Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 22 (1858)
- Issue
- Heft 6 (1.2.1858)
- Date
- 1858-02-01
- Page
- Seite 82 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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82 ßes. Der Priester, darum befragt, theilte vr. Frankl mit, daß ihm vor 20 Jahren ein Krieger den Schädel eines erschlagenen Drusen gebracht und er habe denselben, da er schon verweste, in die Ceder gelegt, vr. Frankl nahm den Schädel mit; er zeigt deutliche Spuren kräftiger Hiebe mit einer stumpfen Waffe. Durch Vermittelung des englischen Generalconsuls in Jerusalem konnte vr. Frankl die Grabhöhlen des Blutackers (Hakeldama) besuchen. Er fand dort sehr viele Schädel verschiedener Menschenracen, von denen er drei mitnahm. An die zwei Schädel, die vr. Frankl in Kairo kaufte, knüpft sich keine besondere Begebenheit." Anzeigen. Die Stelle eines Schächters und Religionslehrers ist bald oder von Ostern ab vacant. Gehalt 80 Thlr., ercl. der Nebeneinkünste und ganz freier Station. Striegau, im Januar 1858. Der Vorstand Heinrich Stroh. Adolph Hellinger. Die Cultusbeamten- und Lehrerstelle bei der jüdischen Gemeinde Schönebeck bei Magdeburg ist zu besetzen. Befähigte Bewerber haben sich bei dem Vorstand daselbst zu melden. Zum 15. April d. I. wird in unserer Gemeinde die Stelle eines Religionslehrers, Vorbeters und Schächters vacant. — Der jährliche Gehalt beträgt 120 Thlr. bei freiem Mittag- und Abendtisch (oder 200 Thlr. ohne letzteren), nebst freier Wohnung, Heizung, Bedienung und den Revenuen der Scliecliita rc., welche auf 50 Thlr. zu berechnen sind. — Hierauf Reflectirende werden ersucht, sich baldmöglichst unter Einsendung ihrer Qualifications- Zeugnisse an den Unterzeichneten zu wenden. Ludwigslust, im Januar 1858. Der israelitische Gemeindevorstand. Diejenigen jüdischen Theologen, welche zu der auf Michaelis d. I. bevorstehenden Wiederbesetzung des dann eröffnet werdenden hiesigen Landesrabbinats zu concurriren beabsichtigen, fordern wir hiermit auf: ihre Befähigung durch an uns postsrei einzusendende Zeugnisse genügender jüdisch-theologischer Bildung und politisch und religiös conservativer Gesinnung, so wie ihrer bisherigen persönlichen Stellung binnen 8 Wochen darzulegen. Schwerin im Großherzogth. Mecklenburg, den 8ten Januar 1858. Die Commiffarien im Israel. Oberrathe. Mit dem 1. April d. I. wird die hiesige Religions- und Elementarlehrerstelle, verbunden mit einem Gehalte von 250 Thlrn., vacant. Hierauf reflectirende unverheirathete Lehrer, welche im Stande sind, auch öffentliche Vorträge zu halten, und ihre Tüchtigkeit im Hebräischen Nachweisen können, so wie, wenn es verlangt wird, auch den Eantordienst mit versehen müssen, belieben ihre Franco-Offerten, mit Zeugnissen begleitet, an den Unterzeichneten Vorstand baldigst einzureichen. Neuß bei Düsseldorf, im Januar 1858. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde MarcuS Winter. Bei der hiesigen iftael. Gemeinde ist die Stelle eines Religions-, Elementarlehrers und Cantors mit einem jährlichen Gehalte von 200, 250 bis 300 Thlrn., ercl. der Nebeneinkünfte, vacant, und ist zu jeder Zeit, längstens aber bis zum Isten Mai l. I. zu besetzen. Bewerber wollen sich an den Vorstand wenden. Mayen bei Coblenz, den 15. Januar 1858. Der israelitische Vorstand. Ein Rabbinatscandivat, der unter der Leitung eines erfahrenen Rabbiners sich praktisch auszubilden gedenkt, kann zugleich als Vicar Unterkunft finden. Bei wem? sagt Herr Rabbiner Or. Phllipps-U in Magdeburg. __ Die Synagogen »Gemeinde zu Erfurt sucht einen unverheiratheten zweiten Lehrer, der genügende mufikalische Kenntnisse zur Bildung eines Chors und die nöthigen Elementarlehrer-Qualifications-Zeugnisse besitzen muß. Reflectaiiten wollen ihre Bedingungen an de» Vorstand einsenden. Die israelitische Gemeinde zu Wittlich, Reg.-Bez. Trier, beabsichtigt einen Elementar- und Religionslehrer, der auch Cantor und Schächter ist, sofort zu engagiren mit einem Fixum von 150 Thlrn. Crt. bei freier Wohnung, Heizung und sonstigen Rebeneinkünften. Reflectirende wollen sich mit Einsendung ihrer Zeugnisse wenden an den Vorsteher L. Frank. Die hiesige Cantor- und Schächterstelle soll zu Ostern d. 3. mit einem firirten Gehalt von 260 Thlrn. nebst 100 Thlrn. Nebenrevenüen besetzt werden. Qualiflcirte Bewerber, welche gleichzeitig als Hülfslehrer fungiren können, mögen sich baldigst beim hiesigen Borstande portofrei melden. Reisekosten werden nicht vergütigt. Schwez, den 18. Januar 1858. Der Vorstand. C. S. Horwiz. L. Wulfsen. H. Bieber.