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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1858-08-02 · Heft 32 (2.8.1858) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
22 (1858)
Issue
Heft 32 (2.8.1858)
Date
1858-08-02
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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22 Jahrgang. Allgemeine _±' Zeitung des ZiidkiithumS. Ein unparteiisches Organ für"alles jüdische Interesse. Herausgegebenvon Rabbiner Dr. Ludwig Philipps»« in Magdeburg. Leipzig,'den 2. August 1858. Diese Zeitung erschcinl wöchentlich einmal, Montag-, und wird jährlich gegen 8V Vogen und darüber in Quart incl. .des Liiels, Sie. igisteru. s. w. umfassen. Ja GemAßheit vrs Zweckes, drrfrlben die>allgr«ei«ste Berbr-eitung z» geben, ist Der PreiS äußeisst nie. »rig: mit S Thlr. für Den Jahrgang.; —-,1 Thlr. 15 Rgr. für. sechs Mooale 22^/» Ngr. für daS, DieMjahr angesetzt »worden, -tlie Ivuchhaudluugeu, Postämter und Zeitung-.Expeditionen nehmen Bestellungen an; ^er tzauptspeditivn für beide Letztere hat sich die,König!. Sachs, i - - i k - : r.' *: ■ Zeitung-»Expedition ull hier unterzogen. ' - - - ' I « h a l t. ' Leitende Artikel: Skizzen über Atheismus, Pantheismus,^ Deismus, Theismus und Dogmatismus. III.— Undankbarkeit gegen die Juden. — Meranscher Wochenbericht. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Frankfurt am '". Main. Großbritannien: Lenden, London. Abhandlungen verschiedenen Inhalts: Mabbi Jo- 'nathari Eibenschütz. Eine biographische Skizze von . Ä. Gutmann. < Schluß.) . - Leitende Artikel. Magdeburg, 22. Juli. Skizzen Über Atheismus^ Pantheismus, Deismus, Theismus und Dogmatismus. , " . lll. . Der Pantheismus hält Gott und die Welt für identisch, für Ein und Dasselbe, der Deismus lehrt Gott und die Welt verschieden, der Theismus, wie er von deutschen Philosophen zuerst ausgesprochen, jetzt in Nordamerika verarbeitet wird, will auS beiden eine Mischung bereiten, «ine Mitte ziehen. Doch wenden wir unS zunächst zum Pantheismus. ■ Gott und die Welt ist Eines und -Dasselbe. -Aber, fragen wir zuerst, was wissen wir von der Welt? Die Welt ist die Gesammtheit der Wesen, Her wahrnchmba-. ren Dinge. Aber kennen wir diese Gesammtheit? ihre Ausdehnung und Grenzen? ihre Organisation,"ihren Zusammenhang? Man sagt, fie sei unbegrenzt, unendlich -*— aber alle Wesen, 4>ir wir kennen, haben dennoch Ihre bestimmt« Zahl, so -roß diese -auch 'sei. Es giebt so und so viele Löwen, so und so viele Pferde, und eben so und so viele Mollusken. Was wahrnehmbar ist, hat Grenzen. Die Summe des Wahrnehmbaren muß demnach auch Grenzen haben. Für unS ist sie -unbegrenzt. Aber was will das heißen? -Wirkerinen von dieser Welt nichts weiter als einen Theil unserer 'Erdoberfläche, «ine geringe Tiefe der Erdkruste, einen großen Theil der darauf lebenden Wesen; wir kennen dann den Lauf und die Größe einer Anzahl solcher Erden, wissen, wie diese mit unserer Sonne, deren Beschaffenheit -wir aber heute noch so wenig kennen, wie vor Jahrtausenden, ein Sonnensystem bilden, zählen eine Menge sogenannter Fixsterne, die wir-für ähnliche Sonnen ähnlicher Systeme halten— dies ist Alles, was wir von der Welt wissen. Heber die Welt als Ganzes haben wir also weder ökenntniß noch Urtheil, und Alles, was wir von ihr sagen, gilt demnach nur von dem unendlich kleinen Bruchtheil, der unserer'Beobachtung unterliegt,, gilt nur von den Wesen, die wir kennen. -Es ist daher reine Jüusio'n von unS, von-der Gesammtheit Etwas nuszusagen; und der aufrichtige -Pantheist muß zugestehen, 'daß -seine Phrase: „Gott und die Welt sind identisch", eigentlich nicht- Anderes heißt: Gott und die Anzahl Wesen, der Kaufen

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