Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1858-05-10 · Heft 20 (10.5.1858) · p. Seite 273

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
22 (1858)
Issue
Heft 20 (10.5.1858)
Date
1858-05-10
Page
Seite 273 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/3224737-3226093-3226114--16889-3245768
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

273 29 Sgr. 6 Pf. nach, zu diesem Betrag kamen im Jahre 1857 hinzu: a) Beiträge von Mitgliedern 822 Thlr. 7 Sgr. 6 Ps. b) Geschenke behufs Erlangung der immerwährenden Mitgliedschaft 50 - — - — - c) Zinsen aus den Fonds des Vereins ....... 183 - 3 - 9 - also eine Gesammteinnahme von 1055 Thlr. 11 Sgr. 3 Pf. „Nachdem von den 6 Unterstützungen, die im Verwaltungsjahre 1856 vom Vereine gewährt wurden, mit dem Ende jenes Jahres eine in erfreulicher Weise durch freiwillige Verzichtleistung deS Unterstützten aufgehört hatte, gingen die noch übrigen 5 Unterstützungen, die in der Ihnen eingehändigten Bilanz mit den römischen Nummern II., V., VII. und VIII. bezeichneten, in das neue Verwaltungsjahr 1857 über. Zu diesen traten im Verlauf des letztgenannten Jahres eine gleich große Anzahl, nämlich 5 neue Unterstützungen hinzu, und zwar die in der gedruckten Bilanz mit den Nummern IX. bis XIII. bezeichneten, so daß wir im Laufe dieses Jahres die verhältnißmäßig große Anzahl von 10 Unterstützungen, 3 an Berliner und 7 an auswärtige Lehrer und resp. Wittmen im Gesammtbetrage von 460 Thlr. zu gewähren hatten. Bei diesen Unterstützungen tritt in diesem Jahre zum ersten Male auch die zweite Seite der von uns angestrebten Wirksamkeit des Vereins, nämlich die Sorge für die Wittwen und Waisen verstorbener Lehrer hervor, indem unter der Zahl der 10 in diesem Jahre Unterstützten sich auch die Wittwe eines im vorigen Jahre verstorbenen auswärtigen Lehrers befindet, und wiewohl wir überhaupt, wie wir es hier mit Befriedigung hervorheben können, alle im vorigen Jahre beim Vorstande eingegangenen Unterstützungsgcsuche gewährend berücksichtigen konnten, haben wir dennoch beim Abschluß des Vcrwaltungsjahres einen Ueberschuß von 509 Thlr. 19 Sgr. 9 Pf. dem Vermögen des Vereins hinzufügen können, so daß das Gesammtvermögen am Beginn des gegenwärtigen Jahres sich auf die Summe von 4645 Thlr. 9 Sgr. 3 Ps. herausstellt. „Die Gesammtzahl der Mitglieder war im vorigen Jahre 342, von denen 275 hiesige und 67 auswärtige Mitglieder waren. Darunter hatten 6 durch Einzahlung der vorgeschriebenen Summe daS Recht der immerwährenden Mitgliedschaft erworben. Hierbei müssen wir jedoch noch immer das ungünstige Verhältniß der Zahl der auswärtigen Mitglieder zu der der hiesigen bei einer Stiftung, die den größten Theil ihrer verfügbaren Mittel zu Gunsten der Lehrer auswärtiger Gemeinden verwendet, beklagend hecvorheben. Eine rühmenswerthe Ausnahme unter den zahlreichen, sich zu unsrer Stiftung ganz indifferent verhaltenden auswärtigen Gemeinden machen jedoch, wie Sie aus dem Mitglieds-Verzeichnisse ersehen haben werden, einige wenige, zu denen seit Gründung des Vereins Halberstadt und Tilsit gehören, und denen in neuerer Zeit sich Lhck in Ostpreußen und einige pommersche Gemeinden angeschlossen haben; letztere durch die dankenswerthen Bemühungen des Herrn Rabbiner vr. Klein in Stolpe, elftere durch die gleichen Bemühungen des Herrn Lehrers Cohn in Lyck. Mit dem abgelaufenen Jahre-halte der Verein aber auch zugleich den ersten größern Zeitabschnitt seines Bestehens vollendet, da seit seiner Begründung nunmehr ein volles Jahrzehend, seit dem Eintritt seiner eigentlichen Wirksamkeit aber, da die ersten 5 Jahre die Sammelperiode bildeten, das erste Lustrum verflossen ist. Es dürfte daher nicht ungeeignet sein, wenn Ihnen Seitens deS Vorstandes in dem diesmaligen Berichte eine kürzere Zusammenstellung der allmählig ansteigenden Wirksamkeit des Vereins im Verlauf seiner ersten 5jährigen Wirkungsperiode vorgeführt würde, zumal da aus dieser Uebersicht die Ueberzeugung von der stetigen Zunahme seines Wirkens sich in erfreulicher Weise geltend macht und daher zu der Hoffnung einer fortgesetzten Steigerung desselben für die Zukunft berechtigt. „Im Jahre 1853, dem ersten seines Wirkens, unterstützte der Verein 2 Lehrer, beide hiesige, aus seinen Mitteln mit der Summe von 97 Thlr. 15 Sgr. Diese steigerte sich im zweiten Jahre (1854) auf 190 Thlr. und zwar an drei Lehrer, sämmtlich hiesige. Im dritten Jahre (1855) war die Anzahl der unterstützten Lehrer von 3 auf 6 gestiegen, von denen 4 hiesige und 2 auswärtige waren; die Unterstützungssumme war von 190 auf 255 Thlr. gestiegen. Das folgende Jahr (1856) zeigt zwar eine gleich große Anzahl Unterstützter, nämlich ebenfalls 6, wovon 3 hiesige und 3 auswärtige; aber die Unterstützungssunune war wiederum gestiegen von 255 auf 342'/r Thlr., und endlich übertrifft das letzte Jahr, über daS heute berichtet wird

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.