Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 22 (1858)
- Issue
- Heft 49 (29.11.1858)
- Date
- 1858-11-29
- Page
- Seite 673 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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«73 rector dieser Ausgabe) Herrn Abraham Nager. Die zwei Bogen, die mir vorliegen, erfreuen sich ausgezeichneter Typen und trefflichen Papiers. Die erläuternden Noten zum Jbn Esra, obwohl meistens zusammengetragen, verdienen die aufmerksamste Berücksichtigung, und beurkundet der Erklärer auch seine eigene Kemitmß auf diesem Gebiete. Auch ich werde, so Gott will, auf Verlangen des Herausgebers ein Scherflein zur Erklärung schwieriger unv korrupter Targumimstellen so wie Erläuterungen zum Jbn Esra beitragen. Der Preis (10 Fl. im Pränumerationswege) ist im Verhältniß zur Ausstattung äußerst mäßig. — Das bereits vollendete vierte Heft des Meged Jerachim (Monatsschrift) hat Aufsätze von Luzzatto, Zwiesel, Fischmann, D. Rappoport (ein Gedicht zum Jubilarfest des Herrn vr. Ludwig Philippson), I. H. Sperling, S. I. Zolles (seit einigen Jahren todt), S. Modlinger (von sehr geringem Werthe), M. H. Enser (bei dessen Aufsatz kann man sich eines Lächelns nicht enthalten), S. Bober u. A. Der Redacteur selbst hat eine reiche Phantasie und beansprucht und erweiset die Handhabung wissenschaftlicher Studien. — Die deutsche Abtheilung, das dritte und vierte Heft meines Jeschurun ist unter der Presse, mit Beiträgen von vr. Lewysohn in Worms, Dr. Oppenheim, Rabb. zu Gr.-Becskerek, I. Jos. Pollak, Rabb. zu Trebitsch, vr. Carmoly, Leopold Dukes, Dr. Kayserling ii. A. — Der Jahrgang 5619 erscheint in zwanglosen Heften (beide Abtheilungen), und wird jede Atheilung mit 1*/2 Thlr. bezahlt. — Die der Redaktion zugesandten Werke werden würdig besprochen. — Zu haben in Lemberg und bei Heinrich Hunger in Leipzig. Joseph Kobak. Neustettin, im November. Hamasbir, oder Aruch liachadasch, aramäisch-rabbinisch-deutsches Wörterbuch von I. B. Schönhak. 2 Theile. Warschau 1858. Dieses durch die hiesige Buchhandlung mir zur Ansicht zugegangene neue Werk wirft mit der dem Inhalte vorangehenden Approbation des Warschauer Rabbinen kein günstiges Licht auf den Verfasser, darin seine Tüchtigkeit zur Herausgabe eines derartigen Werkes zu erblicken, welches selbst bei einer umfassenden wissenschaftlichen Bildung, orientalischer Sprachkenntniß und gründlicher talmudischer Gelehrsamkeit ein gewiß sehr schwieriges Unternehmen bleibt. Ein Wort von Rapaport, Zunz, Philippson und Landsberger (Rabb. in Posen) wäre eine sichere Bürgschaft für die Gediegenheit eines solchen schon längst erwarteten Werkes. Die dieser Approbation folgenden zwei Belvbungsschreiben (!-r>nn von Heilfrin und '■», 2, iv', in denen die gewiß bescheidenen Schreiber ihre Unkenntniß der classtschen Sprachen dem Verf. einzugestehen keinen Anstand nehmen und unverhohlen ihre Unfähigkeit zur Beurtheilung einer solchen Arbeit an den Tag legen, lassen jeden sachverständigen Leser in dem Verf. einen wunderlichen Mann erblicken, der solche Briefe, als zu seiner Empfehlung geltend, dem Werke voranschickt. So inhaltlos aber diese Briefe für uns auch sein mögen, so hätte doch Verf. deren Inhalt mehr beherzigen und seinem Werke einen niedrigern Preis als 3 Thlr. geben sollen. Die 6 Seiten lange Vorrede des Verf. in rabbinischer Schrift und rabb. Styl enthält weiter nichts, als eine dürre Skizze der Landau'schen zu seiner Aruch-Ausgabe. Vers, erwähnt darin in einer Anmerkung, selbstständig gearbeitet und nur nach Beendigung seines Werkes die Werke: Maarich, Erech Millin, Sachs' Beiträge, mit welchem Letztern er zu oft einer Meinung war, zu Gesicht bekommen zu haben; hingegen sollen ihm Gesenius' Wörterbuch und das syrische von Michaelis gute Dienste geleistet und ihn in seinen Forschungen unterstützt haben. Dieser Vorrede folgt eine Einleitung (4 Seiten), in der höchstens die Bekanntschaft mit dem griechischen kleinen Alphabet Dem, der es nicht kennt, das Belehrendste zu sein scheint. Im Innern des Werkes erblicken wir gewiß nichts Anderes, als einen abgekürzten, verunstalteten Aruch mit seinem alten System. Um seinem Werke das Ansehen eines (Schul-) Wörterbuchs zu geben, hat Verf. das Ktf, womit der Aruch beginnt und mit dem auch Burdorf zu stolpern angefangen hat, ausgelassen und das Charakteristische des Aleph in der chaldäischen und talmudischrabbinischen Sprache an dessen Stelle gesetzt. So hat Verf. mit jedem Buchstaben der alphabetischen Ordnung angefangen und das ist gerade das einzig Beste, was wir an diesem Werke zu loben hätten. Eben so hat Verf. wohl gethan, von jedem Worte eine Stelle im Zusammenhangs anzuführen; hingegen ist wieder zu tadeln, daß er nicht wenigstens in Abbreviaturen mehrere Citate des Aruch angeführt. Vers, tadelt die altem unrichtigen Nachweisungen der Citate, welche zum großen Theil durch Buchstabenähnlichkeit, wie 2, 5, b, "i, 2, t, in den Druckereien verdorben wurden, und dies ist zufällig in seinem Aruch hachadasch auch zuweilen der Fall. Die alte Venetianer Ausgabe von 1653, von Schmuel Arqualti selbst paginirt, fand ich unter allen Aruch-Ausgaben als die zuverlässigste. — Auf Vollständigkeit dürste dieses neue Werk kaum Anspruch machen, da erstens der ‘li-PT und die rabbinisch-philosophische Sprache in dem Schmone Perakim und nnin