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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1858-08-02 · Heft 32 (2.8.1858) · p. Seite 432

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
22 (1858)
Issue
Heft 32 (2.8.1858)
Date
1858-08-02
Page
Seite 432 (sequence 4)
Language
German
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432 räch?, wenn fk des jüdische« Stammes gedenkt,, un^ vier esdurchaus nicht gelte«.lasse»; »pilk? : daß dkMenschheit der jüdische« .Nation, alleindiu? religiöse Mee z« »erdau« keu--hat> daßußjeser-jetz^noch blähende?-Valksstamm ein«. Literatur, .welche zm.einer Weltliteratur bestimmt war,, zu einer- Zeit; hervorgebrachd.hat-, wd..di»r AriecheL. noch, in, der Fabel, lebte« und Rom noch gar-.nichd eristirte. Wie gesagt, nicht.Hiera« »vollen wir heuts erinnern?? sonder» q«^ die außerordentliche Undankbarkeit,., welche die! Jude» auch», in - industrieller Beziehung so? ost. erfuhren haben, und dafür^ daßi fi« Handel und Wandel ^Großem und kleinem belebt«» ,- daS stockende Blut deS GewerbSlebenS i«! frische« Umlauf brqchteW u«d mancher verarmten- Ge? g«j»d neuen. Aufsch»v»»»g-.vexli«chew>, dix ärgste» Beschimpfunge». erhielte«, uni«. Schmarotzerpflanzen,»»»» Bk»tigel ginannt -und? alS-jÄch«»: auch, behandelt-wurde«.Hieran erinnerte . nnS, lebhaft ei« Satz iw-einer der jüngsten Blävtrk..hed/.AugSbt Allg.. gtg^: i« einem? Artckel: -.Venedig unter Qesterr«ichS. Sttpter." . Es heißt, da:r : . - - E^EhliWsamkeik'uni» Swrdjif“ vor den ru^r^'en unk» hettkebfaNien Juden' veränkaßfe den Senäk l777, die Vertreibung der Juden zu dectetiren; der noch räschrreDerfäE jehoch der ändussrke und der Entgang im Staatsschatz veränlaßtenihn' 17BCF schon die^Dertriebenrn nicht nur zurückzürufen, sondern ihnen sogar' Rechte (wie' Er^ richtnng'einer Bän^ Mlaubniß, eigene Schiffe zu bauen n. dglij einzuräümen Zugeständnisse, di« in Erinnerung der drückenden Beviirgungen ihrer seitherigen Duldung mehr' als'so manches Ohstr anderer Grundsätze die trostlose Tage' kennzeichne«.^ '''! ’ ••V vt?..-,;« 7 - ES ist.dieck abermals ein kleiner 4 Beitrag zu den vrelen die: wir in diefen^Blättern aus der Geschichte deS Mittelalters und der neueren Aeir angeführt Habens welche die Unentbehrlichkeit der Juden,, also den großen Nutze» erweisen, den sie zu aller Zeir den Staaten >und Städten verschafften, in welchen, sie dem Verkehre obliegen durften. Seitens der AugSb. Allg. Ztg. ist dieser Satz aber auch em „Zugeständniß", welches diesem Blatte wohl nur darum entschlüpfte, um den Verfall Venedigs vor seinem Eintritt in den österreichischen Kaiserstaat hervorzuheben. Wie nahe übrigens uns noch die rechtslose Behandlung der Juden Seitens der Machthaber europäischer- Staaten liegt, ersieht man auS der Jahreszahl in dem angeführten Satze. .2--r-^"-'Aterarifcher' Wochenbericht'' r Abterodeim Juli. ' oder Versuch, da- Hebräische.durch.deutsche Wörter lesen zu lernen. ^Don- Emanüel» Hecht, Lehrer. Kreuznach r bei Voigt- Länder. 135^—: Auvörderst meinen amtsbrüderlichen ' Handschlag , unserm wackern Verfasser, so manchen trefflichen Schulbuches. Demnächst die weitere Borbemerkimg;, Paß vorliegender „Versuch re." seit zwanzig -Jahren ein Prakti5uur bei mir ist, daS seither bei je-?der Anfängerclaffe die erfolgreichsten und somit erfreulichsten Resultate geliefert; weshalb ich . mich auch als Recenfent dieses „Versuchs" für kompetent halten darf. — Der pädagogisch« Grundsatz: „Beim Unterrichte vom ^Bekannten aus- und dann znm Unbekannten überzugehen"', darf auch beim Leseunterricht deS Hebräischen -seine Geltung behaupten; wenn dieser in rascherer; leicht ' terer; und. dem Schüler erfreulicherer Werfe von Statten gehen soll; Und das ist, der Falb—- meine zwanzigjährigem Erfahrungin diefer-Disciplin bürgt: dafür -— wenn da-!erste,Lesenlernen deS Hebräischen durch deutsche Wörter geübt-wird.-k DaS. Kind setzt die einfachen Laute dev^ vor ihm stehenden Lautzeichen nach einander zu solchen Wörtern pronuncirend zusammm (und Anderes ist daS Lesen nichts; als ein der Reihe nach ^nacheinander^ zusammenhängendes Pronunciren der von den vor Augen; habenden Lautzeichen abstrahirten Laute zu einem Wortganzen) und hierauf die einzelnen Wörter zu einem Satzgauzen; und diese Wörter und Sätze aus feiner Muttersprache geben ihm einen.Sinn, etwaS Bekanntes, bei welchem es sich etwas zm denken vermag; .das erfreuet, erweckt seine Leselust^ und eS kernt dieses Lesest viel leichter und rascher, als wenn dasselbe nur an Wörtern und Sätzen einer ihm noch ganz fremden Sprache geübt werden soll. Wohl mögen über eine solche Methode „daS Hebräische durch deutsche Wörter lesen zu lernen" viele Lehrer und Rabbinen den Kopf schütteln (habe ich dies doch schon bei so manchen Collegen, die mich seit 20 Jahren in meiner Schule besuchten, erfahren müssen, indeß aber auch bald, nachdem sie diesen Unterricht tiefer angeschaut und geprüft, deS befriedigendsten Zugeständnisses der Zweckmäßigkeit dieses Unterrichtsweges mich zu erfteuen gehabt); das hält mich aber keineswegs ab, dieser Methode das Wort zu reden und sie allen meinen Collegen aufS Ernstiichste anzuempfehlen, und rufe ich mit dem Derf. (in seiner Vorrede) denselben zu: „Problem geht vor Studiren". Probirt'S und Ihr werdet

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