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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1858-08-02 · Heft 32 (2.8.1858) · p. Seite 430

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
22 (1858)
Issue
Heft 32 (2.8.1858)
Date
1858-08-02
Page
Seite 430 (sequence 2)
Language
German
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;-:fö Zf 430 . •} iin m wahrnehmbarer Dinge, die wir kenne», find identisch — «ine Assertion, die ihn-doch selbst stutzig machen muDs». Wiesen,wkN.ktn»ten^ find säiumtlkchiHtiÄ«^» P« no 5und » (it gjstg kiiche: j Abernoch meh^ Wefenreihen und Gattungen find gewordene und vergängliche. Den Beweis dafür liefern , die Ueberreste der einer früheren.Erdformation angehörcuden.Geschöpfe». Bei aller Analogie? wÄen^ ff«^,doch 'gärchllttz b^n Ün^gtg«,- wärtigen Pflanzen und Thieren verschieden; ihr Untergang war, wie sie uns selbst bezeugen, ein plötzlicher. Sie setzen völlig andere klimatische Btrhältniffefdir? Erdt' voraus. Die Formation der Gesteine gehört verschiedenen Perioden unserer Erdbildung an.- Die Vertheilung.. deS WafferS und des Festlandes auf der Erde war eine sehr verschiedene'" Die BrM^ffnhntünferer"KrdoherDtMze?g^ dass'auch hierin die Äeränderungen mit plötzlichen Re»»- .lütionen und Eruptionen-verblenden und-deren Folgstn waren. Die Kometen werdm mit Recht alS die A». sängeneuer -planetarischer Körper betrachtet, deren Zn-- .sammenziehung u»d-Verdichtung, entweder?, durch.' «ine ungeheure Reihe-vM-. Jahren oder-durch Einwirkungen-unS Mbekannter Art vor fich geht.Dem-Pantheisten - ist. also Gott mit der- Anzahli gewordener und^ vergänglicher Wesen, ja plötzlich, vergangener und gewordenen Wefenreihen identisch, ein«' Folgerung/ die ihm selbst, den. vollsten Widerspruch seines- Philosophems . ausdecken muß. : - > -? Aber der Pantheist sagt: Das Göttliche: in den. Wesen ist nicht daS Wesen-und der Stoff, aus dem es.besteht, an, sich sondern das Gesetznach welchem das^Wese« wird, ist/Md vergeht. - Diesem Gesetze,, wie fi«.. in allen Wesen fich 7 maniftstire», uud wir ße^ ineinandergreifend die Welt in ihrer Ordnung^erhalten, .sind daS GöttUche, Götl. Aber kann dem Pantheisten dieses Gesetz. ein vom Wesen getrenntes, den Weserr imprägnirteS:, gegebenes sein? Nimmermehr. Damit hätte er daS Dasein eines TranSscendeutalen zugestanden, und um dieses zu läugnen, ist sein ganzes Philosophem. aufgestellt. Dieses Gesetz kann ihm vielmehr nur die dem Stoffe einwohneude Nolhwendigkeit sei«, die an und in dem. Stoffe selbst ist, und den Stoff auS ihm selbst heraus zu alle» seinen Gestaltungen und Processen bringt. Denn sonst müßte der Pantheist selbst fragen: wer hat dem. Stoffe dieses Ge» fetz gegeben, wer mit ihm verbunden, so es nicht des Stoffes selbst ist? Hiermit ist aber die Klipp« deS Pantheismus aufS Schärfste gezeichnet. Wir wollen hier nicht die Wunder der Generation überhaupt hervorheben. Das Geheimniß des Werdenwiderstrebt aller Forschung der |>!! Naturwissenschaft. Allein der Pantheist kann hier, immer noch den Impuls des Lebens ans einem hhon bestehenden '^e-^h^^rleite^^Ah^ss-wsr ^E^drO-Weferlrechen, die OHtrHZeii^-ewordÄrI n^h^Än^diie alten, gänzlich verfchk^eKen plötzlich untergegangen ^a'- ren? Die Wissenschaft, welche der Pantheismus lange ßüt gern gtt aJoF^^eik.a^|Seutctef schlägt in ihrer? FvrM^Ken^deNstlben- ^wadezu^ insi Angesicht. Sie zeigt, daß alle Wesen, anorganische und organische, aus denselben Grundelementen bestehen. Wie soll nun in dieses r stlÄtz-Ä (Kedttnttn. bfc Rothwendigkeit bestehen, hier zu-Grauit, Syenit;-Porphyr oder Krystall, dort zur Lilieoder Rose jur Ceder oder Eiche, da zrkm Menschen, Pferds zur Schlange, zum Adler oder Haystsch zu wer- ^den t ~Wle kÄM ^enselberf^ GrundelemeHerr"die"NÄhwendigkeit einwohncu^ M Nerv, oder Knochen; zur Arterie -'oder Sehne ^mkk- Vieser Gestalt und diesenr Berkause-zu . werde«? :Dieselbe Wissenschaft lehrt uns, alle Vorgänge, anch^n derr organischen Wesen)-anft chemische- und phy^ fikalische Proteste zurückzufuhren, nur mit Ausnahme der willkürlichen Bewegung und? dev Fortpflanzung?: Dem Pantheisten.? bleibtes aber, unmöglich, wie die wlltkürliche Äewegung. und-dia.Fortpflanzung als dem Stoffe rnharirende^ Nothwendigkeit. zui erklären: f-L^da beider K-- radezu das Gegentheil der letzteren find^ . Hierzu kommen noch GattunBgrshtze/t wie» z/:B: das. Berhältmffder: mämrlicherl und weiblichen Gebürte«: zu einavder; die durch ein den Individuen einwohnendeS Gesetz , durchaus nicht. erklärt werden können. So ist es dem Pantheismus völlig unmöglich, irgend einen Schöpfungsact zu erklären; dieser tritt ihm-allein völliger'Widerspruch ^ltgegen. Der Pantheismus unterscheidet fich daher von dem Atheismus nur durch daS Zugeständniß emeS Gesetzes und einer Ordnung in. der Natur, die, es nicht läugnen kann und wist, die,er nun Gott nennt, deren Dasein alS eine dem Stoffe einwohnende NvthwenditzkÄt ihtt zur Läügnllng aller Freiheit und zum vollen Widerspruch mit fich selbst bringt. Im. Fortgänge muß. der Pantheist aber dennoch vor der Frage stehen bleiben: woher, der Stoff? und woher das dem Stoffe einwohneude Gesetz, stch sor und so zu bilde«, zu gestalten, zu sein und zu vergehen? lieber diese Frage kann er. in keinem Weise hinaus; und erwägen wir hierzu, daß er das Gesetz des individuellen Daseins La den Grundelementen als früher vorhanden vorauSsetzeu muß, alS diese- Dasein selbst wird, da jenes Gesetz eS erst Hervorrufen muß, so häufen stch der unüberwindlichen Schwierigkeiten immer mehrere« Endlich: wie einigen stch dir sämmt-

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