Weisen Darstellung, wie die schlechte .Umgebung, - da- Leben iq Höfen Gesellschaften, der Umgang mit lasterhaften Menschm das Böse -erzeugen unddeDrd«rn. ..Wehe -dem.Nrevlex, -wehe seinen Nachbarn,, heil,dem' Gerechten, heil seinen Nachbarn! r— so chelstt. «in oft-gedachterSpruch.®) -Ebenso.: Geselle Dich zu keil«« Frevler und .halte Dich nicht, stei von ider Strafe,®) »Dia,.Gerechten -find, sich .und. Andern zun»! Heil, «aber.-die Frevler /|i, ■"'.“i.Tij ,v -■ - i,j.,*) ispesgchich >2ß,r.Baba-KaomlSü. ,5, -e-.i c.. u-.i 2) Stehe.Sünde.und.- S ot«,,s.' u i. tu«.* •»-.<( v :.-:i,8) Sieh« Armuch.<-7u,-.»*) Bahabathra 8»-, rMr-y- ■ v.c T.rV ®);SWt.<a«Ar. ist 9fc»<r,, •><.»»!?) »3 .t. «»m ' ,m®) Sich« Alerander. ns'ip»««- ,i «,-r *.i <i ') Ibid. ») Succa 56. ,j i .... fl**»- ®) Aboth 4. .ij .im.j'Ji1, .i<i J d'.n.'i r gereichen sich und Andern zum Bösen.?) Keine Strafe wird über die Welt verhängt, als nur zur Zeit, da Frevler in der Welt sind.?) Den Beweis hierzu? — nicht in weiter Kernt suchte». ste denseNen; dir Geschichte selbst, die vielsprechtnde-Geschichte Kejüoischeu Volkes, weshalb .der Staat mnt«gtag,.der.-Teo»Ptl-zerstört wurde — Israel (in Gefangenschaft gerieth, -wurde als Zeug« hierzu angerufen. Zur Zeih) da,-dir falsch«» Nicht« stch -vermehrten, häuften stch falsche Zeuge» z »a di« Angeberei überhandnahm, herrschte -die Gewaltthätigketzda.di« -Frechheit.ihr Haupt erhob, -schwalch-die,Würde.wan hen-Menschen« da di« Söhne -der Geliebte» norGott-süudi-im,, .ließ Gort vineu heuchlerischen König, he» Ahaöveros, erstehen, durch dm « sie. züchtigte. ®) - Bon -de« sTag« --au, - «w die GenuKsüchtigm.dder Eigennützigen stch vermehr-tm/kam Zam mb -Grimm«auf chie-Welt-«^ dervichte^twar.idie.Ehre -der -Thor« --(GotteSschrelüda^ dies Ohrstüstener sGehchw- »uswagynf -im GerGtSeollegiuN gunahmn^ wvrden bje Handlung«» verdreht^-die RvchteZverkürztwad her.AbÄM Gott« Höfte auf ^öer .Sftachstch,zu pftbreizys M hi« Prrsonm-fich vermehrt«», chie,,nach Anfthm der B«son -achten»-, schwand, di« iA«we«dMg -dex-Warte: -Ihr Mtt im-Gerichtes,auf ifeta ÄMstir-d» D«s0nen i«chten, iZtzr sollt keinen/Mqn»-fürchten s5-M„1lj. ^777! chavMftf von.sich die Obygkeit-iGvtteSLund-setzte.dasür dt« dkS.'M««- schen..«in.; ,d»jdie?G«w1nnsüchllgeu,iW«chfen-«ud >stch vepmehrten»- war..vielBestechung, dHS Mecht.wurdergeheust mnd ging immer uuhr rücswärch. undj-uieiwvrspÄttzj.Aa Diejenigen guMmen» welche Hvachmixfo ich-iDetu-Gi»- schrnk empfange, ,,werde ich. Dich-schützen, gewann Hie-Migkür die Oberhand, uudid«,StM-sank iMm«j.«ehrtj.da di« Willkür -das, Haupt --erhob, -wurde«.-di« Medrigrudt^ hobm mnd die Hohen ,erniedMgtj) da Neid und Raub-über» handyahm, -w»chStda:Gstz «ud (Einer »erschloß! seine Hand ivor. dem Andern-/»p-L. w^?),, iWe fie Hie-iHmtschast drö Böse», als -Folge des (Frevels (darstellen, lalft prfcheifltith». men das Schwindm^.deö Gutm inm. ÄS etaiErchgmß,' ldaS auf das AuSstevba», derG»echten->f,das Abnchme»!'guter Vorbilder für Lugend «ud Religion «intretey >««ß^- Sa R. Meir starb, heißt «S, hörten die Gleichnißwdner -auf; da Den-Afai starb, hörten die Fleißigen.tui SüLiuck der _L -- ■ " ■■ .buii -t1 3 . *) Midr. rabbi^MMbchn. ^7.""' ' r) Dava»KamL 50. «j {. , *) Beth-Hamidrasch I. S. 1. :J ü t iiÄUii i1' Af'J!»•);i! i (’■ «) Xosephta Sote Abschn. 14. u! tSote^i!' 5V **