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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1858-02-01 · Heft 6 (1.2.1858) · p. Seite 75

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
22 (1858)
Issue
Heft 6 (1.2.1858)
Date
1858-02-01
Page
Seite 75 (sequence 5)
Language
German
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75 über die jüdische Literatur und deren Bedeutung bis auf die 30ger Jahre dieses Jahrhunderts zuerst rhapsodisch fich verbreiten, sovann, von S. 55. an, einen Abriß der Geschichte des religiösen JugendunterrichtS bis zum Abschluß des Talmuds geben) ihre Entstehung verdanken. Mögen sie beitragen zu richtigerer Würdigung des Judenthums und mancher seiner Literaturzweige; der Verfasser würde fich genugsam belohnt, und so Gott will, vielleicht zur Fortsetzung ermuthigt fühlen." Magdeburg, 19. Januar. Wir tragen eine alte Schuld ab, wenn wir in Folgendem eine Reihe einzelner Predigten anführen, die uns seit kürzerer oder längerer Zeit zugekommen, theils um fie für die Literaturgeschichte der jüdischen Homiletik nicht ganz verloren gehen zu lassen, theils um den Suchenden auf die eine oder die andere aufmerksam zu machen. „Der ungehorsame Sohn" von Präger, Stadtrabbiner, Mannheim 1857, über 5 Mos. 21, 18 — 22. Es wird ausgeführt, daß das betreffende Gesetz nur als Drohung gedient, und treffliche Mahnung daran geknüpft. — „Das Friedensfest" von Knöpfmacher, Rabbiner zu Nicolsburg, Wiew1856, eine Peßachpredigt über den Heilsinhalt des Friedens. — „Die Seelengedächtnißfeier" von Demselben, Wien 1857, über Jes. 26, 19. Uebcr die Beziehungen zwischen Todten und Lebenden in der Weihe und Erinnerung. — Zwei Reden zur Vermählung deS Großherzogs Friedrichs von Baden von B. Willstädter, Rabbiner, Karlsruhe 1856. Die erste eine Traupredigt für das zu dieser Feier ausgesteuerte israelitische Brautpaar, die zweite die Festrede selbst, zuletzt der 45. Psalm frei und metrisch bearbeitet. — „Rede am Geburtstag Sr. Majestät Friedrich Wilhelm IV." von S. Kuttner, Lehrer, Wreschen 1852, über die Ehrfurcht vor dem Könige nach der Lehre des Judenthums. — „Rede zur Friedensfeier", von Dr. A. Ehrentheil, Rabbiner zu Horic, Prag 1856, über die Segnungen des Friedens. — „Traurede" von Dr. Igel, Landesrabbiner. Czernowitz 1856.— „Das biedere Weib", Predigt zum Trauergottesdienst rc., von Dr. Wormser, Rabbiner in Hadamar. Frankfurt a. M. 1856, über Sprüche Salomonis 31, 10. — „Zeitgeist und Bibelgeist", Predigt am Wochenfest von Dr. Dreifuß, Landrabbiner. Meiningen 1856, über Pf. 19, 8—13, sehr eigenthümlich, da die Eisenbahn und der Strom redend eingeführt werden. — „Thätige Menschenliebe", von S. L. Liepmannssohn, Emmerich 1856, ein Nachruf an den Kanonikus Lenfing. — „Das Gotteshaus", zur Einweihungsfeier der Synagoge von Rabbiner Dr. Lehmann, Mainz 1856, die Synagoge unter dem Bilde eines Berges, eines Feldes und eines Hauses. — „Der Gruß an die Todten und die Parallele zwischen zwei benachbarten Jahrhunderten", zwei Reden, die eine zur Einweihung der neu erbauten Mauer um den israelitischen Friedhof, die zweite zur Feier des hundertjährigen Bestandes in der Synagoge zu Königsberg i. N. von Dr. Meisel, Rabbiner, Stettin, 1856, die fruchtbaren Themata in schönster Form, mit kräftigstem Worte, Geist und Gemürh anregend behandelt. — „Wohin? wieso? wozu?" Antrittspredigt von Rabbiner Bak, Gyula 1857, über 2 Mos. 18, 20 — 22.; mögen die trefflichen Vorsätze des Redners zu verwirklichen ihm vergönnt sein. — „Gott erkenne", von Rabbiner Dr. Rosenfeld, Nordhausen 1856, über 2 Mos. 6, 1 — 2., über die Erkenntniß Gottes. — „Wirke im Kleinen", von Prediger Dr. Jellinek, Leipzig 1856, über 2 Mos. 12, 2., über die Thätigkeit in der Familie, im Hause, in der Gemeinde, und den reichen Segen dieser Wirksamkeit, in schöner Form und reich fließender Sprache. — „Discours“ par M. Cahen, Grand- Rabbin ä Marseille, Metz 1856. Ueber den Kampf der Seele mit ihren Leidenschaften, wie er stch auch in der Geschichte Israels bethätigte, ein wahrhaftes Stück beredter französtscher Kanzelberedsamkeit. — „Alcune parole" par Rabbino e Professore Lelio deila Torre, Padova, 1857. Zwei Ansprachen an die Zöglinge des Rabbinerinstituts zu Padua, zum Schluffe des Studienjahres 1856 —57, und zur Eröffnung des Studienjahres 1857—58. Eben so durch die Klarheit der Gedanken, wie durch die Innigkeit der Gefühle ein Muster der Kunst, in einem engen Rahmen einen bedeutenden Gegenstand anschaulich zu machen. — London, im Januar. (Erklärung.) Eine tadelnde Stimme hat sich in diesen Blättern vernehmen lassen über die neue Edition des Juchafin von Herrn H. Filipofski in Edinburgh. Es ist auch mein Name bei dieser Gelegenheit genannt worden. Ich halte es für Passend, die Mit - und Nachwelt hiermit zu benachrichtigen, daß die ganze Gesellschaft und das Counts in das Reich des transcendentalen Idealismus gehören. Herr Filipofski vereinigt in seiner Person allein die ganze Gesellschaft, Counts, Literatoren, Drucker, Verleger rc. rc. Gesellschaft und Comits haben wie der Greif und die sadducäischen Tendenzen im Pentateuch, keine wirkliche Eristenz. Ich bin bereits so schwer mit eigenen Mißgriffen belastet, daß ich es für überflüssig finde, mich noch mit fremden zu belasten. Diese Zeilen — die Grabschrift des Comits —

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