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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1858-11-15 · Heft 47 (15.11.1858) · p. Seite 653

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
22 (1858)
Issue
Heft 47 (15.11.1858)
Date
1858-11-15
Page
Seite 653 (sequence 13)
Language
German
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653 eS unS nicht mehr glaublich. ES wird dies von Zeit zu Zeit als Gerücht ausgestreut, um die öffentliche Aufmerksamkeit zu beschwichtigen, bis sich die Sache verlaufen habe, wozu es denn bereits allen Anschein hat. Jndeß möge man sich keineswegs täuschen. Ist auch das Kind seinen Eltern nicht wieder zurückgegeben, haben auch die öffentlichen Blätter zu sprechen aufgehört, der Nachhall ist in den Gemüthern geblieben, und so weit es eine Menschheit giebt, in welcher die Stimme der Humanität und des Herzens noch nicht verklungen, haben Die nicht gesiegt, welche gesiegt zu haben glauben, ist die Macht Derer nicht gestärkt worden, welche die Macht zu haben wähnen. Wir haben über die Art und Weise gesprochen, wie die „Augsb. Allg. Zeitg." die Mortara'sche Angelegenheit behandelt habe. Mau muß nur den Hohn beobachten, welchen dieses Blatt über Napoleon und Sardinien ausgießt, weil diese beim römischen Hofe Vorstellungen gemacht haben, wie eS sich über die Petersburger Journale auSläßt, weil diese das Recht des Vaters in Schutz nahmen, um bald zu erkennen, daß cs doch keine natürliche Stellung sei, in welcher sich die Augsb. Allg. Ztg. bei dieser Sache befindet, sondern daß ein tiefer liegender Grund vorhanden sein müsse. Weit hat man darnach nicht zu suchen; nur daß es sich hierbei deutlich erkennen läßt, wie dieses Blatt seine Weltstellung, diees vordem-eingenommen, völlig verloren hat. Die Arch. isr. de Fr. enthalten in ihrem Novemberheft ein Sendschreiben deö Advocaten Bedarrides zu Montpellier über die Mortara'sche Angelegenheit vom Gesichtspunkte der kanonischen Gesetze, welches von Bedeutung für diesen Gegenstand ist, da es von dem streng gläubigsten Standpunkte aus die Ungerechtigkeit des Vorgangs erweist, und dies mit den Satzungen des kanonischen Rechts in Händen. Wird freilich auch dieses Dokument ohne Erfolg bleiben, so hat es doch für die gründliche Behandlung der Sache großen Werth. Anzeigen. Die Lehrer- und Cantor-Stelle bei der hiesigen Gemeinde ist vacant geworden. Qualificirte Bewerber wollen ihre Anmeldungen unter Beifügung ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorsteher gelangen lassen. Langweiler, Regierungsbezirk Aachen. A. Robenö m Laurenzberg. Bei der hiefigen jüdischen Gemeinde ist die Lehrer- und Cantorstelle, welche außer freier Wohnung ein jährliches Salair von 250 Thlrn. einbringt, vacant und soll zum nächsten 1 sten März 1859, wo möglich auch früher, wieder besetzt werden. Etwaige Bewerber belieben sich daher unter Einsendung ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorsteher zu wenden. Altena, den 1. November 1858. Der Vorsteher der jüdischen Gemeinde A. Hanf. Zu Ostern kommenden Jahres ist die Stelle eines Religionslehrers, Vorbeters und Schächters an der hiesigen jüdischen Gemeinde zu besetzen. Die Stelle bringt bei freier Wohnung und Heizung ein Firum von 200 Thlrn. Crt., außer dem Ertrage der Schechita, und bietet Gelegenheit zu Nebenverdiensten durch Privatunterricht. Qualificirte Bewerber wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse und eines kurzen curriculum vitae in portofreien Briefen wenden an die Aeltesten und Vorsteher der jüdischen Gemeinde. Fürstenberg in Mecklenburg. Es wird ein Lehrer und Cantor gesucht. Am 1 sten April 1859 wird die hiesige israelitische Lehrer- und Cantorstelle vacant mit einem streu Gehalte von 240 Thlrn. incl. Schullocal. Hierauf Refiectirende mögen fich baldigst unter frankirter Zusendung ihrer Zeugnisse an Unterzeichneten Vorstand wenden. Werther bei Bielefeld, den 10. November 1858. Der Vorstand. A. B. Weinberg. I. S. Greve. Simon Goldschmidt. 8 Ein mit den besten Zeugnissen versehener und mit 1 8 einer wohlklingenden Stimme begabter unverheirathe- 1 8 ter Cantor, der auch einen Chor gut zu leiten ver-I 8 steht, wünscht eine Stelle als Cantor und Schächter, % 8 oder als Cantor und Religionslehrer. Derselbe hat f | seit einer Reihe von Jahren in nicht unbedeutenden I | Gemeinden zur größten Zufriedenheit fungirt. I j| Frankirte Adressen besorgt der Cantor Leopold A Stern in Neuwedell (Kreis Arnswaldel. « A Stern in Neuwedell (Kreis Arnswalde)! Lehrer! Ein praktisch erfahrener, mit guten Zeugnissen versehener Elementar- und Religionslehrer, der ein preußisches Seminar besucht, auch ttrvnz) und Vorbeter ist, Kenntniß im Violinspiel und in der französischen Sprache besitzt, sucht sofort dauernde Anstellung an einer öffent-

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