Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 22 (1858)
- Issue
- Heft 32 (2.8.1858)
- Date
- 1858-08-02
- Page
- Seite 435 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/3224737-3226093-3226126--17067-3245958- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
435 Begriff der Worte ist .schon «in ganz verschiedener. ÄlS der Sturz deS Tempels und der politischen Selbstständigkeit deS Staates herannahtc, bildeten sich Synagogen, das heißt: Zujammensührunge», Einigungen, unter verschiedener Leitung; die frei gebildete Gemeinde fand sich in der Synagoge zusammen. Zur Kirche ge» hört aber der Einzelne und bieKampfe, um diese Fesseln zu sprenget», haben mit wechselndem Glück biS .ru sinsre Zeit Herübergedaueri. Den Juden ist daShohe Gut selbstständiger Entwickelung ohne priesterliche Einwirkung in den Schoß gefallen; nun toll eö principiell ^isi Frage gestellt werden.. Darum handelt es sich, und nicht M die Persönlichkeit,' welche, eine bedeutungslose, erst, neu ausgetauchte Ceremonie zu vollziehen hat, und welche unter den vorliegenden Umständen dem Rab- ,'binat bei geduldigem Abwarten von Seiten deS.gegenwärtigenTrägers, vonselbst zugefallen.wäre, Twr Precedtsizfall, der aber durch die Kapitulation Lex yieindebehörpe mit , dem RabbiuatLeüxma^ gegeben ist, stsird weitere Gelüste erwecken^und . neue Spaltungen hüvormfe»l;..gar manches an uvd. für sich Kleinliche yrMt darauf hsn, >Md wirft schon düster« Schatten yorauS. Sy können, über die.Rothwendigkeit einer ^rnhalle die Äteknllagtn verschiedet sein, Diejenigen ,aber, welche sie der Salubrität der Schule und dtp, »^Lxper^chen Entwickelung her Kinder förderlich chiel- ' . haben kein Recht, die ÄuSsühruyg w»n srechdar-! sfge Pedingunge» zu knüpfen.! Die Vesoxgnisi,j.daß! yürch eine,Rebenverwenduug dem. rabbinischmHtspres ^iat Eintrag geschehen könnte, Hst ünj. sounbegrüudej in, als bei rintretender Rothweudigkeit «ine der Summe,} Dir, welche die Turnhalle gebaut werden soll, .ähnliche,! rat andere Zwecke wohl auch noch zu erschwingen wäre. \ ,. '!„ES kann heilte nicht.unsere Absicht sein, alle dies Fragen zu erörtern, welche die Uebcrgrisfe des Rabbi-, Mti? und seiner Anhänger in Schul- und.Gemeindt- 'angelegenheiten bereits hervorgerufen haben und noch ^'eryorrüsen müssen; <6 genügt uns, zu constatire,i,j dich Friede.und Eintracht dadurch nicht gefördert svor-! 'den; daß'.die Kluft in dem nach Trennung der Dr-» thodoren noch übrig gebliebenen Theilc der Gemeinde! ^eme immer größere wird^ Mögen Alle aus ihrer Huts sein, 'welche einer Meinung nicht angehören, die sich: npch.im 'Gaszustand befindet, und zu. keiner Verdich-i ,tüng kommen kann. Alle,'die sich nicht gedankenlos, nach der Laune des Tages komctartig Herumtreiben' lassen wollen, .Alle, die den Fortschritt nicht in leeren, nach jeder Richtung hin mißliebigen Formen, sonder» darin erkennen.,,die Religion mir den Nochwcndigkcilen deS Lebens und der Gesittung der Zeit in Einklang zu bringen. Die Zeichen mehren sich, daß die Zeit heranrückt, wo der unleidliche Zwitlerzusiand, wie alles Hohle,,seine.Haltbarkeit verliert; «s wird daher immer dringlicher, daß Die, -welche daS sich logischer Weise AuSschließende. nicht vereinigen wollen, welche Unvereinbares nicht gleichmäßig erhalten und zur Äüthe bringen wollen", sich zusammenscharcn und aus Abhülfe denken. —", >■: Lassen wir die gegen daS Ende lautgewordenen Drohungen auf sich beruhen.da. sie. dieselben sind, die .bereits vor 4lj Jahren ausgesprochen wurden, imd -{Cu fcf)ifeÜ; Miede? jverpufften, so - enthält diese Stelle piel. MahreS,; das myechgibdeS JupenthumS aüemalS-veUeFefl.Merhe» ,syüte»:,.Myr-daß eS hier ganz;.irM.,pmge»yendet,.schMtt>-:,iPies,Konfirmation fpst nicht auW>lixßitch,;vvtnM»hhjner;Mllzogen werden, aber.sobald,»sie,stlS. ei.w.yMntiichex.Act, d. h. nicht privatim mit einM Md demarchcrn,spndexn mit mehreren Kngben und.Mädchen,in-Ge>nei„schast pollzogen wird, gehört sie ausschließlich der Synagoge, wenn sie irgend einenWnq M.d Verth haben syll< — Die Liturgie iu,derneu/n Sygqgyge.wich keine erhebliche Modisicatiyst der.MenMirges. (riS ., < RVMYk hiA lYlh X;% /: «•: r«.5i»Oroßbritannien^ vr-;,i h-ifiin» < tibi'; -.. London, M Zull r lPrivatmjzthJjs)I«ssiner. -Ihrer süflgftenMummrrq.spycht sich-eifl.Schrejhxn^vo.n Mr darüber.-aus, chasi Her.-Kam.ys Ay, W -Zplqffun'g ip das Parlament-pon Seite.» idex,Zudey sehr ckäfsig ge- -sührt worden,5Upd hgß pämM Pie MeßgennCapaytälen sich gar nicht darum gekümmert,. ist dies im vollen Sinne deS Wortes wahr, und gereicht den hiesigen ^laukenSge,noffen,,Mir.Unehpe, K?ch :«ehr ist DieS aber .per.Fall,rMxnn -wir setzen, haß die feiitvjichen Redner die Ärgsten Schmähungen gegen das Iudenthum.ausgesprochen, ohne daß die berufenen Vertreter, dich,die weich. begabten, Lehrer deMben sich nur .gerührt, hätten., hsex,. ,wo.Iedymlaun daS.srche Wort führen kann,. UM eine scharfe,,. aber, in gebildeten Formen sich bewegende Entgegnung Einfluß und Anerkennung..bei. allen Parteien-zu fliiden.psiegt. Der höchste'Richter.des Landes, her jetzige Loch-Kanzler, per sreilH Hon als Sir Frederik Thesiger ein arger